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Das Fundament der Ewigkeit - Ein Ken Follett Spiel

Spiel
Michael Rieneck
NEU
Kundenbewertung

39,99 €

inkl. MwSt. zzgl. Versand

  • Ken Follett – Der Bestseller-Autor mit 160 Mio. verkauften Büchern
  • Das Strategische Familienspiel
  • Das Spiel zum Bestsellerroman
  • In der Welt von Kingsbridge leben und handeln
Alter: ab 12 Jahren
Spieldauer: 90 Min.
Anzahl der Spieler: 2 - 4
298x298x74mm (LxBxH)
EAN: 4002051692650
Art.-Nr.: 69265

Europa zur Regierungszeit von Elisabeth I. Die mächtigen Länder England, Frankreich, Spanien und die Niederlande stecken mitten in den aufkommenden Konflikten zwischen den verschiedenen Konfessionen. Katholiken und Protestanten streiten gleichermaßen um Macht und Einfluss in den Ländern. Mittendrin in dieser politisch instabilen Lage agieren die Spieler als Angehörige einflussreicher Familien. Wer in allen vier Ländern seinen Einfluss stärken will, muss zuverlässige Verbindungen zu wichtigen Personen der Gesellschaft knüpfen. Ständig kommt es zur Machtprobe in den Ländern und nicht selten werden diejenigen, die dann mit der unterlegenen Konfession sympathisieren, aus dem Land vertrieben. Wer nutzt die wechselnden Machtverhältnisse in Europa am besten für sich aus?

Inhalt: 1 Spielplan, 24 Würfel, 80 Spielkarten, 28 Vorteilsplättchen, 16 Schutzplättchen, 16 Handelshäuser, 30 Religionssteine, 56 Warenplättchen, 2 Konffliktfackeln, 4 Siegpunktscheiben, 4 Aktionsscheiben, 1 Startspielerzeichen, 4 Abdeckkreuze, 1 Spielregel

ACHTUNG! Für Kinder unter 3 Jahren nicht geeignet. Erstickungsgefahr, da kleine Teile verschluckt oder eingeatmet werden können.

Bewertungen (29)


SLovesBooks
Entwickelt sich nach ein paar Runden zu einem tollen Spiel
06.11.2017

Als Kenner der Buchreihe ist es ein wahrer Genuss die Spielkarten mit den Personen und auch die restlichen Spielsteine anzusehen. Das Buch wurde wirklich toll in eine Spielidee umgesetzt. Man hat das Gefühl, die Entwickler haben an alles gedacht. Zentrale Themen wie Religionskriege, inneneuropäischer Handel und wichtige Personen sowohl historische als auch nur aus dem Buch stammende sind übernommen worden. Bezüglich der Spielidee verteile ich die volle Punktzahl.

Der Aufbau war leicht und hat gut geklappt. Alle Spielteile waren vorhanden. Die Anleitung ist relativ lang. Hier muss ich ein wenig Kritik üben. Es dauert recht lange bis man erst mal ans Spielen kommt, weil Anleitung und das Spielen an sich relativ komplex sind. Es ist somit kein Spiel, was man einfach mal eben rausholt, wenn man Besuch von Freunden hat, um einen schönen Abend zu verbringen. Auch, als ich es schon zwei mal gespielt hatte, dauerte das Erklären noch recht lange und es hat einfach Zeit beansprucht bis man erst mal zum Spielen kam. Ich, als Spielfreund, mag komplexe Spiele, die auch den Kopf fordern. Ich muss es aber immer wieder beobachten, dass die verschiedensten Mitspieler einfach nicht so viel Zeit aufbringen wollen bis es los geht. Während des Spiels gab es immer wieder Stellen, bei denen wir trotz intensivem Lesen der Regeln vor Spielbeginn wieder darauf zurückgreifen mussten.

Wenn man das Speil mit 4 Spielern spielt dauern die Spielzüge recht lang und fordern einiges an Geduld. Es hätte uns noch besser gefallen, wenn zwischen den Spielern mehr Austausch stattgefunden hätte. So war es etwas einseitig, denn jeder versucht sein eigenes Handelsimperium aufzubauen.

Trotzdem macht es auch viel Spaß. Es ist eine Mischung us Taktik und Glück. Man kann nicht alles beeinflussen und muss sich auch mal überraschen lassen.

Umso öfter ich das Spiel gespielt habe, umso besser gefällt es mir. Man muss nicht mehr so oft über die Regeln nachdenken und kann sich mehr auf Religionskriege usw. konzentrieren.

Schade ist, dass es nur bis maximal vier Spieler funktioniert. Denn vier ist gerade in meinem Freundeskreis eine schlechte Zahl. Oftmals sind wir zu fünft, sodass man dieses Spiel nicht spielen kann. Eine Erweiterung wäre echt cool, aber auch meckern auf hohem Niveau.

Insgesamt mag ich das Spiel. Jedoch braucht man Übung bis es wirklich gut klappt und man auch alle taktischen Möglichkeiten ausschöpfen kann. Ich würde das Spiel eher für fortgeschrittene Spieler empfehlen, weil es recht komplex ist, gerade am Anfang. Aber jeder Ken Follett Fan wird hier auf seine Kosten kommen. Es ist zu empfehlen für Liebhaber der Spiele „Catan“, „Risiko“ oder „Andor“.


Mareike91
Katholiken gegen Protestanten
05.11.2017

Bei "Das Fundament der Ewigkeit" handelt es sich um das Spiel zum gleichnamigen historischen Roman von Ken Follett.

Spielidee:
Europa im 16. Jahrhundert. In England, Spanien, Niederlande und Frankreich herrscht ein Machtkampf zwischen Protestanten und Katholiken. Die Spieler, die verschiedenen Konfessionen angehören, buhlen um Einfluss und Macht in den verschiedenen Ländern. Kontakte zu einflussreichen Personen zu knüpfen ist ebenso wichtig, wie Handelshäuser zu errichten und Waren zu verkaufen. Doch Vorsicht: immer wieder kommt es zu Religionskonflikten in den verschiedenen Ländern. Während die Angehörigen der stärkeren Konfession siegreich und gestärkt aus dem Konflikt hervorgehen, drohen den unterlegenen hingegen Vertreibung...

Spielaufbau:
Der Spielplan ist schön gestaltet, ebenso wie die Spielfiguren aus Holz, was mir persönlich sehr viel besser als Plastik gefällt. Die Karten, sowohl was die Ereignisse als auch die Personen betrifft, haben mir besonders gefallen. Hier hat man wirklich das Gefühl, dass das Spiel auf wahren Gegebenheiten beruht.

Spielerlebnis:
Das Spiel ist ein komplexes Strategiespiel mit umfangreichen Regeln. Daher dauert es seine Zeit, bis man alle Regeln begreift und vorallem auch im Spielverlauf berücksichtigt. Man sollte sich am Anfang auf jeden Fall genug Zeit und Geduld zum Einspielen nehmen.
Es gibt über die Grundregeln hinaus noch viele kleine Raffinessen, die den Ablauf auch nach mehreren Runden noch sehr spannend und abwechslungsreich machen und auch taktische Züge erlaubt.
Größter Kritikpunkt ist meiner Meinung nach die fehlende Interaktion zwischen den Spielern. Es gibt keinen Handel untereinander und auch sonst spielt eigentlich jeder mehr oder weniger für sich.

Fazit:
Ein spannendes, sehr komplexes Spiel mit interessantem und sehr ansprechend verpacktem historischen Hintergrund, das auch nach mehrmaligem Spielen nicht langweilig wird.


coffee2stay
Strategie und Glück: Spielspaß für Geduldige
05.11.2017

„Das Fundament der Ewigkeit“ ist ein relativ komplexes Strategiespiel. Es gibt sehr viel Spielmaterial und Spieler, die das erste Mal das Spiel angehen, brauchen viel Geduld. Die Regeln sind anfangs ziemlich komplex, nach dem zweiten Spiel wurden wir besser. Einer unsere Mitspieler hat eine Rot-Grün-Sehschwäche. Ihm fiel es teilweise schwer, die Spielsteine auseinander zu halten. Wir alle hatten bei beginnender Dämmerung Probleme dabei, den braunen vom violetten Würfel zu unterscheiden.

Worum geht es?

England, 1558. Die fiktive, von Ken Follett geschaffene, Kathedrale von Kingsbridge („Die Säulen der Erde“) nimmt einen Großteil des Spielplans ein. Zusätzlich finden wir die Orte Paris, Antwerpen und Sevilla. Auf dem europäischen Kontinent toben Konflikte zwischen Katholiken und Protestanten.

Wie wird gespielt?

Jede Spielrunde ist ein Jahr, das wiederum in zwei Halbjahre geteilt ist. Der Startspieler beginnt das erste Halbjahr, alle Spieler folgen im Uhrzeigersinn. Dann beginnt der Startspieler das zweite Halbjahr. Damit wir uns merken können, in welchem Halbjahr wir uns gerade befinden, haben wir jeweils eine Übersichtskarte vor uns liegen. Auch wenn ich nur mit zwei anderen Mitspielern gespielt habe, fand ich das wirklich hilfreich. Das erste Halbjahr dient dazu, Aktionen der Personen zu nutzen (Waren oder Vorteilsplättchen zu sammeln).

Im zweiten Halbjahr werden mit den Personenkarten (opportunistische) Verbindungen zu neuen Personen aufgebaut und die damit verbundenen Aktionen durchgeführt. Er legt den Religionsstein und kann so vielleicht seine Vorherrschaft ausbauen – oder es gibt einen Religionskonflikt (hier kommt die Fackel ins Spiel), bei dem bisherige wirtschaftliche Vorteile verloren werden und die Herrscher mit der Religionsmehrheit profitieren.
Dann folgt der zweite Teil des zweiten Halbjahrs – die Aktionsleiste. Hier werden Aktionen sofort durchgeführt. Hier können Waren erhalten oder verkauft werden, Religionen ausgetauscht werden, um Mehrheiten zu erhalten oder zu verhindern oder Siegpunkte erhalten werden, um auf der Leiste der Siegpunkte vorzurücken.
Das Spiel endet, wenn ein Spieler 50 Siegpunkte erreicht hat – das hat bei uns aber keine 90 Minuten gedauert.

Das Spiel ist mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet. Das fiel mir beim Spielplan und den Personenkarten sofort auf. Ich fand sehr unterhaltsam, dass der Spieler beginnt, der zuletzt in einer Kirche war. Das fand ich großartig (nicht nur, weil ich es war) – immerhin geht es im Spiel um Konfessionskonflikte. Außerdem gefiel mir sehr gut, dass das erste Kapitel des Romans „Das Fundament der Ewigkeit“ dem Spiel beigelegt ist. Die Geschichte wird für das Spiel nicht benötigt, aber so wird aus meiner Sicht ein Spiel zum Buch perfekt abgerundet.

Was könnte besser sein?

Ich fand es trotz der Übersichtskarten nicht ganz einfach, mich zu erinnern, in welchem Halbjahr wir gerade spielen. Die Farben der Würfel sind nicht ganz einfach auseinander zu halten. Sowohl bei Rot-Grün-Sehschwäche als auch wenn das Licht ein bisschen gedimmt ist – und wer will schon bei voller OP-Saal-Beleuchtung spielen?

Die Regeln sind sehr umfangreich. Mit etwas Routine wird das deutlich verständlicher, dennoch haben wir auch während des Spiels immer wieder nachgeschlagen.

Fazit: Wer könnte an dem Spiel Spaß haben?

Mich hat „Das Fundament der Ewigkeit“ ein bisschen an die Siedler von Catan erinnert. Auch hier muss der Spieler strategisch vorgehen und etliche Spielzüge im Voraus denken. Die Handelshäuser brachten einen Hauch von Monopoly-Atmosphäre ins Spiel.

Man sollte auf jeden Fall etwas Geduld mitbringen, denn die Erklärungen und Regeln sind 11 Din A4-Seiten lang. Nach dem ersten oder zweiten Spiel wird alles logischer und wir haben begonnen, zu überlegen, mit welcher Strategie man relativ sicher gewinnen könnte.

Es ist zwar ein Strategiespiel, aber es ist so aufgebaut, dass man durchaus auch ein Quäntchen Glück braucht, um zu gewinnen.


Lunas Leseecke
Komplexes Spiel mit viel Spielspaß nach Startschwierigkeiten
04.11.2017

Spielerezension „Das Fundament der Ewigkeit“

„Das Fundament der Ewigkeit“ ist ein Spiel von Michael Rieneck, nach dem gleichnamigen Buch von Ken Follett. Es ist ab 12 Jahren und mit 2-4 Spielern in etwa 90 Minuten spielbar.


Beschreibung
Europa zur Regierungszeit von Elisabeth I. Die mächtigen Länder England, Frankreich, Spanien und die Niederlande stecken mitten in den aufkommenden Konflikten zwischen den verschiedenen Konfessionen. Katholiken und Protestanten streiten gleichermaßen um Macht und Einfluss in den Ländern.

Mittendrin in dieser politisch instabilen Lage agieren die Spieler als Angehörige einflussreicher Familien. Wer in allen vier Ländern seinen Einfluss stärken will, muss zuverlässige Verbindungen zu wichtigen Personen der Gesellschaft knüpfen. Ständig kommt es zur Machtprobe in den Ländern und nicht selten werden diejenigen, die dann mit der unterlegenen Konfession sympathisieren, aus dem Land vertrieben.
Wer nutzt die wechselnden Machtverhältnisse in Europa am besten für sich aus?

Die Verarbeitung

Bereits auf den ersten Blick zeigt sich, dass das Spiel sehr hochwertig verarbeitet ist. Die Rohstoffplättchen werden zunächst aus einer sehr stabilen Pappe herausgelöst. Die Oberflächen wirken recht unempfindlich und wenn man sie schnell abwischt, überstehen sie auch den ein oder anderen Tropfen Flüssigkeit sehr gut.
Gefallen hat mir außerdem, dass die Häuschen und Spielsteine aus Holz sind, und einen guten Eindruck machen.
Was mich an der Verarbeitung vor allem gestört hat, ist die Farbwahl für die Würfel. Jeder Würfel hat eine andere Farbe und steht für ein anderes Land, den Glauben, oder dient als Joker. Allerdings sehen sich der braune Würfel (Spanien) und der lila Jokerwürfel vor allem bei künstlichem Licht zum Verwechseln ähnlich, was im Spielgeschehen zu Problemen führen kann, da auch Aktionsmöglichkeiten an den Würfelfarben hängen.

Das Spielgeschehen

Und diese Berschreibung trifft das Spiel ganz gut. Als Spieler versucht man, seine Handelsbeziehungen zu jedem der Länder zu stärken, und muss dabei immer darauf achten, bei örtlichen Glaubenskonflikten nicht den Kürzeren zu ziehen. Die Spielrunden erfolgen in Halbjahren, wobei die Handlungsabläufe im 1. Und 2. Halbjahr sich jeweils unterscheiden.

Bevor man in das Spiel einsteigen kann, muss man erstmal die recht umfangreichen Regeln lesen. Ich empfehle, dies nicht erst zu tun, wenn man loslegen möchte, sondern schon vorher, da es doch recht viel Zeit in Anspruch nimmt. Danach kann man das Spiel aufbauen und sich für die ersten Runden einigermaßen an den Karten und den Beispielen in der Anleitung entlang hangeln. Am Anfang mussten wir die Regeln auch noch häufig zur Hand nehmen und auch mal in ein Tutorial schauen. Bei den Regeln besteht ein bisschen Nachbesserungsbedarf. Sobald man aber Routine bekommt, entwickelt sich eine sehr schöne Spieldynamik und alles geht recht zügig und auch die Spielzeit von ca. 90 Minuten kam bei einem Spiel mit 4 Personen sehr gut hin. Zu zweit ist man allerdings um einiges schneller.

Insgesamt ist das Spiel eine ganz gute Mischung aus Strategie und Glück. Mit einem guten Überblick über die eigenen Handlungsmöglichkeiten und die Regeln kann man schon viel erreichen, aber ganz ohne Glück geht es eben auch nicht. Und der Spieler, der das Ende des Spielt einläutet, geht nicht immer unbedingt als Sieger aus dem Spiel hervor, sodass der Ausgang überraschend sein kann. Ich würde sagen, um so öfter man das Spiel spielt, auch mit Mitspielern, die das Spiel schon kennen, desto größer ist der Spielspaß, da alle Möglichkeiten des Spiels strategisch optimal ausgereizt werden können. Die beste Spieldynamik kommt außerdem mit möglichst vielen Spielern, also vier, zustande. Zu zweit macht es zwar auch Spaß, ist aber weniger reizvoll.

Ein weiteren Kritikpunkt hätte ich auch noch: es gibt sogenannte Vorteilsplättchen, die man Sammeln kann. Ich habe es vielleicht in den Regeln einfach überlesen, aber ich weiß beim besten Willen nicht, wann ich diese Plättchen im Spielverlauf einsetzten darf, wenn sie Aktionen ermöglichen, und nicht erst nach Spielende abgerechnet werden. Da lange Anleitung macht es außerdem nicht gerade einfach, nach bestimmten Fragestellungen zu suchen.

Fazit
Alles in allem ist „Das Fundament derEwigkeit“ ein hochwertig verarbeitetes und komplexes Spiel, das mit zunehmender Spielhäufigkeit immer mehr Spaß macht. Denn erst nach ein paar Runden kann man die Komplexität der Möglichkeiten optimal ausnutzen, um seine Gegner zu schlagen.


Humpi
Tolles Design und spannende Spielidee!
04.11.2017

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

"Das Fundament der Ewigkeit" ist das Spiel zum dritten Band von Ken Folletts Kingsbridge-Saga. Doch das heißt längst nicht, dass dieses Spiel nur etwas für die Fans von Ken Folletts Büchern ist! Ab 12 Jahren und für maximal 2-4 Spieler verspricht dieses Brettspiel Spaß für die ganze Familie!

*Design des Spiels:*
Das gesamte Spiel ist sehr hochwertig und mit viel Liebe zum Detail gestaltet worden. Vor allem das Spielbrett hat es mir angetan, da die Farbgestaltung unglaublich schön und angenehm ist. Man fühlt sich aufgrund der Brauntöne und der toll illustrierten Gebäude und Landschaften irgendwie direkt in das 16. Jahrhundert zurückversetzt. Die Idee, die Siegpunktleiste direkt in das Spielbrett einzubauen, finde ich sehr gut. So hat man nicht noch ein zweites Feld, um die Punkte der einzelnen Mitspieler/-innen zu zählen.
Abgesehen vom Spielfeld sind auch die restlichen Bestandteile des Spiels mit sehr viel Liebe zum Detail illustriert worden. Die Personen- und Ereigniskarten sind allesamt sehr schön, vor allem auch die Rückseiten. Toll ist auch, dass einige Teile aus Holz gefertigt sind, beispielsweise die Religionssteine und die Handelshäuser. Das lässt diese Teile sehr hochwertig wirken und sorgt sicherlich auch dafür, dass man lange ohne Abnutzungsspuren damit spielen kann!
Insgesamt also ein tolles Spielmaterial, das passend zum 16. Jahrhundert und mit vielen Details designt wurde. Einziges Manko ist, dass man die Farben der Würfel bei nicht so optimalen Lichtverhältnissen nur schwer auseinanderhalten kann.

*Spielanleitung:*
Die Spielanleitung umfasst insgesamt 11 Seiten und beim Lesen wird einem schnell klar, dass es ein paar Runden braucht, bis man dieses Spiel wirklich routiniert und regelfest spielen kann. Da wir in unserer Spielerunde aber sehr gerne etwas komplexere Spiele spielen, hat es uns nichts ausgemacht, dass man nicht gleich "drauflosspielen" kann, sondern schon eine gewisse Zeit für das Lesen und Verstehen der Anleitung benötigt.
Diese ist übersichtlich gestaltet und gut zu verstehen. An einigen Stellen sind Beispiele eingefügt, die das Verständnis erleichtern. Hilfreich sind auch die Bilder, die einige Regeln noch einmal verdeutlichen.
Auch bei der zweiten und dritten Spielrunde mussten wir während des Spielens immer mal wieder Dinge nachlesen, doch mittlerweile ist ein angenehmer Spielfluss entstanden.

*Spielverlauf:*
Bei den ersten Spielrunden waren wir jedes Mal zu viert und haben somit mit der maximalen Anzahl an Personen gespielt. Als wir einmal im Spielfluss waren, hatten wir sehr viel Spaß und mit der Zeit wurde man auch geübter, was das taktische Vorgehen angeht.
Die Übersichtskarte war im Spiel sehr hilfreich, da man sich quasi an dieser "entlang hangeln" konnte.

Besonders interessant fanden wir die Religionskonflikte, da dies einfach mal etwas ganz Neues ist. Handeln kann man in vielen Brettspielen, seine Religion wechseln und dadurch taktisch vorgehen und auch Siegpunkte erreichen jedoch nicht!
Spannend ist auch die Tatsache, dass derjenige Spieler, der als erstes 50 Siegpunkte erreicht hat, lediglich das Spielende einleitet, d.h. alle Spieler dürfen zunächst noch das Jahr zu Ende spielen und haben somit die Chance, den anderen noch zu übertrumpfen. Eine wirklich gute Idee!

Ich habe das Spiel jedoch jetzt auch einmal zu zweit ausgetestet und war von dieser Variante etwas enttäuscht. Wie bei vielen anderen Brettspielen auch macht es mit mehr Leuten einfach viel mehr Spaß, da mehr taktisches Vorgehen gefordert ist und auch viel mehr Spannung entsteht.

*Fazit:*
Ein tolles Spiel, das vor allem durch sein Design und die Wertigkeit der Spielbestandteile überzeugt! Auch die eigentliche Spielidee konnte unsere Spieletruppe überzeugen! Man sollte jedoch eine gewisse Zeit für das Lesen sowie Verstehen der Anleitung einplanen und mindestens zu dritt spielen.
Grundsätzlich würde ich "Das Fundament der Ewigkeit" auch nur Spielern empfehlen, die etwas geübt sind und gern komplexere Spiele spielen. Für Leute, die eher zu einfach und schnell verstehbaren Regeln tendieren, wird die Phase vom ersten Auspacken bis zum routinierten Spielablauf zu lange dauern.


Martina Suhr
Sehr gut für erfahrene Spieler
02.11.2017

Gesamteindruck:
Ich liebe Ken Follett und war natürlich extrem neugierig, wie der dritte Teil der Kingsbridge Saga als Spiel funktioniert.

Optik:
Das Spiel ist eine wahre Augenweide. Wundervolle und sehr detailreiche Zeichnungen werten das Spiel ebenso auf wie die hochwertigen Spielsteine aus Holz. Das Spielbrett ist wirklich gelungen.
Schwachstellen:
- das Lila und Braun der Würfel ist bei schlechten Lichtverhältnissen etwas schwer auseinaderzuhalten
- auf den matten Spielkarten sieht man jeden fettigen Fingerabdruck und bei häufigem Gebrauch könnten sie sich sehr leicht abgreifen (allerdings müsste man es dafür wohl sehr exzessiv spielen)

Spielverlauf:
Ich muss gestehen, dass die Spielanleitung für den ein oder anderen zu Verwirrungen führen könnte.
Wir haben zuerst versucht nur nach Anleitung zu spielen, was sich aber als sehr schwierig herausstellte, da wir keine Ahnung hatten, wie das ganze ablaufen sollte. Irgendwann haben wir uns dann eine Video-Spielanleitung herausgesucht und uns daran orientiert und festgestellt, dass das Spiel mehr Sinn macht, wenn man auf der Übersichtskarte zuerst das 2. Halbjahr und dann das 1. Halbjahr spielt (scheinbar vertauscht worden).
Nachdem wir uns mal in das Regelwerk eingefuchst hatten (Spielanleitung lag dennoch immer griffbereit), kam nach und nach doch Spielfreude auf. Wir haben das Brettspiel mit zwei, drei und vier Spielern getestet und festgestellt, dass mehr Spieler in diesem Fall auch mehr Spaß bedeuten, da sie die Dynamik des ganzen Spiels beeinflusst und man viel mehr auf Strategie spielen muss, als wenn man nur zu zweit spielt.
Besonders gut hat mir gefallen, wie nah das Spiel am Buch ist – sowohl bei den Aktionskarten als auch den Figuren.
Schwachstellen:
- Regeln sind recht komplex und sollten vorbereitet werden, weil man sonst zu viel Zeit mit der Anleitung verbringt.
- Vertauschte Halbjahre auf den Übersichtskarten und kleinere Schreibfehler in der Anleitung (ist jetzt aber gemonke).

Mein Fazit:
Ein schönes, aber sehr anspruchsvolles Spiel, bei dem erfahrene Spieler definitiv im Vorteil sind. Als wir endlich die Regeln einigermaßen verstanden hatten, machte es uns wirklich Spaß und eine Spielrunde jagte die nächste.
Kompliziert wurde es dann nur, wenn neue Spieler dazu kamen, denn denen musste man das doch recht umfangreiche Regelwerk erst näherbringen.
Dennoch, wenn man es erst mal verstanden hat, ist es ein wirklich tolles Strategiespiel, das wirklich Spaß macht und einen in eine tolle Szenerie entführt.



Kristina Asbeck
Konflikte erwünscht
01.11.2017

Nachdem wir das Spiel nun ausgiebig getestet haben, hier meine Meinung dazu:

Zuerst einmal überzeugt das Spiel schon auf den ersten Blick mit seinem hochwertigen Spielmaterial und dem toll gestalteten Spielfeld. Da wir das aber von Kosmos auch so gewohnt sind, war das keine große Überraschung. Es gibt eine Menge an Spielmaterial, da muss man wohl erst mal schauen, dass man vorsortiert, aber den Überblick hat man recht schnell.

Wir haben in unterschiedlichen Konstellationen von 2-4 Spielern gespielt, um da auch mal die Unterschiede im Spielablauf beobachten zu können.

Zunächst einmal ist das Regelwerk sehr komplex, weswegen wir in den ersten Spielrunden immer die Anleitung zur Hand hatten. Das eine oder andere muss man dann doch nachschlagen. Daher hat unsere Anleitung sehr gelitten - eine Kurzanleitung auf einer Pappkarte, auf der auch die Bedeutungen der Symbole der Aktionsleiste erklärt sind, wäre hier toll gewesen, da es den Einstieg sehr erleichtert hätte.

Gespielt wird in zwei Halbjahren, d.h. eine Runde entspricht einem Jahr. Im ersten Halbjahr spielt jeder Spieler die Karten seiner verbundenen Personen aus, anschließend im zweiten Halbjahr sind weitere Aktionen, wie z.B.Handel möglich. Interessant wird die Sache dadurch, dass zu bestimmten Zeitpunkten ein Konfessionswechsel möglich ist, aber auch die Verbindung zu bestimmten Personen abgelaufen ist. D.h. man muss sich immer neu auf das Spiel einstellen und hin und wieder seine Taktik ändern.

Wenn man die ersten ein oder zwei Runden gespielt hat, sitzen die Grundregeln soweit, dass man auch unterschiedliche Spieltaktiken ausprobieren kann. Am interessantesten wird das Spiel allerdings erst durch das regelmäßige Auslösen von Religionskonflikten, da man dabei entweder reichlich Siegpunkte gewinnen kann, aber u.U. auch Handelshäuser verlieren kann.

Was mir besonders gefällt, ist dass das Spiel zwar vorbei ist, sobald ein Spieler 50 Siegpunkte erreicht hat - aber dieser Spieler nicht zwangsweise der Sieger ist. Sind 50 Punkte erreicht, wird das Jahr noch zu Ende gespielt. Anschließend werden Siegpunkte berechnet. So gibt es z.B. für Handelshäuser oder Schutzplättchen zusätzliche Siegpunkte, so dass das Spielergebnis manchmal doch sehr überraschend ausfällt.

Insgesamt hat uns das Spiel sehr gut gefallen, da man doch ziemlich viel nachdenken muss. Hin und wieder hängt der Sieg von Glück ab, meist ist es aber doch Taktik und vorausschauendes Spielen, welches einem viele Siegpunkte einbringt. Es macht schon Unterschiede, ob die Mitspieler eher kooperierend spielen oder lieber die anderen sabotieren, daher kann sich jede Spielrunde anders entwickeln. Mit mehr Spielern macht das Spiel definitiv den meisten Spaß, da einfach mehr Bewegung ins Spiel kommt. Zu zweit kommt man sich selten ins Gehege, so dass dem Spiel schon mal die Spannung verloren geht.

Was mir allerdings weniger gut gefallen hat, ist dass es ziemlich lange dauert, neuen Mitspielern das Spiel zu erklären. An unserem Spieleabend vor kurzem hat es fast eine ganze Stunde gedauert, bis unsere Mitspieler vollkommen verstanden haben, wie die Regeln genau funktionieren. Für wechselnde Mitspieler ist dieses Spiel daher nicht so optimal, bei gleichbleibenden Mitspielern hingegen kann man das Spiel gut spielen.

Insgesamt vergebe ich daher 4 Sterne für dieses Spiel!






Leuchtturmwaerterin
Ein tolles Spiel für schöne Spieleabende.
01.11.2017

Das Spiel basiert auf dem gleichnamigen Roman von Ken Folltett und ist bereits das dritte Brettspiel der Reihe.
Optisch ist es mit viel Liebe zum Detail ausgestattet worden. Das Brett hat viele tolle Motive, die einzelnen Städte sind an ihren Kirchen wiederzuerkennen. Allerdings hätte das Brett auch etwas kleiner sein können, da es viel Freifläche gibt, die zwar hübsch bemalt ist, die aber irrelevant fürs Spiel ist.
Auch die Karten sind wunderschön.
Die Spielfiguren und Würfel sind aus Holz, was einen hochwertigen Eindruck macht. Außerdem gibt es Pappblättchen, die sehr schöne Motive haben.

Eindruck beim Spiel:
Gespielt haben wir es zu zweit, damit wir es schon mal kennenlernen konnten, bevor wir es beim nächsten Spieleabend gemeinsam mit Freunden spielen wollen.
Zu Beginn haben wir versucht die Regeln per Anleitung zu verstehen, was wir recht schnell aufgegeben haben. Stattdessen haben wir uns das Spiel über ein Youtube-Video erklären lassen, was super funktioniert hat. Wir haben es auf Anhieb verstanden und konnten danach gleich loslegen mit der ersten Runde. So sind wir auch gleich auf die Sonderregelung bei 2 Spielern aufmerksam gemacht worden.
Allerdings hatten wir zu Beginn etwas Probleme die zwei Halbjahre komplett durchzuziehen und nichts zu vergessen.
Zu zweit kommt leider nicht so viel Action auf wie erhofft. Und zu Anfang kann man nur wenig taktieren, weil man damit beschäftigt ist an alle Spielzüge und Aktionen zu denken. Man muss doch erst mit allen Zügen und Symbolen vertraut sein, um wirklichen Spielspaß zu erleben.
Doch bereits beim zweiten Anlauf lief das Spiel deutlich flüssiger und es begann dann auch schon richtig Spaß zu machen.
Ich denke mit 4 Spielern wird es aber noch um einiges kniffliger und man kann es taktischer spielen als zu zweit.

Fazit:
Eine tolle Idee, Spiele zu Romanen zu entwickeln. Dieses Brettspiel ist hochwertig verarbeitet und im Konzept nicht zu anspruchsvoll. Die Idee mit der Konfessionsmehrheit in einer Stadt macht das Spiel spritziger und so kann man seinen Mitspielern auch mal eins auswischen.
Alles in allem ein solides Brettspiel, was sein Potential erst bei mehr als zwei Spielern so richtig entfaltet. Von mir gibt es daher 4 von 5 Sternen. Ich freue mich schon auf unseren Spieleabend.


Tom_Read4u
Sei bereit für den Kampf der Konfessionen – ein spannendes Brettspiel für Strategen und Taktiker für 2 – 4 Spieler ab 12 Jahren
31.10.2017

Sei bereit für den Kampf der Konfessionen – ein spannendes Brettspiel für Strategen und Taktiker für 2 – 4 Spieler ab 12 Jahren

4 von 5 Sternen für das neuste Werk aus dem Kosmos Verlag zu Ken Folletts gleichnamigen neuem Bestseller „Das Fundament der Ewigkeit“.

Szenario:
Europa um 1560. Die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge wacht über die Stadt, doch halb Europa ist zutiefst gespalten. Katholiken und Protestanten ringen um die Vorherrschaft. England, Spanien, Frankreich und die Niederlande streiten um Macht und Einfluss und in dieser politisch schwierigen Zeit ist es deine Aufgabe als Mitglied bedeutender Familien den Einfluss zu vergrößern. Hierzu werden zeitweise Verbindungen zu wichtigen Personen der europäischen Gesellschaft geknüpft und in strategisch wichtigen Städte Handelshäuser errichtet, um Waren zu verkaufen. Doch ständig kommt es in den einzelnen Ländern zu Machtproben. Gehörst du der unterlegenen Konfession an, wirst du aus dem Land vertrieben. Daher sei wachsam, beeinflusse die Stimmung oder wechsle rechtzeitig deine eigene Konfession, denn allein das kann über Sieg oder Niederlage entscheiden.

Spielaufbau-/gestaltung:
Das Spielbrett ist ebenso wie die Spielkarten und die Warenplättchen, etc. liebevoll, schön und hochwertig gestaltet und verbreitet hervorragend den Charme der Zeit um 1560. Die Spielsteine und Würfel sind aus Holz und farblich gut unterscheidbar. Der Spielaufbau ist in wenigen Minuten erledigt und dann kann es auch schon gleich losgehen.

Spielanleitung:
Mit fast 12 Seiten ist die knappe DIN A4 große Spieleanleitung recht überschaubar und gut gegliedert. Die Erläuterungen zur Spielvorbereitung, Spielplan, Spielablauf, etc. sind sowohl in Wort als auch in Bild hervorragend beschrieben und markante Worte dick hervorgehoben. Der Spielablauf ist sehr gut und klar strukturiert dargestellt und wird mit einem Beispiel stets auch bildhaft nochmals erläutert. Es ist, wie bei vielen anderen Spielen auch, unbedingt ratsam vor dem ersten Spielen die Anleitung einmal komplett durchzulesen und sich mit den Begrifflichkeiten vertraut zu machen.

Spielerlebnis:
Zu Beginn des Spiels bekommt jeder Spieler eine Übersichtskarte auf der der Ablauf jedes einzelnen „Spieljahres“ steht, denn die jeweiligen „Spieljahre“ teilen sich in ein 1. und ein 2. Halbjahr. Beide Halbjahre verlangen von den Spielern verschiede Aktionen, um Siegpunkte zu erreichen und so letztendlich auf die 50 Siegpunkte zu kommen. Bevor es aber nun losgehen kann, entscheidet, dass Glück, ob man als Katholik oder Protestant startet, kann jedoch während des Spiels immer wieder geändert werden. Mit dem Satz von sechs farbigen Würfeln werden nun anschließend die möglichen Aktionen bzw. die Dauer der Aktionen erwürfelt. So hat jede der 6 Würfelfarbe eine andere Bedeutung und die Zahl auf dem Würfel gibt an, wie viele „Spieljahre“ die dann ausgewählte Aktion vorhanden ist. Je nach Würfelfarbe wird vom entsprechenden Kartenstapel mit verschiedenen Personen samt unterschiedlichen Fähigkeiten die oberste Karte ausgesucht und für eine gewisse Dauer die Fähigkeit dieser gezogenen Person genutzt. So können z.B. zusätzliche Siegpunkte durch Handel, etc. gewonnen werden, womit der Sieg ein Stückchen näher rückt. Aber auch neben den Personen, spielt der Handel mit Waren eine wichtige Rolle um die benötigten Siegpunkte zu erspielen. Doch nicht immer ist der Handel das alleinige Mittel der Wahl, sodass es auch sinnvoll ist, sein Augenmerk auf mögliche Religionskonflikte zu legen und durch die Wahl der richtigen Konfession Punkte abzustauben. Da sich das Spiel im Laufe der Zeit stets durch die gezogenen Karten der Mitspieler mitentwickelt, sollte man als Spieler ebenso wachsam wie auch experimentierfreudig sein und hier und da seine Strategie der aktuellen Spielsituation anpassen. Wird nämlich eine Personenkarte genommen, setzt der Spieler neben seinem Handelshaus auch noch den zugehörigen Religionsstein der gezogenen Person dort ab. Sobald sich vier Religionssteine in einem Ort befinden, kommt es zum bereits erwähnten Religionskonflikt, was je nach aktueller Zugehörigkeit des Spielers zu einem Punktgewinn oder zum Verlust des Handelshauses führt, mit natürlich weitreichenden Folgen.

Fazit:
Nach etwas längerem Einlesen und Nachlesen während der ersten 1-2 Spielerunden, ist spätestens ab der 3. Spielerunde soweit alles verinnerlicht, dass man weiß, was zu tun ist. Trotz des relativ hohen Glücksfaktors, d.h. welche Zahlen werden gewürfelt bzw. welche Personenkarten werden aufgedeckt, ist das Spiel doch sehr stark von der jeweiligen Taktik/Strategie der einzelnen Spieler geprägt. Durch die unterschiedlichen Fähigkeiten der gezogenen Personen, kann sich das Spiel jederzeit noch in eine andere Richtung bewegen, sodass man auch schnell mal seine gewählte Strategie über Bord werfen und sich möglichst schnell der neuen Situation anpassen muss. Schade, dass das Spiel nur 4 Spieler als maximale Anzahl vorsieht und dass keine Interaktion zwischen den Spielern vorgesehen ist, was, meiner Meinung nach, nochmals zusätzliches Spannungspotenzial geliefert hätte. Trotzdem bleibt das Spiel während einer Spieldauer von knapp 90min immer spannend und unterhaltsam und hat einen hohen Wiederspielwert. Nach insgesamt 4 Spielrunden im Kreise der Familie bzw. mit Freunden, haben stets unterschiedliche Spielkonzepte am Ende den Sieg gebracht, mal war es die Handelstaktik, mal die Religionskonflikte, die das Spiel entschieden, oder die gezogenen Personenkarten entschieden über Sieg bzw. Niederlage. Ein gelungenes Spiel, das uns allen viel Spaß gemacht hatte und kurzweilig trotz recht anspruchsvoller Anleitung war. Aus diesem Grund gebe ich dem Spiel 4 von 5 Sternen.


Wencke
Ein strategisches Brettspiel in einer sehr hochwertigen Aufmachung
31.10.2017

Meine abschließende Meinung zum Brettspiel: Fundament der Ewigkeit:

Dieses strategische Brettspiel eignet sich für 2 - 4 Personen und egal mit welcher Personenanzahl man spielt, es mach immer Spaß. Die angegebene Spielzeit von rd. 90 Minuten passt meistens.

Sehr überzeugend ist die hochwertige Aufmachung des Spiels. Das Spielbrett ist wunderschön gestaltet und man spielt mit hochwertigen Holzsteinchen.

Was ich an diesem Spiel besonders mag ist, dass man im Vorfeld nie genau weiß, wie sich das Spiel entwickeln wird. Der Spieler plant etwas und dann kommt es doch ganz anders.

Einziger Kritikpunkt sind die meiner Meinung nach die etwas komplexen Spielregeln. Sie sind in einer sehr verständlichen Spielanleitung aufbereitet, aber aufgrund der vielen Möglichkeiten, erscheint es am Anfang sehr viel. Das ist leider auch so, wenn die Spielregeln neuen Mitspielern erklärt werden.

Wenn man die Spielregeln dann aber verinnerlicht hat und das Spiel auch regelmäßig spielt, macht es riesig Spaß!

Ein tolles Spiel für Spielerunden mit Freunden, Familie oder zu zweit.

vergebe 4 von 5 Sternen.


Littlecat
Anspruchsvolles Spiel
31.10.2017

Rezension zu dem Spiel
„ Das Fundament der Ewigkeit“ von Ken Follett

Produktinformation:
Europa zur Regierungszeit von Elisabeth I. Die mächtigen Länder England, Frankreich, Spanien und die Niederlande stecken mitten in den aufkommenden Konflikten zwischen den verschiedenen Konfessionen. Katholiken und Protestanten streiten gleichermaßen um Macht und Einfluss in den Ländern. Mittendrin in dieser politisch instabilen Lage agieren die Spieler als Angehörige einflussreicher Familien. Wer in allen vier Ländern seinen Einfluss stärken will, muss zuverlässige Verbindungen zu wichtigen Personen der Gesellschaft knüpfen. Ständig kommt es zur Machtprobe in den Ländern und nicht selten werden diejenigen, die dann mit der unterlegenen Konfession sympathisieren, aus dem Land vertrieben. Wer nutzt die wechselnden Machtverhältnisse in Europa am besten für sich aus?

Inhalt: 1 Spielplan, 24 Würfel, 80 Spielkarten, 28 Vorteilsplättchen, 16 Schutzplättchen, 16 Handelshäuser, 30 Religionssteine, 56 Warenplättchen, 2 Konffliktfackeln, 4 Siegpunktscheiben, 4 Aktionsscheiben, 1 Startspielerzeichen, 4 Abdeckkreuze, 1 Spielregel
Quelle : Kosmos Verlag

Meine Meinung:
Das Spiel ist für 2-4 Spieler konzipiert. Wir haben es mit 2, 3 und 4 Personen getestet. Abschließend können wir sagen das es sich zwar zu zweit spielen lässt, aber empfehlen würde ich es mit mehreren Spielern zu spielen. Umso mehr Spieler es sind, umso mehr Spaß macht es natürlich.
Das Spiel ist laut Hersteller für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Nach oben hin sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Ich würde es aber eher ab 14 Jahren empfehlen, da es sehr anspruchsvoll ist.
Das Spiel ist ein Strategiespiel und Mann spielt es nicht mal einfach so. Die Anleitung finde ich teilweise unnötig kompliziert. Es dauert eine Weile bis Mann sie durch hat und alles versteht. Manches versteht Mann auch erst bei der 2 oder 3. Spielrunde. Wenn Mann dann erst mal einen Durchblick hat, ist es ein schönes Strategiespiel für die ganze Familie oder mit Freunden. Aber vor dem Spiel sollte mann sich mit der Anleitung vertraut machen und genügend Zeit einplanen. Die angegebene Spieldauer von Kosmos mit 90 min. konnte ich nicht bestätigen. Alle Spiele dauerten bei uns länger.
Die Gestaltung finde ich richtig gut gelungen und das Material hat eine gute Qualität.

Mein Fazit:
Ein gelungenes Spiel mit anspruchsvoller Anleitung. Mann sollte Geduld und Konzentrationsfähigkeit mitbringen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen!


Lars Winkelmann
Komplexes Strategiespiel mit schönem Romanbezug
31.10.2017

Das Spiel „Das Fundament der Ewigkeit“ von Michael Rieneck zum gleichnamigen Roman von Ken Follett ist eine komplexe Mischung aus Strategie und Würfelglück. Die Umsetzung überzeugt dabei vor allem durch die Materialien des Spiels und dem von Partie zu Partie zunehmenden Strategieaspekt.

Qualität:
Die Spielmaterialien sind hochwertig mit Plättchen, Häusern und Relegionszeichen aus Holz, sowie 24 farbliche Würfel; Spielkarten und Spielbrett mit hübschen Zeichnungen, welche den Roman ein bisschen lebendig werden lassen.
Leider sind die Würfelfarben violett und braun unter Kunstlicht nicht leicht zu unterscheiden, hier hätte nachgebessert werden sollen.

Spielaufbau und –ablauf:
Der Aufbau selbst gelingt in kurzer Zeit, die Karten, Plättchen und Figuren werden gestapelt und nach Möglichkeit passend um das Spielbrett positioniert. Für die erste Partie sollte man mehr Zeit als die angegebenen 90 Minuten einplanen, denn die Spielanleitung ist umfangreich und sehr komplex, es empfiehlt sich sie gemeinsam Schritt für Schritt durchzugehen und parallel dazu zu spielen, so bekommt man nach und nach ein Gefühl für den Ablauf und die einzelnen Ergänzungen zu bestimmten Situationen lassen sich auch später berücksichtigen.
Ziel von „Das Fundament der Ewigkeit“ ist es nach erstmaligem Erreichen der 50 Siegpunkte-Grenze in der Endabrechnung die meisten Siegpunkte erlangt zu haben. Dies geschieht durch das Verkaufen von Waren, dem Erlangen von Vorteilskarten oder dem Gewinnen von Religionskonflikten.
Mit Hilfe seiner farbigen Würfel gelangt der Spieler in den Besitz von Spielerkarten mit bestimmten Fähigkeiten, welche er entsprechend der Würfelzahl über mehrere Runden / „Spiel-Jahre“ einsetzen kann. Dabei sollten Vorteile der Personen und der Einsatz der jeweiligen Farben gut abgewogen werden, denn nicht jede Farbe bringt dem Spieler auf dem Aktionsfeld die Möglichkeit, welche er gerade gerne hätte.
Anhand der jeweiligen Religionszugehörigkeiten der Spielkarten-Figuren erlangen Katholiken oder Protestanten in den jeweiligen Städten eine Mehrheit, sodass der Spieler abwägen muss, welcher Religion er jetzt angehört bzw. möglicherweise in der nächsten Runde angehören will.
Von Vorteil ist definitiv etwas Gesellschaftsspiele-Erfahrung und ein gewisses Maß an Begeisterung für komplexe und strategische Spiele, ein kurzes Partyspiel ist es in keinem Fall. Wer sich auf das Spiel einlässt wird mit jeder weiteren Partie mehr Spaß haben, denn mit jeder Runde Erfahrung steigen auch die strategischen Entscheidungen der Mitspieler und können den eigenen Plan durchaus direkt vor der Nase zerstören.

Fazit:
„Das Fundament der Ewigkeit“ überzeugt als Strategiespiel in sehr hübscher Aufmachung, welche vor allem den Romanleser erfreut, wenn er die bekannten Namen der Figuren sieht. Die Komplexität kann anfangs erschrecken, hat aber dadurch das Potenzial für spannende spätere Partien. Dran bleiben ist hier das Stichwort, dann lassen sich tolle Spielerunden verwirklichen.


AnnaMagareta
Gelungenes atmosphärisches Brettspiel
29.10.2017

„Das Fundament der Ewigkeit“ ist ein Brettspiel, das auf dem gleichnamigen Roman und drittem Teil der Kingsbridge-Saga von Ken Follett basiert. Autor des Spieles ist – wie auch schon bei „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ Michael Rieneck.

Es handelt sich um ein strategisches Brettspiel, das man mit zwei bis vier Spielern ab 12 Jahren spielen kann. Die Spieldauer wird mit etwa 90 Minuten angegeben. Zu zweit haben wir für eine Runde immer ungefähr eine Stunde benötigt, zu viert – insbesondere zu Beginn als wir noch nicht so vertraut mit dem Spiel waren – eher zwei Stunden.

Das Spiel selbst, das Material und die Gestaltung sind einfach toll. Optisch macht das Spiel eine Menge her und schon der erste Aufbau hat Spaß gemacht. Der Plan und auch die vielen Spielkarten sind sehr detailreich und liebevoll gestaltet, da gibt es jede Menge zu entdecken. Das Material macht einen hochwertigen und stabilen Eindruck.
Vor Spielbeginn, muss man sich erst einmal durch die Anleitung kämpfen, mit zwölf Seiten ist diese recht umfangreich und man sollte sie während des Spiels auf jeden Fall in Reichweite haben, da es unmöglich ist sich auf Anhieb alles zu merken. Die vielen verschiedenen Karten – es gibt Personen-, Ereignis-, Übersichts-, Religions- und Loch Leven-Karten- die unterschiedlichen Spielsteine und Plättchen machen das Spielerlebnis sehr abwechslungsreich aber auch sehr komplex.

Die Handlung des Spiels findet im 16.Jahrhundert statt. Die Spieler begeben sich in die Position von Handelsherren und kaufen und verkaufen in verschiedenen Städten Europas Waren, wobei die richtigen Kontakte von großer Bedeutung sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Religion. Immer wieder entstehen Religionskonflikte, die man irgendwie überstehen muss. Gespielt wird über mehrere Jahre, die sich jeweils in zwei Halbjahre unterteilen. Durch verschiedene Aktionen erhält man Siegpunkte und wenn ein Spieler 50 erreicht hat, endet das Spiel am Ende dieses Jahres.

Das Spiel gewinnt mit jeder Runde, da man sich erst einmal in die Zeit einleben muss und die vielen Regeln und Möglichkeiten im Kopf haben sollte.
Es handelt sich nicht um ein Glücksspiel, sondern es ist auch Taktik und Strategie gefragt. Das Würfelergebnis ist natürlich immer Zufall und der Teil ist Glück, aber man hat auch einigen Einfluss auf den Spielverlauf insbesondere im Bereich Religion. Es lohnt sich also die Mitspieler im Auge zu behalten und zu überlegen wie sie vorgehen bzw. was sie denken könnten. Dabei denke ich, dass es nicht die perfekte Taktik zum Gewinn gibt, da die Würfel nicht zu unterschätzen sind.

Mein Fazit:
Ein stimmungsvolles Spiel, das nicht so schnell langweilig wird.


LeseEule
Ein gelungenes Spiel, das man mehrmals spielen muss, bevor alles passt!
29.10.2017

4/5 ****

"Das Fundament der Ewigkeit" ist ein neues Spiel aus dem Kosmos Verlag, passend zum kürzlich erschienen Roman von Ken Follett, welches den gleichen Namen trägt. Zur Einführung hier kurz ein Zitat aus der Produktbeschreibung des Verlages:

>>Europa zur Regierungszeit von Elisabeth I. Die mächtigen Länder England, Frankreich, Spanien und die Niederlande stecken mitten in den aufkommenden Konflikten zwischen den verschiedenen Konfessionen. Katholiken und Protestanten streiten gleichermaßen um Macht und Einfluss in den Ländern. Mittendrin in dieser politisch instabilen Lage agieren die Spieler als Angehörige einflussreicher Familien. Wer in allen vier Ländern seinen Einfluss stärken will, muss zuverlässige Verbindungen zu wichtigen Personen der Gesellschaft knüpfen. Ständig kommt es zur Machtprobe in den Ländern und nicht selten werden diejenigen, die dann mit der unterlegenen Konfession sympathisieren, aus dem Land vertrieben. Wer nutzt die wechselnden Machtverhältnisse in Europa am besten für sich aus?


Corpus
Ein gutes Brettspiel
29.10.2017

4 von 5 Sternen

Dieses Spiel zum Buch "Das Fundament der Ewigkeit" von Ken Follett hat mir gut gefallen.
Am Anfang war es ein bisschen schwierig, dort hineinzufinden, weil man sehr viel Anleitung lesen musste, um die Regeln zu verstehen und wie der Ablauf vonstatten gehen soll.
Man muss schon am Anfang Geduld mit aufbringen, um das Spiel dann auch strategisch spielen zu können und alles zu verstehen.

Das Material des Spiels finde ich sehr gut. Es ist stabil und wenn man dort vernünftig mit umgeht,kann mans sicherlich noch ein paar Jahre da etwas von haben.
Es gibt bei dem Spiel Würfel in 6 verschiedenen Farben, wobei lila und braun sich sehr ähneln und teilweise kaum zu unterscheiden sind. Diese Farben sind dabei nicht sehr glücklich gewählt.

Das Spiel ist abwechslungsreich und man hat Spielspaß dabei.

Ich denke, das Spiel ist eher etwas für jüngere Leute.
Ab 60 (so wie ich) hat man schon Schwierigkeiten sich darauf zu konzentrieren, weil es sehr regelreich ist, man Geduld mitbringen und vor allem auch strategisch denken muss.
Wer diese Eigenschaften mitbringt, für den ist das Spiel empfehlenswert.


Mandy
Tolles Spiel mit toller Aufmachung
29.10.2017

Das Fundament der Ewigkeit ist ein Strategiespiel für 2 bis 4 Spieler. Die Aufmachung ist wirklich sehr schön im historischen Stil. Die Zeichnungen haben uns direkt überzeugt! Auch die Qualität der Spielsteine und Karten ist sehr gut.

Die Anleitung war leider sehr umfangreich und unnötig kompliziert formuliert.
Das Spiel an sich stellte sich dann als gar nicht so kompliziert heraus und hat direkt sehr viel Spaß gemacht! Das Erklären der Regeln an neue Mitspieler war daraufhin auch kein Problem mehr.

Die Spielrunden gehen zügig rum, sodass man auf seinen Zug nicht lange warten muss. Man kann auch verschiedene Strategien spielen, sodass jedes Spiel anders ist und man verschiedene Möglichkeiten hat. Es wird definitiv nicht langweilig.

Es ist definitiv ein Spiel, welches wir noch oft hervorholen werden und sehr gerne spielen!
Einen Stern Abzug gibt es nur wegen der komplizierten Anleitung.


Tanja
Spaß und Spannung mit Strategie
29.10.2017

„Das Fundament der Ewigkeit“ ist ein Gesellschaftsspiel von Kosmos, angelehnt an das gleichnamige Buch von Ken Follett. Von mir bekommt das Spiel 5 Sterne.
Es ist ein Strategiespiel für 2-4 Spieler mit einem wechselnden Schwerpunkt. Es ist auch sehr gut zu zweit spielbar. Im Spiel können die Spieler eine Strategie wählen, die den Schwerpunkt auf Handel oder Religion lenkt, nicht selten im Wechselspiel. Das Spiel erinnert mich an das „Hanse“ Spiel auf dem C64 Computer in den 80er Jahren.

Der Spieler hat es weitgehend selbst in der Hand, welche Rolle ihm mehr Siegpunkte auf dem Pfad der Rose bringt.
Das Ziel sind 50 Siegpunkte zu erreichen oder mehr. Das Spiel bleibt bis zum Schluss spannende, denn auch in der letzten Runde nach der Endauswertung kann das Punkteverhältnis sich noch einmal signifikant ändern.
Die Akteure im Spiel verhalten sich oft wie eine Fahne im Wind. Der Spieler hat zu gegebener Zeit die Wahl zwischen einer katholischen und einer protestantischen Religionsprägung. Ich finde es mutig und zugleich ehrlich, das Thema Religionskonflikt und Religionswechsel in ein Spiel zu bringen, das die damalige Zeitepoche gut charakterisiert.

Für das Studieren der Anleitung sollte sich der Spieleerklärer viel Zeit lassen, denn die Beschreibung ist beim ersten Durchlesen nicht sofort verständlich und erschließt sich erst beim ersten Probespiel.
Ich empfehle, das Spiel zu beginnen, ohne gleich alles verstanden zu haben, denn viele Fragen klären sich im Laufe des Spiels. Die vorgeschlagene Zeit von 90 Minuten ist schnell überschritten. Sobald der Ablauf klar war, benötigten wir zu zweit teilweise auch nur 70 Minuten. Die Anleitung ist mit farblichen Bildern versehen, die das Verständnis erleichtern.
Wichtige Punkte sind markant hervorgehoben.
Die Utensilien sind hübsch aus Holz und Papier gestaltet und in Tütchen übersichtlich verpackt. Der Spielplan ist farblich schön gestaltet und die vier Länder sind übersichtlich angeordnet.
Die im Spiel enthaltenen Würfel sind überwiegend farblich abgestimmt. Nur der Joker Würfel und der spanische Würfel sollten anders gestaltet werden, z.B. pink oder hellgrün. Am Abend muss man mit sehr viel Licht spielen, um den lilafarbenen und den braunen Würfel unterscheiden zu können.

Mein Fazit, es ist ein taktisches Spiel, in dem aber auch eine Prise Glück gut zu gebrauchen ist.
Man spielt nicht unbedingt gegeneinander, ein Religionskonflikt kann jedoch ein Handelshaus aus dem Spiel werfen. Die möglichen Interaktionen sind zu Beginn nicht gleich verständlich, aber im Laufe des Spiels lernt man schnell und bekommt ein gutes Verständnis für den Ablauf.
Ob zu zweit oder zu dritt, das Brettspiel macht viel Freude und ist sehr empfehlenswert, sofern man Strategiespiele mag.


Gavroche
Detailfreudiges komplexes Spiel
28.10.2017

4/5 Sternen

Das Spiel "Das Fundament der Ewigkeit" passt inhaltlich zum neuen Kingsbridge-Roman von Ken Follett.
Die Spielidee und -ausführung ist von Michael Rieneck. Ein Spiel für 2-4 Spieler. Mit der angegebenen Spielzeit von circa 90 Minuten kommt man gerade bei den ersten Durchläufen nicht aus. Ein komplexes Strategiespiel, dem man etwas Zeit geben muss, aber das die Spieler in die faszinierende Zeit von Königin Elisabeth I versetzt. In England, Frankreich, Spanien und den Niederlanden streiten Katholiken und Protestanten um die Vormacht. Die Spieler versuchen, ihre Handelsgüter möglichst gewinnbringend zu verkaufen und viele Gewinnpunkte zu erhalten. Doch die Konflikte von Katholiken und Protestanten darf man nicht missachten.
Die Spielanleitung ist sehr ausführlich und reich bebildert; eine Kurzfassung zu den zwei Phasen erhält jeder Spieler auf einer Karte.
Das Spiel ist liebevoll gestaltet mit vielen Details. Es gibt verschiedenfarbige Würfel (lediglich die lila und braunen Würfel kann man je nach Lichteinfall leider nciht so gut unterscheiden), diverse Karten und Aufsteller.
Für das Spiel mit 2 beziehungsweise 3 Spielern gibt es Sonderregeln.

Fazit: Ein komplexes Spiel, dessen Spielfreude nach und nach entsteht und das nicht so schnell langweilig wird.


Areti
Ein gutes und abwechslungsreiches Spiel
27.10.2017

„Das Fundament der Ewigkeit“, das Spiel zum Buch von Ken Follett, ist ein gutes Brettspiel, das viel Spaß macht, wenn man erst einmal den Dreh raus hat. Zunächst sollte man sich aber sehr intensiv mit den Regeln beschäftigen.

Anleitung:
Die Spielanleitung ist 12 Seiten lang und davon war ich im ersten Moment recht erschlagen. Die Regeln sind schon sehr aufwendig und vielfältig. Nach einmaligem Lesen habe ich bei Weitem noch nicht alles behalten. Es ist sehr komplex und am besten schaut man es sich mehrfach an. Alle Mitspieler sollten vor dem Spielen sehr gut mit den Regeln und den einzelnen Symbolen auf den Personenkarten und dem Spielbrett vertraut sein. Das kostet wirklich viel Zeit, aber der Aufwand lohnt sich. Wer aber nicht bereit ist, sich vorher längere Zeit mit den Regeln und den einzelnen Symbolen zu beschäftigen und eher nicht auf so komplexe Spiele steht, für den ist dieses Spiel wohl nichts.

Material:
Von dem Spielbrett und dem Material bin ich total begeistert. Es ist sehr aufwendig und hochwertig gestaltet. Die vielen Täfelchen und Figuren machen das Spiel sehr komplex und vielfältig. Einziger Kritikpunkt hierbei: Wenn man nicht gerade sehr helles Licht hat, dann lassen sich die lilanen und braunen Würfel schlecht voneinander unterscheiden.

Aufwand:
Bevor man mit dem tatsächlichen Spiel beginnt, muss man erst noch einiges aufbauen. Das Spielbrett mit den Personenkarten, Waren- sowie Schutztäfelchen und auch die Konfessionssteine sowie die Würfel sollten bereit liegen. Auch der Aufbau ist also wie schon die Regeln mit ein wenig Aufwand verbunden. Wenn man das Spiel aber schon einige Male gespielt hat, dann geht das immer schneller.

Spielerlebnis:
Beim ersten Spielversuch haben wir zu dritt gespielt und schon recht schnell aufgegeben, da wir mit den Regeln noch nicht perfekt vertraut waren und man so viel vergessen kann zu Anfang. Nebenbei in das Regelheft zu schauen, ist bei 12 Seiten auch immer recht aufwendig.
Wenn man diese aber verinnerlicht hat und öfters gespielt hat, dann ist das alles überhaupt kein Problem mehr. Denn wenn es einmal im Kopf ist, bleibt es da und man kann sich auf den Spielgenuss konzentrieren.

Das Schöne an dem Spiel ist, dass man unabhängig von der Konfession, die man in diesem Spiel hat, gar nicht voraussagen kann, wie es verläuft und wer besser stehen mag. Man muss an die passenden Personenkarten kommen, die für einen nützlich sind und auch bei den Aktionsfeldern schauen, was für einen sinnvoll ist. Also sollte man sich gut überlegen, welche Aktionen für einen hilfreich sind. Und auch wenn ein Spieler schon weit auf dem Spielfeld fortgeschritten scheint, kann sich am Ende noch alles wenden, da dann noch einige Punkte zusammen gezählt werden (Handelshäuser, Schutzplatten, Schriftrollen und unverkaufte Waren), sodass der erste noch überholt werden kann.

Es ist also auf jeden Fall abwechslungsreich und macht von Mal zu Mal mehr Spaß und wird nicht langweilig, da es wirklich jedes Mal ganz anders kommen kann.

Spieldauer:
Die Spieldauer kann sehr variieren. Bei zwei Spielern wird man meist schneller fertig und benötigt knapp eine Stunde. Bei 3 oder 4 Spielern kann es aber auch mal deutlich länger als 90 Minuten dauern. Je vertrauter man mit dem Spiel ist, desto schneller geht es.

Fazit:
„Das Fundament der Ewigkeit“ ist ein gutes Brettspiel, das zwar komplex ist und bei dem man ein großes Regelwerk beachten muss; wenn man aber mit dem Spiel vertraut ist, bringt es abwechslungsreichen Spielspaß und man beginnt strategisch zu denken.
Wer nicht so gerne aufwendige Spiele oder komplexe Regeln mag, dem würde ich das Spiel nicht empfehlen. Wer aber Spaß an komplexeren Spielen hat, bei denen man auch mal nachdenken muss, was strategisch am besten ist, der ist hier bestens aufgehoben.


miramiss
Schön gestaltetes, mittelalterliches Brettspiel, dem leider der rote Faden fehlt
26.10.2017

Grundsätzliches: "Das Fundament der Ewigkeit" ist ein komplexes Brettspiel, das auf der Geschichte des gleichnamigen Buches von Ken Follett basiert.

Spielmaterial: Das Spielbrett ist sehr schön gezeichnet, 4 Städte/Länder sind mit ihren Besonderheiten abgebildet. Die Art der Zeichnung hat Wiedererkennungswert, wenn man so wie ich die vorherigen Spiele, bspw. "Die Säulen der Erde" kennt. Das Spielmaterial ist hochwertig, neben verschiedenfarbigen Holzfiguren, bspw. die Spieler- und Religionssteine, besteht das Spielmaterial überwiegend aus Kartonplättchen, die bspw. Waren abbilden, sowie Personen- und Ereigniskarten, die wiederum in den Länderfarben gehalten sind. Die Länderfarben spielen auch bei den Würfeln eine Rolle, ganze 6 Stück in jeweils unterschiedlichen Farben für verschiedene Aktionen stehen jedem Spieler zur Verfügung.

Spielerlebnis: Wir haben das Spiel zunächst zu zweit gespielt, weil mein Mitspieler und ich gerne komplexe Spiele ausprobieren und wir uns so erstmal in die Regeln hineinfuchsen konnten und einfach mal testen bevor weitere Spieler dazukommen. Das Regelwerk ist sehr umfangreich und bis man einmal durch ist, hat man den Anfang schon wieder vergessen. Die Sonderregeln für 2 Spieler stehen erst weit hinten, so dass man dann nachdem man alles aufgebaut hat, nochmal Änderungen vornehmen muss, die sich aber in Grenzen halten.
Das Spiel ist in Jahreszyklen aufgebaut, jedes Jahr wiederum in 2 Halbjahre unterteilt, in denen die Spieler nacheinander unterschiedliche Aktionen durchführen, wie Geschäftspartner finden, Handelshäuser aufbauen, Waren kaufen oder verkaufen, Siegpunkte sammeln.
Leider hat sich im Spiel zu zweit wenig Dynamik entwickelt, jeder hat vor sich hin die Liste der Aktionen abgearbeitet, Jahr für Jahr verging, immer wieder wurde diskutiert, was den nun die richtige Reihenfolge wäre, immer wieder musste nachgeschlagen werden, welches Symbol nun was bedeutet. Das war mühsam und hat sich auch bei einem zweiten Versuch nicht aufgelöst in mehr Sicherheit und Spielroutine.
Dann folgte ein Versuch mit 4 Spielern, wodurch sich deutlich mehr Dynamik entwickelte, Religionszugehörigkeit und Religionsstreit bekamen plötzlich eine Brisanz, wie sie im Spiel zu zweit nicht gegeben war. Dadurch fand etwas mehr Interaktion und taktisches Überlegen statt, wobei sich die Interaktion nach wie vor überwiegend auf Diskussionen über das Regelwerk bezog. Unseren beiden Mitspielern, die das Spiel zuvor noch nicht gespielt hatten, war das Spiel insgesamt zu undurchsichtig.
So gut mir das Spiel "Die Säulen der Erde" gefallen hat, so enttäuscht bin ich nun leider von diesem Spiel. Es ist nicht etwa schlecht und mit häufigerem Spielen wird man wohl auch irgendwann alle Regeln verinnerlicht haben und die Reihenfolge einhalten können, aber da der leitende rote Faden schwer zu packen ist, wird das "Das Fundament der Ewigkeit" wohl keines von den Spielen sein, die ich gerne für Spielerunden aus dem Schrank hole, wenn Spieler dabei sind, die das Spiel noch nicht kennen.

Sonstiges: Beginnen darf dieses Spiel, wer als letztes in einer Kirche war. Das ist gar nicht immer so einfach herauszubekommen ...

FAZIT: Spielbrett und Spielmaterial sind wie gewohnt sehr hochwertig und ansprechend. Leider konnte uns das Spielerlebnis jedoch nicht voll überzeugen, da sich bei der Reihenfolge der Aktionen bisher keine Sicherheit und Routine eingestellt hat, also das intuitive Spiel fehlt und das führt immer wieder zu Fehlern, Diskussionen und Nachschlagen. Das nervt.


smberge
Spannedes Spiel, das auch nach vielen Runden noch Spaß macht
26.10.2017

Das Spiel „Fundament der Ewigkeit“ lehnt sich in seiner Handlung an den gleichnamigen Roman von Ken Follet an und entführt den Spieler ins Europa des 16. Jahrhunderts. Wie auch das Buch bewegt sich das Spiel in Holland, England, Spanien und Frankreich. Durch Handel, Verbindungen und Glück hat jeder Spieler die Möglichkeit zur Reichtum zu kommen oder auch seine gesamte Existenz zu verlieren.
Die Aufmachung des Spiels ist sehr hochwertig, die Spielsteine sind aus Holz, der Spielplan ist sehr hochwertig gestaltet, so das schon das Auspacken Lust darauf macht, sich mit dem Spiel zu beschäftigen. Die Anleitung erschlägt einen jedoch zunächst, umfasst sie doch 10 Seiten. Auch die Anzahl der Würfel pro Spieler haben mich überrascht. Die Anleitung ist aber gut geschrieben und so konnten wir nach relativ kurzer Zeit in das Spiel einsteigen und in die Welt eintauchen.
Das Spiel ist anspruchsvoll und gestaltet sich bei jeder Runde unterschiedlich, Glück, Strategie und Taktik geben jeder Runde einen anderen Verlauf. Die ganze Komplexität des Spiels erschließt sich dem Spieler erst nach einigen Runden, wenn man die ganzen Möglichkeiten des Spiels erkennt und auch mal verschiedene Kombinationen erlebt hat.
Mir hat das Spiel sehr gut gefallen, nachdem man das Regelwerk einmal verstanden hat, hat es die richtige Balance aus Komplexität und Verständlichkeit, damit man das Spiel genießen kann, ohne das es schnell langweilig wird.
Von meiner Seite ist das Spiel eine absolute Empfehlung


Iris
nicht nur für Fans von Ken Follett
25.10.2017

Das Spiel "Das Fundament der Ewigkeit" wurde im Zusammenhang mit dem neuen Roman von Ken Follett veröffentlicht und ist thematisch an diesen angelehnt uns spielt im 16. Jahrhundert. Zwei bis vier Spieler schlüpfen in die Rolle von Handelsherren, die in verschiedenen europäischen Städten Handelshäuser errichten und dort Waren kaufen und verkaufen. Dabei spielen Kontakte zu verschiedensten Personen eine große Rolle. Das Spiel wird in Spielrunden zu je zwei Halbjahren gespielt in denen die Spieler verschiedene Würfel werfen und dann Personenkarten wählen, die ihnen weitere Möglichkeiten gewähren. Eine wichtige Rolle spielen passend zur damaligen Zeit auch Religionskonflikte, die immer wieder in den Städten aufflammen und bei denen es eine Rolle spielt, ob der Spieler sich entschieden hat, Katholik oder Protestant zu sein. Das Spiel dauert etwa 90 Minuten und ist von Taktik aber auch Glück bestimmt. Die Anleitung ist relativ komplex, hier ist es nötig sich in Ruhe vor dem Spiel damit auseinanderzusetzen, damit der Spielspaß nicht durch andauerndes Nachschlagen in dem im Regelwerk getrübt wird. Sehr gut an gefallen hat mir der Spielplan, der eine stilisierte Europakarte aus englischem Blickwinkel darstellt, was ja auch zur Thematik passt. Das weitere Material ist aus Holz und fester Pappe, schön aufgemacht und sehr stabil, leider ist die Farbgebung der Würfel nicht ganz gelungen, bei schlechter Beleuchtung kann man die Farben leicht verwechseln. Ich habe das Spiel mehrfach zu zweit oder dritt gespielt und bin mit der Zeit immer mehr in den Ablauf reinngekommen. Das Spiel ist kurzweilig, allerdings könnte das Miteinander noch etwas ausgeprägter sein. Der Schwerpunkt liegt eindeutig darauf, dass jeder sein eigenes Handelsimperium aufbaut, Interaktionen zwischen den Mitspielern finden nur am Rande statt. Mein Fazit "Das Fundament der Ewigkeit" ist ein schönes Familienspiel nicht nur für Fans von Ken Follett, das allerdings aufgrund seiner Komplexität eher fortgeschrittenen Spielern zu empfehlen ist.
Ich vergebe 4 von 5 Sternen.


Hermione
Spannendes und unterhaltsames Spiel – wenn man sich einmal die Regeln erarbeitet hat
23.10.2017

Das Spiel „Das Fundament der Ewigkeit“ nach dem neuen Roman von Ken Follett ist ein Gesellschaftsspiel für 2-4 Spieler ab 12 Jahren.
Das Brettspiel führt die Spieler in die Zeit der Religionskonflikte in den Ländern England, Spanien, Holland und Frankreich. Gespielt wird über mehrere „Jahre“, die sich vom Ablauf jeweils in ein 1. und ein 2. Halbjahr teilen, in denen jeweils verschiedene Aktionen durchzuführen sind, für die man Siegpunkte bekommen kann. Erreicht ein Spieler 50 Siegpunkte, endet das Spiel nach dem entsprechenden Jahr. Es gewinnt der Spieler mit den meisten Siegpunkten.

Das Spiel ist wunderschön gestaltet und fällt direkt mit seinem hochwertigen Spielplan und dem tollen Zubehör auf. Fast mein man, bestimmte Stellen an dem Spielplan seien nicht aus Pappe, sondern tatsächlich aus Holz.
Eine sehr umfangreiche Spielanleitung führt in den Spielablauf und die zahlreichen Regeln ein. Als Spieler muss man sich darauf einstellen, dass man zunächst ziemlich viel Zeit auf das Lesen der Regeln verwenden muss und auch in der ersten Spielrunde oft in der Anleitung nachsehen muss, um bestimmte Regeln nachzuschlagen.
Im Laufe der Zeit spielt man sich ein und wird sattelfester bezüglich der Regeln. Dies ermöglicht dann auch, taktische Spielzüge wirklich gezielter einzusetzen und sich nicht nur auf sein (Würfel-)Glück verlassen zu müssen. Man schöpft das Potential des Spiels somit erst nach einiger Zeit aus.
Das Spiel kann man gut zu zweit spielen, aber zu dritt oder viert ist es noch deutlich lebhafter.
Für Liebhaber von Spielen wie „Die Siedler von Catan“ ist „Das Fundament der Ewigkeit“ meines Erachtens auch sehr zu empfehlen. Will man jedoch eher einfach losspielen oder mag sonst eher Karten- oder einfache Brettspiele, wird man mit diesem Spiel eher nicht so viel anfangen können.

Für mich ein toll gestaltetes anspruchsvolles Spiel mit sehr viel Potential für lange Spielabende.


Lena
Etwas Geduld wird benötigt, um alle Regeln zu begreifen - dann führt eine gelungene Mischung aus Zufall und Strategie zum Sieg
23.10.2017

Ken Follett selbst beschreibt das Brettspiel "Das Fundament der Ewigkeit" als das beste der Kingsbridge-Reihe.
Ich habe zwar "Die Säulen der Erde gelesen", die Brettspiele zu den Roman kannte ich allerdings noch nicht. Aus dem Kosmos-Verlag habe ich schon immer gern "Die Siedler von Catan" gespielt und von der Aufmachung erinnert "Das Fundament der Ewigkeit" auch ein bisschen daran.

"Das Fundament der Ewigkeit" ist ein strategisches Brettspiel, in der die Leser des neuen Romans - oder jeder andere interessierte Spieler - die Welt von Kingsbridge erleben kann. Alle Personen, die einem im Spiel begegnen, sind Figuren aus dem gleichnamigen Roman.

Es geht zusammengefasst darum, Waren zu verkaufen, Verbündete zu suchen und Religionskonflikte zu überstehen.

Das Spielbrett zeigt einen Ausschnitt Europas zur Regierungszeit von Elisabeth I. England, Frankreich, Spanien und die Niederlande sind die beteiligten Länder. In jedem Land werden andere Waren gehandelt und jeder Spieler kann in jedem Land Handelshäuser errichten. Erst dann kann er Waren wie Buch, Tuch, Erz oder Wein in einem bestimmten Verhältnis tauschen, wofür er Siegpunkte erhält.

Gespielt wird in Runden (= Jahren), die aus zwei Halbjahren bestehen. In jeder Runde ist jeder Spieler der Reihe nach pro Halbjahr einmal am Zuge. Im ersten Halbjahr können die Personenkarten genutzt werden. Auf den Karten liegt der jeweils farblich passende Würfel, von dem jeder Spieler sechs Stück hat. Die Augen des Würfels werden in jedem Halbjahr um ein Auge nach unten gedreht. Zeigt der Würfel die 1, kommt die Personenkarte aus dem Spiel und der Würfel ist wieder frei verfügbar. Mit den Personenkarten erhält der Spieler Waren, Schutzplättchen oder Siegpunkte.

Zeigt der schwarze Religionswürfel eine 1, kann der Spieler seine Konfession (Katholik oder Protestant) neu wählen.
Im zweiten Halbjahr wird mit den freien Würfeln gewürfelt. Nun kann der Spieler eine neue Personenkarte aus einem Land eines seiner freien Würfel wählen und baut dort ein Handelshaus sowie setzt den Religonsstein der Konfession der Personenkarte entsprechend in dem Land. Sind alle vier Religionsfelder in einem Land belegt, kommt es zum Religionskonflikt. Der Spieler, der die Konfession des Gewinners hat, bekommt entsprechende Siegpunkte, der Verlierer verliert ein Handelshaus.
Zum Schluss eines Spielzugs wird noch ein Würfel für die Aktionsleiste verwendet.
Das Spiel endet, wenn ein Spieler 50 Siegpunkte erreicht hat. Dann werden die übrigen Punkte gewertet und der Gewinner ermittelt.

Packt man das Spiel aus, findet sich sehr hochwertiges Spielmaterial aus fester Pappe und Holz, man ist jedoch auch ein wenig erschlagen von der sehr umfangreichen Spielanleitung. Es erfordert Geduld sie zu lesen, um ein erstes Gefühl für das Spiel zu entwickeln. Wir haben unsere erste Spielrunde deshalb mit viel unter Zuhilfenahme der Anleitung gespielt und im Nachhinein auch nicht alles richtig gemacht.

Bei einer zweiten Spielrunde lief es dann deutlich besser und so hat auch jeder Spieler versuchen können, strategisch zu spielen. Man kann sich einerseits auf eine der beiden Konfessionen konzentrieren, um bei Religionskonflikten möglichst siegreich zu sein oder man konzentriert sich auf den Handel, um durch den Verkauf von Waren Siegpunkte zu erhalten.

Viel hängt bei dem Spiel aber auch von den Personenkarten ab, mit den Allianzen geschmiedet werden können, die allerdings per Zufall vom Stapel gezogen werden. So erwischt man nicht immer die passende oder eine vermeintlich schwache Person, weshalb beim Spiel neben einer Strategie auch noch der Glücksfaktor dazukommt.

Vom Schwierigkeitsgradfaktor würde ich das Spiel als mittelmäßig einschätzen. Man hat eine Ereigniskarte vor sich liegen, wo die einzelnen Schritte pro Halbjahr aufgeführt sind, weshalb man jede Spielrunde nach Schema F spielen kann.

Gerade wegen der vielen Einzelschritte und der längeren Wartezeiten bei vier Spielern, sollte man aber schon ein geübter Spieler sein, um den Spaß nicht zu verlieren. Freunde und Verwandte, die nicht häufig spielen, wird man für dieses Spiel vermutlich nicht begeistern können.


Pizza
Insgesamt sehr spannendes Spiel
23.10.2017

Bei Das Fundament der Ewigkeit handelt es sich um ein komplexes Strategiespiel von Michael Rieneck für 2-4 Spieler und mit einer durchschnittlichen Spielzeit von 90min.

Wir befinden uns im 16. Jahrhundert - eine Zeit der Religionskonflikte sowie großer politischer und sozialer Umbrüche. Die Spieler und Spielerinnen müssen als Mitglieder bedeutender Familien versuchen, durch strategisches Planen und vorausschauendes Denken, Verbindungen zu wichtigen Personen zu knüpfen, Waren zu verkaufen und an Macht und Einfluss zu gewinnen.

Für mich und meine Mitspieler hatte Das Fundament der Ewigkeit einen gewissen Anspruch, war aber trotzdem durchaus schon in der ersten Runde recht gut spielbar. Wir benötigten lediglich ein wenig mehr Einlesezeit für das überraschend umfangreiche Regelwerk, das dann auch zwischendurch immer wieder zur Hand genommen werden musste. Spaß gemacht hat das Spiel dann tatsächlich aber immer mehr, je besser man sich mit den Regeln auskannte bzw. alles auswendig im Kopf hatte, wozu jede weitere Spielerunde beigetragen hat. Am besten funktioniert es, wenn ein Mitspieler sich vorher etwas vorbereitet und den anderen dann die Regeln erklären kann - aber auch auf Youtube findet man hervorragende Erklärungen, die den Einstieg etwas erleichtern.

Wer sich unsicher ist, ob das Spiel was für ihn wäre, kann auf der Videoplattform auch ganz leicht mal in eine Spielrunde hineinschauen und sich über den Ablauf bzw. die Spieldynamik und die Regeln informieren. Man sollte sich da auf jeden Fall auch nicht abschrecken lassen, denn schwer zu verstehen sind diese letztendlich nicht. Vor allem Leute, die gerne mal Gesellschafts- und Brettspiele spielen, dürften damit keine Probleme haben.

Einmal richtig im Spiel drin, hat mir die Mischung aus Würfelglück und Taktik/Strategie (manchmal jedoch etwas mehr Glück als Strategie, was einer der wenigen Kritikpunkte ist) sehr gut gefallen - ebenso der ganz ungewöhnliche Spieldynamik mit den verschiedenen Phasen und dem Würfelmechanismus mit den Personenkarten bzw. Beziehungen. Das Spiel selbst sieht toll aus, insbesondere der Spielplan und die Karten sind wirklich sehr schön wertig gestaltet und illustriert.

Obwohl ich Das Fundament der Ewigkeit von Ken Follett noch nicht gelesen habe, hat mir das Spielen insgesamt sehr viel Spaß gemacht und ich bin mir ziemlich sicher, dass diejenigen, die die Romanvorlage kennen, einen noch besseren Bezug zu den Figuren, den Konflikten bzw. dem gesamten Spiel haben werden, was den Spielspaß und den Wiederspielwert sicherlich auch noch steigert. Aber auch wir werden Das Fundament der Ewigkeit sicher an manchen Spielabenden herausholen, auch wenn es sich manchmal durch die vielen Regeln gerade für Neulinge etwas anstrengend anfühlt und es dann Phasen geben kann, die recht verwirrend oder aber langwierig bis langweilig werden, bis man sich zusammen eingespielt hat.


Katharina S.
Tolles Spiel, sehr gut ausbalanziert
15.10.2017

Heute haben wir das Spiel "Das Fundament der Ewigkeit" zu zweit ausprobiert, ich hab mit einen Siegpunkt Vorsprung gewonnen.

Das Spiel hat eine gute Mischung aus Glück und Taktik. Es ist auch nicht zu kompliziert, sondern gerade richtig. Man kann versuchen mehr über die Handelswaren zu gehen oder sein Glück über die Pergamentrollen versuchen. In unserem Fall hat die Religion nicht viel Rolle gespielt, weil wir die gleiche hatten, ich kann mir aber vorstellen bei 4 Spielern wird das durchaus spannender.

Wir haben tatsächlich ca. 90 min gebraucht, aber nur deshalb weil wir es noch nicht kannten und in der Anleitung nachlesen mussten. Ich denke beim nächsten Mal gehts um einiges schneller. Die Altersangabe denke ich passt auch, wobei ich das aber schlecht einschätzen kann wie weit die Kinder von heute schon so weit mitkommen und kann mir denken, dass vielleicht sogar jüngere mitspielen können.

Ich finde das Spiel schön verarbeitet und auch super dass immer noch Holzteile verwendet werden, das gehört einfach beim Brettspielen dazu. Das Schöne ist dass man auch was angreifen kann nicht so wie bei digitalen Spielen und die Holzteilen werden nie kaputt.

Faszit: Das Spiel ist sehr ausgeglichen, es überwiegt nicht das Glück und auch nicht die Taktik. Ich will das Spiel aber auf jeden Fall wieder Spielen und freue mich schon darauf.
Ich muss auch dazu sagen, dass ich den Bestsellerroman nicht kenne, und trotzdem ist es ein tolles Spiel.


Irene
Hochkaräter mit historischem Flair!
12.07.2017

Ich habe den Prototypen bei einem Spielewochenende bereits spielen dürfen und freue mich jetzt auf das fertige Spiel: Opportunismus ist Trumpf. Man sollte sich nicht zu lange an eine Konfession binden, sondern sich immer zu erwartenden Mehrheiten anschließen. Nur so kommt man zu Macht und Siegpunkten. Ein Spiel, das die historischen Machtkämpfe im alten Europa realistisch und vergnüglich abbildet.


Sascha
Sicher auch ein TOP- Spiel!!!
26.04.2017

Nachdem Säulen der Erde und Tore der Welt absolut geniale Spiele sind, ist zu erwarten das Fundament der Ewigkeit auch ein Renner ist.


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Michael Rieneck

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