Unsere Vogelportraits
Nachfolgend kannst du mehr erfahren über einige der beliebtesten und spannendsten Vogelarten, die es bei uns ganzjährig zu beobachten gibt.
DER BUCHFINK
Fringilla coelebs
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| Größe: | ca. 15 cm |
| Gewicht: | ca. 20-40 g |
| Stimme: | schmetternd mit abschließendem Schnörkel; ruft z. B. „fink“ |
| Bei uns zu sehen: | ganzjährig |
Merkmale:
Der Buchfink ist in etwa so groß wie ein Spatz und gehört wie dieser zu den Finken. Besonders auffällig sind die zwei weißen Flügelbinden in den ansonsten dunklen Flügeln und die weißen Schwanzkanten. Die Männchen haben einen grauen Scheitel und Nacken, Brust und Wangen sind rostbraun. Ihr Rücken ist braun und der Bürzel moosgrün. Die Weibchen sind deutlich unscheinbarer graubraun gefärbt.
Wissenswertes:
Der Buchfink ist einer unserer häufigsten Vögel, aber da er unsere Wälder den Städten vorzieht, ist der bunte Fink gar nicht so bekannt. Er lebt in Wäldern, Gärten und Parks und kommt auch sehr gern ans Futterhaus, denn viele Buchfinken bleiben den Winter über bei uns.
Besonders bekannt ist sein Gesang, den man auch „Finkenschlag“ nennt. Er ist kräftig und schmetternd und wird oft aus einem Baum heraus vorgetragen, wo man den Sänger gar nicht so leicht entdeckt. Auch vom sogenannten „Regenruf“ haben viele schon gehört. Angeblich kündigt er mit einem traurigen „rrhü“ schlechtes Wetter an, tatsächlich ist er einer der wenigen Vögel, der bei Regen noch ruft.
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DER BUNTSPECHT
Dendrocopos major
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| Größe: | ca. 20–24 cm |
| Gewicht: | ca. 75–95 g |
| Stimme: | ruft hart „kick“ oder „kix“; schnelles Trommeln mit abruptem Ende ca. 0,4-0,8 Sekunden lang |
| Bei uns zu sehen: | ganzjährig |
Merkmale:
Der Buntspecht ist etwa so groß wie ein Star und charakteristisch schwarz, weiß und rot gefärbt. Auffällig sind die großen, weißen Schulterflecken und der weiße Bauch mit den leuchtend roten Unterschwanzdecken. Der Kopf des Buntspechts ist ebenfalls schwarz-weiß und groß, der Hals ist kurz. Die Männchen tragen einen roten Fleck am Hinterkopf, der den Weibchen fehlt. Jungvögel haben einen komplett roten Scheitel.
Wissenswertes:
Der Buntspecht ist der häufigste Specht in Europa und auch der bekannteste. Man findet in fast allen Wäldern und Gehölzen, er fühlt sich aber auch in Parks und Gärten mit Laub- und Nadelbäumen wohl. In deren Stämme zimmert er jedes Jahr eine neue Höhle, in die später verschiedene andere Höhlenbrüter einziehen können. Davon Profitieren zum Beispiel Meisen und Sperlingskäuze.
Er liebt Nüsse und die Samen in Tannenzapfen. Diese klemmt er in natürliche Spalten in der Baumrinde, sodass er sie besser aufhacken und an den leckeren Inhalt gelangen kann. Die Überreste dieser sogenannten „Spechtschmieden“ können wir dann im Wald finden.
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DIE ELSTER
Pica pica![]()
Steckbrief:
| Größe: | ca. 40–51cm (davon 20–30 cm Schwanz) |
| Gewicht: | ca. 161–247 g |
| Stimme: | heiseres lautes Schakern „tschek-tschäk-tschäk“, selten leise zwitschernder Gesang |
| Bei uns zu sehen: | ganzjährig |
Merkmale:
Die Elster ist unverwechselbar mit ihrem langen Schwanz, der mit 20–30 cm für die Hälfte der Körperlänge verantwortlich ist. Mit ihrem kurzen, rundlichen Flügeln kann man sie auch im Flug gut erkennen. Ihr Bauch, die Schultern und Handschwingen sind weiß, ihr restlicher Körper ist schwarz. Im richtigen Licht kommt die im schlichten Schwarz verborgene metallisch grün und kobaltblau glänzende Färbung von Schwanz und Flügel zum Vorschein.
Wissenswertes:
Die Elster ist gesellig und immer wieder für Unfug zu haben. Die klugen Vögel wurden schon dabei beobachtet wie sie im Garten Hauskatzen ärgern und sich dabei gar nicht so einfach verscheuchen lassen. Auch sonst fällt die große schwarz-weiße Elster auf, wenn sie durch Gärten schreitet oder über die Hausdächer hüpft und dabei gerne lautstark auf sich aufmerksam macht.
Elstern bauen ihr großes, überdachtes Reisignest hoch oben in Bäumen, besonders beliebt sind hohe Nadelbäume. Ursprünglich war sie im offenen Kulturland zu Hause, ist aber auch in Dörfern und sogar mitten in der Großstadt zu finden.
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DIE STADTTAUBE
Columba livia f. domestica
Steckbrief:
| Größe: | ca. 30–35 cm |
| Gewicht: | ca. 180–370 g |
| Stimme: | tiefes Gurren |
| Bei uns zu sehen: | ganzjährig |
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Merkmale:
Die Stadttaube wirkt gedrungen und kompakt, hat einen recht kleinen Kopf und einen zierlichen, kurzen Schnabel. Viele ähneln heute noch ihrer wilden Vorfahrin, der Felsentaube. Sie sind hauptsächlich grau gefärbt. Rücken und Flügel sind heller, Kopf, Brust und Nacken dunkler. Die hellgrauen Flügel zieren zwei schwarze Flügelbinden und auch der dunkelgraue Hals endet in einer schwarzen Binde. Die Halsseiten schillern metallisch grün und Rosa. Ihr Gefieder ist aber sehr variabel. Viele Muster und Farben sind möglich.
Wissenswertes:
Die ursprüngliche Vorfahrin der Stadt- oder Straßentaube ist die Felsentaube, aus der zunächst Brieftauben als Haus- und Nutztiere gezüchtet wurden. Die Felsentaube lebt heute noch vor allem im südlichen Europa in Gebirgen und Felshängen. Aus verwilderten Zucht- und Brieftauben wurde dann unser Stadtvogel schlechthin, der sich im städtischen Dschungel trotz widriger Lebensbedingungen wacker durchschlägt.
Stadttauben haben einen ausgezeichneten Orientierungssinn, mit dem sie nicht nur ihr Zuhause wiederfinden, sondern sich sogar in unseren verworrenen Bahnhöfen zurechtfinden.
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DER STEINKAUZ
Athene noctua
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| Größe: | ca. 21–27,5 cm |
| Gewicht: | ca. 140–250 g |
| Stimme: | jaulend „kau“ oder abfallend „ki-jo“; balzt laut „kjuuuh-ik“ |
| Bei uns zu sehen: | ganzjährig |
Merkmale:
Der Steinkauz ist eine kleine Eule, nur etwa so groß wie eine Amsel, aber viel massiger und gedrungener als diese. Sein Kopf ist groß und breit, sein Schwanz kurz und seine Beine sind kräftig und lang. Besonders auffällig sind seine gelben Augen, über dem ein weißer Überaugenstreif den Eindruck erweckt, er hätte Augenbrauen. Der Steinkauz ist oberseits braun mit großen weißen Tropfen. Der Bauch ist heller und zeigt eine bräunliche Strichelung.
Wissenswertes:
Anders als viele andere Eulen, ist der Steinkauz auch tagsüber im Wellenflug unterwegs. Er sitzt dann auch gern auf freien Warten wie Zaunpfählen und Masten, um die Sonne zu genießen. Er ist in offenen Landschaften zu Hause und nutzt Kopfweiden, alte Obstbäume und Ställe als Brutplatz.
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