Sieben Dinge — die Sie über BARF wissen müssen

Bello barft, Hasso barft und sogar Waldi, der Nachbars-Teckel, barft seit Neuestem. Das Thema gesunde Ernährung ist vielen Hunde-Haltern wichtig. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie auch über gesunde Ernährung ihrer Hunde neu nachdenken. Für Viele liegt die Antwort in einem Kürzel: BARF. Doch was ist das genau? Hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen rund ums Barfen.

Barfen kommt von BARF. BARF steht als Abkürzung für „biologically appropriate raw food“ und im Deutschen sinngemäß für „biologisch artgerechte Roh-Fütterung“. Den Hund zu barfen heißt, ihn mit rohem Futter zu versorgen.

Als biologisch artgerecht für den Hund gilt beim BARF eine Orientierung an der Ernährung des Wolfs, seinem Vorfahren. Wölfe ernähren sich ausschließlich von Rohkost. Während sich die Lebensumstände von Wolf und Hund seit langer Zeit unterscheiden, ist ihr Verdauungstrakt weiterhin ähnlich aufgebaut. Einzig Kohlenhydrate kann der Hund besser verwerten als der Wolf.

Hunde-Halter, die ihre Hunde barfen, berichten davon, dass ihr Hund aktiver und lebendiger ist, Spaß an seinem Futter hat und gesund ist: Glänzendes Fell, strahlende Augen, funktionierende Verdauung. Liegt das am BARF?

Wenn Sie sich entscheiden, Ihren Hund zu barfen, werden Sie viel Zeit mit Nährstoffbedarfs-Tabellen verbringen. Jeder Hund hat abhängig von Körpergröße und Tatendrang andere Ansprüche an sein tägliches Futter. Und wie beim Menschen gibt es beim Hund unterschiedliche Geschmäcker.

Der BARF-Hund freut sich über Futter, das Sie individuell und abwechslungsreich für seinen Stoffwechsel und seinen Geschmack zusammenstellen. Das kann Hundefutter aus dem Tiernahrungs-Regal nicht leisten. Eine ausgewogene Futtermischung ist aber die Grundlage für einen gesunden Hund.

Wenn Sie BARF zu aufwändig finden, sich vor rohem Fleisch ekeln oder hygienische Bedenken haben, sind Sie kein schlechter Hundehalter. Geht es Ihrem Hund gut mit seinem Futter? Frisst er es gern und bieten Sie ihm Abwechslung bei seinem täglichen Futter? Hundefutter aus der Dose und dem Beutel ist nicht grundsätzlich ungesund oder minderwertig. BARF und Hundefutter aus dem Tiermarkt sind keine Ideologien, es sind Ernährungsweisen Ihres Hundes.

Die Gesundheit und das Glück Ihres Hundes hängt nicht allein vom Inhalt seines Napfes ab (auch wenn Ihr Cocker Spaniel das vielleicht anders sieht). Hundefutter aus der Dose ist aber immer ein Kompromiss, weil Sie die Zusammensetzung nicht beeinflussen können.

BARF orientiert sich an der Ernährungsweise des Wolfs. Der Wolf reißt komplette Tiere. Er frisst Fleisch, Innereien, Knorpel und Knochen. All das gehört zu einer Ernährung nach den Grundsätzen von BARF. Wölfe fressen sogar Magen und Darm ihrer Beutetiere und nehmen so vorverdaute Pflanzenkost auf. Von Zeit zu Zeit frisst er zuletzt Kräuter und Beeren, wenn auch in geringen Mengen.

Den Hund barfen heißt, ihn hauptsächlich mit Fleisch zu versorgen, aber auf einen ausgewogenen Speiseplan gehören pflanzliche Bestandteile. Und auch Kohlenhydrate kann der Hund verwerten, eine Fähigkeit die er im Laufe seines Zusammenlebens mit dem Menschen erworben hat. Artgerechte Ernährung nach BARF besteht nicht nur aus Fleisch, sondern aus abwechslungsreicher und gesunder Hunde-Vollwertkost. Dazu gehören neben Fleisch zumindest Knochen, Innereien, Obst und Gemüse. Die genaue Zusammensetzung hängt von Ihrem Hund ab.

Hunde haben andere Futter-Vorlieben als Menschen. Das beginnt beim Roh-Verzehr und endet bei der Auswahl der Tierstücke. Ihr Hund wird sich für die Luftröhre und Lefzen eines Rindes begeistern, Sie wahrscheinlich nicht.

Sie haben es beim BARF vollständig in der Hand, Ihren Hund gesund zu ernähren. Achten Sie auf Frische und Ausgewogenheit. Idealerweise gibt es in Ihrer Nähe einen Schlachter, der Sie regelmäßig mit dem versorgt, was für ihn „Schlachtabfall“ ist, weil wir Menschen es verschmähen. So haben Sie frische Produkte zur Verfügung, die Sie problemlos eine Weile tiefkühlen können.

Es spricht nichts dagegen, Welpen zu barfen. Ein Welpe ist allerdings kein kleiner Hund. Wenn Sie Ihren Welpen richtig barfen, stellen Sie seine BARF-Futter-Rationen anders zusammen als bei einem ausgewachsenen Tier. Ihr Welpe ist noch im Wachstum und hat besondere Ansprüche.

Wenn Ihr Welpe beim Züchter nicht nach BARF-Regeln ernährt wurde, warten Sie mit der Umstellung ab. Ihr Welpe soll sich bei Ihnen erst eingewöhnen. Das neue Umfeld ist für Ihren Welpen anstrengend genug, ohne die Nahrung umzustellen und den Welpen zu barfen.

Hundehalter stehen bei BARF vor dem gleichen Problem wie bei Hundefutter aus der Dose oder dem Beutel: Wie kann ich meinem Hund eine ausgewogene Mahlzeit anbieten, die alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien enthält? Wenn Sie Ihrem Hund täglich nur ein Rinderfilet anbieten, werden sie seinen Bedarf an Phosphor und Kalzium nicht decken. Das kann zu Schäden am Skelett führen.

Als verantwortungsvoller Hundehalter sollten Sie deshalb wissen, welche Nährstoffe Ihr Hund wirklich braucht. Dann wird Ihr Hund Ihnen die Abwechslung auf dem Speiseplan und die Freuden des Knochen-Kauens allerdings danken.

Sie finden, das klingt kompliziert? Dann werfen Sie einen Blick in das aktuelle Buch der Tierärztin Dr. med. vet. Danja Klüver. Dort finden Sie eine zusammenhängende Darstellung der wichtigen Nährstoffe, die auch zum Nachschlagen taugt und eine einfache Anleitung zum Barfen in nur fünf Schritten, inklusive Vorschlägen, die Sie problemlos an die Bedürfnisse Ihres Hundes anpassen können.

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