Hund im Büro – das müssen Sie beachten

Sie haben einen Hund und wollen Ihren Hund mit ins Büro nehmen? Mit der richtigen Vorbereitung ist das eine gute Idee. Ein Hund im Büro ist gut für das Klima am Arbeitsplatz und sorgt für eine harmonische Stimmung "auf Arbeit". Sie kommen in Ihrer Mittagspause an die frische Luft und starten mit neuer Energie in die zweite Hälfte des Arbeitstages.

Hier im KOSMOS Verlag gibt es einige vierpfotige Mitarbeiter. Unsere guten Erfahrungen mit Bürohunden geben wir gern weiter, damit auch Ihr Büro auf den Hund kommt. Die wichtigste Regel, so der Tenor:

Rücksicht nehmen und die Hunde möglichst reibungslos in den Arbeitsalltag integrieren.

Die vielen Vorteile des Hundes im Büro betont auch der Deutsche Tierschutzbund seit vielen Jahren. Um Aufmerksamkeit für das Thema zu erzeugen,veranstaltet er in jedem Jahr den "Aktionstag Hund".Alle beteiligten Unternehmen erlauben ihren Mitarbeitern an diesem Tag, ihre Hunde mit ins Büro zu bringen. Von der Buchhandlung bis zur Anwaltskanzlei haben sich im vergangenen Jahr über 1000 Firmen daran beteiligt und getestet, wie es sich mit dem Hund als Kollegen arbeiten lässt.

Der Aktionstag Hund ist eine gute Gelegenheit, das Arbeitsmodell "Hund im Büro" auszuprobieren. Der KOSMOS Verlag mit seiner jahrelangen Erfahrung in Sachen Hunde-Kollegen unterstützt das Projekt natürlich gern und nimmt ebenfalls teil.

Als Arbeitnehmer haben Sie keinen Anspruch darauf, Ihren Hund mit zur Arbeit zu bringen. Sie müssen Ihren Arbeitgeber um Erlaubnis fragen, ob Ihr Hund ins Büro darf oder nicht. Ihr Arbeitgeber wird prüfen, was im Interesse aller Arbeitnehmer ist. Birgitta Barlet, Verlagsleitung für das Programm Buch bei KOSMOS:

"Sobald ich den Eindruck hätte, dass sich jemand gestört fühlt, müssten die Hunde leider draußen bleiben. Aber hier in unserer Abteilung ist die Akzeptanz sehr hoch."

Von Kynophobie – der Angst vor Hunden – bis zu einer Allergie gegen Hundehaare gibt es verschiedene Gründe, die gegen den Hund im Büro sprechen. Viele Vorbehalte lassen sich allerdings durch Gespräche aus der Welt schaffen. Informieren Sie Ihre Kollegen deshalb über Ihre Pläne und holen Sie sie mit ins Boot. Hunde am Arbeitsplatz wirken sich bei guter Vorbereitung auf alle Menschen positiv aus. So vermeiden Sie, dass Ihr Wunsch an zu großer Skepsis scheitert.

Aus Sicht des Arbeitgebers ist das wichtigste Argument für den Hund im Büro die Motivation der Besitzer. Birgitta Barlet, Verlagsleitung für das Programm Buch bei KOSMOS:

"Die Mitarbeiterinnen mit Hund scheinen sehr zufrieden, ich erlebe sie als besonders ausgeglichen, motiviert und loyal. Dies hat bestimmt damit zu tun, dass sie ihre Hunde mitbringen können."

Zur Ausgeglichenheit trägt neben der Nähe zum treuen Begleiter auch die Pause bei. Der Hund muss in der Mittagspause hinaus und braucht Beschäftigung. Redakteurin Alice Rieger, Halterin von Beagle Nelson:

"Wenn gearbeitet wird, wird geschlafen. Gemeinsam spielen, schnuppern und laufen können sie in der Mittagspause."

Das holt die Hundehalter aus dem Arbeits-Alltag heraus und der Kopf wird frei.

Für die Hunde ist die Nähe zu ihren Menschen ebenfalls angenehm, wenn das Büro den Bedürfnissen des Hundes entspricht. Und wie ist das mit den Kollegen?

Spricht nichts gegen den Hund im Büro, dann verbessert er das Betriebsklima, sowohl emotional als auch sozial. Die Nicht-Hundehalterin und Presse-Referentin Stephanie Wilhelms:

"Die Hunde sorgen in stressigen Zeiten für ein bisschen Entspannung zwischendurch – einfach durch einen kurzen Stupser mit der Nase, ein lustiges Geräusch oder eine besonders extravagante Art im Körbchen zu liegen."

Die Hunde tun dem Betriebsklima gut, denn diese strahlen viel Ruhe aus und

"man kommt miteinander ins Gepräch und unterhält sich mit den Kollegen auch abseits von Arbeitsthemen. Hunde verbinden einfach, auch wenn man ‚Nicht-Hundehalter‘ ist."

Als Hund im Büro eignet sich grundsätzlich jede Rasse, es kommt auf den Charakter an. Bei KOSMOS sind derzeit zwei Labrador Retriever, ein Golden Retriever, eine Rauhaar-Galga, ein Beagle, ein Australian Shepherd, ein Australian Silky Terrier, ein Berner Sennenhund und zwei reinrassige Tierheim-Mischlinge Teil des Kollegenkreises. Wichtig ist: Gewöhnen Sie Ihren Hund langsam an das Büro.

Passt der Charakter Ihres Hundes in ein Büro? Im Büro herrscht manchmal großer Trubel: Menschen kommen und gehen, sie bleiben länger oder kürzer, es sind bekannte und fremde Menschen darunter, manche mögen Hunde, andere nicht. Der ideale Hund im Büro ist deshalb nicht territorial veranlagt, damit er keinen Besuch verbellt. Fremden gegenüber sollte er freundlich und aufgeschlossen sein, aber nicht ständig nach Aufmerksamkeit suchen.

Ein ängstlicher Hund im Büro ist ebenfalls ein Problem. Er bleibt zwar auf seinem Platz, steht aber unter erheblichem Stress. Das kann zu Verhaltensauffälligkeiten und bis zu physischen Leiden führen. Für einen ängstlichen Hund ist im Büro nicht der richtige Platz.

Egal ob ein oder mehrere Hunde in den Büros, der Hund im Büro benötigt seinen Platz. Im Idealfall ein Platz, an dem er gern schläft. Das tun Hunde ohnehin am Liebsten und dösen 16-20 Stunden am Tag. Redakteurin Ute Schmalfuß, Halterin von Galga Oona und Labrador Lung:

"Die Hunde können sich begrüßen. Aber dann liegen sie in ihren Hundebetten hinter meinem Schreibtisch und schlafen."

Sie ergänzt, dass die Hunde auch im Home Office am liebsten im Körbchen herumliegen, obwohl sie dort viel mehr Freiraum haben sich zu bewegen und zu spielen.

Der eigene Platz ist die Ruhezone des Hundes, an dem er den größten Teil des Tages verbringen wird. Redakteurin Hilke Heinemann, Halterin von Golden Retriever Runa:

"Wir achten darauf, dass jeder Hund seinen Rückzugsort hat, an dem er nicht gestört werden darf."

Der Hundeplatz im Büro ist deshalb vor Zugluft geschützt und es gibt keinen Durchgangsverkehr. Hundebett, Korb oder Decke? Hauptsache, Ihr Hund fühlt sich dort wohl. Ein Napf mit Wasser und ggf. Futter sind selbstverständlich.

Wie auch für die Ruhezone daheim gilt für den Hund im Büro, dass niemand ihn dort stört. Es soll ein Ort sein, an den sich Ihr Hund gern zurückzieht. Natürlich darf Ihr Hund sich im Büro bewegen, nur Toben im Büro verbietet sich von selbst. Und wenn andere Menschen das Büro betreten, sollte Ihr Hund auf seinen Platz zurückkehren und warten, ob er den Neuankömmling begrüßen darf. Ein Gruß gehört im Büro zwar zum guten Ton, aber nur, wenn Sie es erlauben.

Für Kollegen, die unsicher im Umgang mit Hunden sind, empfiehlt sich ein Hinweisschild an der Tür, wenn der Hund im Büro ist. Sie können dann die Absprache treffen, dass Sie bei einem Klopfen die Tür selbst öffnen, sobald der Hund an seinem Platz ist und bleibt.

Die Mittagspause gehört Ihrem Hund. Auch wenn Hunde verschlafene Gesellen sind und zwischen 16 und 20 Stunden am Tag dösen, brauchen sie Bewegung, Aufmerksamkeit und Beschäftigung. Ganz zu schweigen davon, dass jeder Hund einmal "muss".

Die Mittagspause sollte für einen Spaziergang reserviert sein. Ideal sind mehrere Hunde und ein Park in der Umgebung. So kann Ihr Hund sich für die zweite Ruhepause austoben und Sie bekommen den Kopf frei für die zweite Arbeitsphase. Frische Luft und Ablenkung steigern die Produktivität. Genießen Sie den Moment mit Ihrem Hund und beschäftigen Sie ihn angemessen. So starten Sie frisch in den restlichen Arbeitstag und Ihr Hund freut sich auf die Entspannung in seinem Körbchen.

Aber Sie kennen das: Noch zwei Stunden bis Feierabend und Sie können sich nicht mehr auf die Arbeit konzentrieren. Auch Ihrem Hund wird es manchmal schwer fallen, sich vollständig auf seinen verantwortungsvollen Schlummer zu konzentrieren. Golden Retriever Runa empfiehlt in dem Fall den Teddybär in ihrem Körbchen. Beagle Nelson hat sein Herz an seinen Stoff-Beagle-Kumpel verloren und möchte ihn sogar beim Gassi-Gehen in seiner Nähe wissen.

Aber meistens fällt Nelson das Dösen leicht. Vor der Arbeit geht er eine dreiviertel Stunde lang mit Redakteurin Alice Rieger spazieren, in der Mittagspause dreht er eine weitere Runde und nach Feierabend spaziert er weitere anderthalb bis zwei Stunden. Auch Ute Schmalfuß läuft nach der Arbeit ausgedehnt mit Lung und Oona, aber "lieber bei mir auf dem Land, damit ich Oona auch ableinen und sie sprinten kann." Und danach? Wahrscheinlich wieder ins Körbchen, hund muss ja seine 20 Stunden Schlaf schaffen. Ein Hunde-Arbeitstag endet eben nie mit dem Feierabend.

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