Ganzjahresfütterung ist – unsere moralische Pflicht

Futtergäste am heimischen Vogelhäuschen zu beobachten, gehört zu den schönsten Naturerlebnissen, ist so unterhaltsam wie lehrreich und fördert die Artenkenntnis. Wenn wir nicht wollen, dass unsere Kinder eine Elster für eine Steuersoftware halten und eine Meise geistigen Irrungen gleichsetzen, heißt es dringend zu handeln. Prof. Dr. Peter Berthold ist leidenschaftlicher Befürworter der Ganzjahresfütterung als Akutmaßnahme gegen das Vogelsterben. Auf lange Sicht müssen den Vögeln aber ihre natürlichen Lebensräume durch Renaturierung und das Anlegen von Biotopen zurückgegeben werden.

Unabhängig von der Witterung muss gefüttert werden. Bevor der Frost eintritt, muss die lebensrettende Futterstelle bereits bekannt sein: „Ein neues Restaurant würden Sie ja auch erst einmal twittern!“ Bei anstrengenden Minustemperaturen von 10 Grad bleiben die zierlichen Geschöpfe nur 60 Minuten lang kräftig genug, um an lebenserhaltendes Futter zu gelangen. Die Fütterung zur Brutzeit hingegen ist mittlerweile noch wichtiger als die im Winter und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Vogelwelt: Viele Arten brüten früher, 
legen mehr Eier und ziehen kräftige Jungvögel heran.

Über vorherrschende Befürchtungen, die Vögel würden durch Futterstellen unselbständig und träge werden, kann der Wissenschaftler nur lachen: „Die Vögel würden sterben. Es ist 5 vor 12!“

Landhaus oder Wolkenkratzer?

„Frei anfliegbare, offene Futterhäuser sind in der Vogelwelt beliebter als Silos“, berichtet der Forscher aus der Praxis. Aber auch Silos und sonstige Futterspender haben ihre Vorteile: Platzsparend sind sie für die Balkonfütterung bestens geeignet. „Balkonbesitzern, die Vögeln Mahlzeiten anbieten möchten, empfehle ich schalenfreies Futter. Das streut kaum Abfall und es gibt keinen Ärger mit dem Nachbarn darunter.“

Damit es gerecht zugeht beim gemeinsamen Speisen der verschiedenen Vogelarten, bieten sich Behältnisse wie Meisenknödelspiralen an. So bleiben die Knödel für alle am Platz und werden von den großen Vögeln nicht verschleppt. Volumenfassende Meisenknödelkranzspiralen beherbergen einen Futtervorrat für mehrere Tage und viele hungrige Schnäbel – so kann es für Vogelfreunde beruhigt auch mal in den Urlaub gehen.

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