Das Frag KOSMOS Themen-Spezial im September

Die kleinen Schätze des Waldes

Unsere heimischen Wälder bedecken insgesamt etwa 32 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands. Ob Großwald oder der nahegelegene städtische Hain: Neben Lebensräumen für eine Vielzahl von Tieren, Erholung und einer Pause vom oftmals stressigen Alltag halten Wälder eine Fülle kleiner Kostbarkeiten parat. Wir laden Sie ein, mit uns in diesem Monat auf Schatzsuche im Wald zu gehen. Es warten viele spannende und überraschende Fakten rund um den reich gedeckten Gabentisch unserer Wälder auf Sie.

Pilze sind enger mit den Tieren als mit den Pflanzen verwandt?

Tatsächlich! Zwar würden die meisten von uns Pilze instinktiv eher dem Reich der Pflanzen zuordnen – wissenschaftlich betrachtet haben Pilze jedoch deutlich mehr mit Tieren gemein. Dafür sprechen ihre genetische Abstammung sowie biochemische und anatomische Faktoren. Wie die Tiere – und übrigens wir Menschen auch – sind Pilze heterotroph, d. h. sie ernähren sich von organischen Stoffen aus ihrer Umgebung und verwerten diese, um Energie zu gewinnen.

Der entscheidende Faktor, der Pilze klar von Pflanzen abgrenzt, ist das Fehlen sogenannter Plastiden. Diese speziellen Bestandteile von Zellen werden u. a.  zur Photosynthese benötigt, die beispielsweise dafür sorgt, dass ein Baum pro Jahr etwa 10–13 Kilogramm Sauerstoff produziert; die Atemluft von 10–20 Personen. Pilze und Tiere können das nicht.

Die meisten Pilzvergiftungen stammen nicht von Giftpilzen?

Das stimmt, denn Pilzvergiftung ist nicht gleich Pilzvergiftung! So unterscheidet man in „echte Pilzvergiftungen“ und „unechte“ oder „sekundäre Pilzvergiftungen“. Während eine echte Pilzvergiftung tatsächlich durch Giftpilze wie Knollenblätterpilze oder Pantherpilze verursacht wird, versteht man unter einer sekundären Pilzvergiftung vor allem Lebensmittelvergiftungen durch verdorbene Speisepilze oder Pilzgerichte.

Von den in unseren Breiten rund 4000–5000 Großpilzarten sind nur etwa 500–800 essbar. Von diesen gelten rund 100 Pilzarten als giftig oder giftverdächtig. Da eine Pilzvergiftung durchaus auch tödlich enden kann, sollte man beim Pilzesammeln nur diejenigen mitnehmen, die man sicher bestimmen kann. Und auch der richtige Transport ist entscheidend, denn durch zu enge Lagerung entstehen Quetschungen des Fruchtkörpers, wodurch auch Speisepilze schnell verderben können.

Weder Himbeeren noch Brombeeren sind Beeren?

Hier führt uns der Name hinters Licht! Denn Brombeeren und Himbeeren zählen tatsächlich nicht zu den Beeren, sondern zu den sogenannten Sammelsteinfrüchten. Dabei handelt es sich um eine Fruchtform, bei der viele kleine Steinfrüchte entlang der Blütenachse entstehen und untereinander zusammenhaften. Sie bilden eine Sammelsteinfrucht.

Dass es sich um eine Ansammlung vieler Steinfrüchte handelt, sieht und fühlt man beim Verzehr von Himbeeren und Brombeeren besonders gut.

Die fruchtigen Nicht-Beeren stecken übrigens voller gesunder Mineralstoffe und Vitamine. Neben Kalium, Kalzium, Eisen und Magnesium enthalten Himbeeren und Brombeeren auch die Vitamine A, C und E. Schon 100 Gramm Himbeeren decken 25 Prozent des Tagesbedarfs an Vitamin C, weshalb die Früchtchen gemeinhin als Superfood bezeichnet werden.

Die Schwarze Johannisbeere gilt als die gesündeste heimische Beere?

Die Schwarze Johannisbeere kann guten Gewissens als heimlicher Superstar unter den Beeren bezeichnet werden. Denn die kleinen, unscheinbaren schwarzen Kugeln stecken voller gesunder Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe.

Schon 100 Gramm der Wunderbeere enthalten 175 Milligramm Vitamin C – das entspricht fast dem doppelten Tagesbedarf eines Erwachsenen! Ihr mit rund 7 Gramm pro 100 Gramm Beeren hoher Gehalt an Ballaststoffen sorgt nicht nur für eine langanhaltende Sättigung, sondern fördert auch die Verdauung und trägt zur Regulierung von Cholesterin- und Blutzuckerspiegel bei.

Na, neugierig geworden? Wir haben Ihnen eine bunte Auswahl an Büchern rund ums Thema Pilze und Beeren zusammengestellt, in denen Sie Antworten auf viele weitere spannende Fragen finden. Viel Spaß beim Stöbern!

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