Mit Hund – auf Reisen

Was gibt es Schöneres, als die beste Zeit im Jahr gemeinsam mit seinem vierbeinigen Freund zu verbringen? Nicht nur wir Menschen genießen den Urlaub, erholen uns vom Alltag und bringen neue Eindrücke mit nach Hause. Auch unsere Fellnasen lieben es, uns zu begleiten und kommen genauso gut erholt zurück.

Bild: Horst Streitferdt/Kosmos in: Sistermann/Sistermann: Whippet.

Vom Norden bis ans Mittelmeer

Bild: Sabine Stuewer/Kosmos in Körner: Rhodesian Ridgeback.

Das Wichtigste beim „Urlaub mit Hund“ ist das Reiseziel. Entspannen kann man nur dort, wo Hunde erwünscht sind, wo sie mit dem Klima zurechtkommen und bei den Aktivitäten ihrer Familie dabei sein können. Hunde, die eher für kühle Regionen gezüchtet wurden, wie z.B. Berner Sennenhund oder Neufundländer, fühlen sich im Hochsommer am Mittelmeer sicher nicht wohl. Wasserscheue Hunde haben wenig Freude an einer Kajaktour und einem eher lauffaulen Hund sollte man nicht gerade eine Alpenüberquerung zumuten. Doch für jedes Mensch-Hund-Team gibt es das passende Reiseziel, ob im hohen Norden, in den Bergen oder in einem der südlichen Länder. Erkundigen Sie sich bei anderen Hundehaltern – ganz sicher kann jeder von seinem Lieblingsreiseziel mit Hund erzählen.

Seit einigen Jahren stehen bestimmte Hunde-Rassen auf sogenannten „Rasselisten“ und als gefährlich eingestuft. Diese Listen weichen von Land zu Land, in Deutschland sogar von Bundesland zu Bundesland, voneinander ab. Wichtig ist deshalb, dass Sie sich genau informieren,

  • ob Ihr Hund einer der Rassen angehört bzw. eine Mischung aus einer dieser Rassen ist
  • ob sie in das Land einreisen können und
  • welche Vorschriften Sie beim Aufenthalt berücksichtigen müssen.

Mit Auto, Bahn oder Flugzeug

Fährt Ihr Hund gern Auto oder Wohnmobil, sind dies sicher die bequemsten Fortbewegungsmittel. Das Gepäck kann gut und sicher verstaut werden, Ihr Hund ist mit seinem Platz oder seiner Box vertraut und Sie können die Pausen individuell gestalten. Am Urlaubsort selbst, sind Sie nicht auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. In manchen Ländern dürfen Hunde nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln mitgenommen werden.

Vorsicht: Hunde können nur bedingt schwitzen und regulieren ihren Wärmehaushalt über das Hecheln. Hitze kann schnell zu einem Kreislaufkollaps mit Todesfolge führen. Deshalb lassen Sie Ihren Hund in der warmen Jahreszeit niemals im Auto zurück. Suchen Sie ein Parkhaus, wo Sie sicher sein können, dass das Auto im Kühlen steht. Auch sollte der Hund immer Zugang zu frischem Wasser haben.

Auch mit der Bahn können Sie bequem an Ihren Urlaubsort kommen. Erkundigen Sie sich vorab nach den Bestimmungen. Heutzutage ist das Mitführen und häufig auch Tragen eines Maulkorbes vorgeschrieben. Deshalb sollte Ihr Hund vorab daran gewöhnt sein. Die Platzverhältnisse sind etwas beengt, so dass das Bahnfahren mit kleinem Hund sicher angenehmer ist als mit drei Doggen im Schlepptau.

Wer auf Flugreisen nicht verzichten möchte, kann auch hier seinen Hund mitnehmen. Kleine Hunde dürfen meist mit in die Passagierkabine, große werden im Gepäckraum transportiert. Alle Hunde müssen jedoch sicher in einer Transportbox untergebracht werden. Reisen Sie gerne mit Flugzeug und Hund, ist es natürlich das Beste, bereits den Welpen an das Fliegen zu gewöhnen. Erkundigen Sie sich vorher bei Ihrer Airline, welche Reisebestimmungen für Hunde gelten.

Bild: Michael Pramberger in: Posthoff: Französische Bulldogge.

Schöner Wohnen

Bild: Mareike Rohlf/Kosmos in: Richter-Lönnecke: Irish Terrier.

Bei der Unterkunft haben Sie die Qual der Wahl. Ob Ferienhaus, -wohnung, Hotel, Wohnwagen, Zelt oder Boot – für jeden Wunsch gibt es Angebote. Viele Reiseveranstalter haben sich auf „Urlaub mit Hund“ spezialisiert und auch das wirtschaftliche Potenzial der Hundehalter für sich entdeckt. Von der Luxuswohnung bis zum idyllischen Planwagen können Sie alles buchen. Viele Angebote finden Sie hierzu auch im Internet. Wichtig ist, dass Sie sich und Ihren Hund richtig einschätzen. Ein Hundehotel, das mit Sicherheit viele unterschiedliche Hunde beherbergt, sollte man nicht gerade mit einem sozial unverträglichen Hund besuchen.

Egal, wohin die Reise geht, eine Hundehaftpflichtversicherung ist in jedem Fall abzuschließen und manchmal auch bei der Buchung vorzulegen.

Decke, Napf und Co.

Kleidung braucht unser Hund zum Glück nicht, doch seine gewohnte Schlafdecke, genügend Futter, einen Napf, Pflegeartikel sowie Medikamente sollte man mitnehmen. Fragen Sie vorab Ihren Tierarzt, ob bestimmte Impfungen für Ihr Reiseziel notwendig sind und welche gesundheitlichen Vorkehrungen Sie treffen müssen, z.B. Prophylaxe gegen Zecken, Herzwürmer, Sandmücken. Stellen Sie eine kleine Reiseapotheke zusammen, damit Sie im Notfall schnell handeln können (siehe Kasten). Auch sollten Sie immer Ihren EU-Heimtierausweis mit sich führen. Nicht nur bei Grenzüberschreitung ist er wichtig, viele Hotels, Campingplätze usw. möchten den Impfnachweis sehen.

Auch Halsband, Leine, evtl. Maulkorb, Schleppleine etc. müssen eingepackt werden. An vielen Orten gibt es zu bestimmten Jahreszeiten oder auch ganzjährig eine Leinenpflicht. Hier ist es dann für Ihren Hund schöner, wenn er an einer Schleppleine oder Flexileine laufen darf und mehr Bewegungsspielraum hat.

Ist das Ziel beschlossen, die Unterkunft gebucht und auch für den Hund die Tasche gepackt, steht einem erholsamen Urlaub nichts mehr im Weg. Und Sie werden sehen – mit jeder Reise, jedem gemeisterten Abenteuer wird die Beziehung zu Ihrem Hund enger.

Auf einen Blick: Reiseapotheke für den Hund

  • Fieberthermometer
  • Haftbinden (z.B. Peha-haft)
  • Heftpflaster (eine Rolle)
  • Mullbinden und Mulltupfer, falls möglich steril, erhältlich in der Apotheke oder bei Ihrem Tierarzt.
  • Watte, ideal auch Wattebinden zum Polstern von Verbänden
  • Taschenlampe
  • Zeckenhaken
  • Elektrolytpulver zum Ausgleich entsprechender Verluste bei Erbrechen und Durchfällen (erhältlich bei Ihrem Tierarzt)
  • Bachblüten – Rescue-Tropfen
  • Medikamente nach Absprache mit Ihrem Tierarzt
  • Einen oder zwei Hundeschuhe, um bei kleineren Verletzungen die Pfoten vorübergehend zu schützen

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