Gärtnern – Wenn Triebe erwachen

Die ersten Sonnenstrahlen bringen die Finger der Gartenbegeisterten zum Kribbeln, und spätestens nach den Eisheiligen geht der grüne Daumen senkrecht nach oben: Nach Herzenslust wird gebuddelt, gejätet und gepflanzt. Harke, Schaufel und Gießkanne zu den bevorzugten Fitnessgeräten beim naturnahen Outdoor-Training. Ran an den Garten: Ärmel hochkrempeln und los geht´s!

Jede Pflanze ist einzigartig und erfüllt ihren Zweck im Netzwerk der Natur. „Unkraut“ ist im Grunde nur die Bezeichnung für Pflanzen, die an unerwünschter Stelle wachsen. Einige der ungeladenen Pflanzengäste sind für uns Menschen giftig oder drängen durch ihre Wuchsfreude Nutzpflanzen zurück, so dass wir sie am liebsten ganz schnell wieder loswerden würden.

 

Pflücksalat oder Brennnessel? Ausreißen oder Aufessen?

Als Gartenanfänger gibt einem das eigene Gemüsebeet das eine oder andere Rätsel auf, und der Streifzug zwischen Rosenkohl und Radieschen ähnelt oft einer Entdeckungsreise. Jedes zarte Grün im Stauden- oder Kräuterbeet wird zwar freudig begrüßt, aber oft fragt man sich: Was keimt denn da?

Im Garten sprießen neben den selbstgesäten Pflanzen auch solche, die vom Wind eingetragen wurden, sich also selbst aussäen oder unterirdisch ausbreiten. Aus so manch einem unscheinbaren Gartengast wird später eine Wildblume mit prächtiger Blüte oder ein Kraut, aus dem man heilkräftigen Tee zubereiten kann. Einige Pflanzen dienen auch wunderbar als Bio-Dünger für Nutzpflanzen. Aus den Blättern des Löwenzahns lässt sich z.B. ein vitaminreicher Salat zubereiten und seine Samen sind eine beliebte Kost bei Vögeln.

Aber Vorsicht: Löwenzahn bildet bis zu zwei Meter tief reichende Wurzeln, treibt unermüdlich aus und ist dabei enorm anpassungsfähig. Er schlägt sogar dem Rasenmäher ein Schnippchen und reagiert mit immer kürzeren Blütenstielen, um sich vor den scharfen Klingen zu schützen. Aus einer einzelnen Pflanze entstehen im Laufe eines Jahres Tausende von neuen Samen.

Es heißt also, ein Zuviel des Guten in frühem Stadium ausfindig zu machen und Platzverweise zu erteilen. Aber wie unterscheide ich nützliche von unerwünschten Pflanzen? Welche Wildpflanzen sind essbar und welche ungebetenen Gäste sind giftig? Um Unkraut zu vermeiden und rechtzeitig entfernen zu können, muss das Auge darauf geschult sein, die Keimlinge in den Kinderschuhen zu erkennen.

Dipl. Biologin Bärbel Oftring, Erfolgsautorin und Lektorin, verrät uns in ihrem neuen Buch Wird das was oder kann das weg? u. a., welche Jungpflanzen man besser entfernen sollte und woran man sie erkennt.

Top-Ten der "lästigsten" Pflanzen

1. Acker-Winde (Convolvulus arvensis)

2. Brennnessel (Urtica dioica)

3. Wiesen-Sauerampfer (Rumex acetosa)

4. Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia)

5. Giersch (Aegopodium podagraria)

6. Acker-Schachtelhalm (Equisetum arvense)

7. Franzosenkraut (Galinsoga spec.)

8. Löwenzahn (Taraxacum officinalis)

9. Kriech-Quecke (Elymus repens)

10. Breit-Wegerich (Plantago major)

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