Der Sternhimmel im September 2022

Seit dem 27.03.2022 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Unaufhaltsam schreitet das Jahr voran und so dürfen wir in diesem Monat, genauer gesagt am 23. September, auch schon den astronomischen Herbstbeginn feiern. Und auch die Sterne am Himmel lassen keinen Zweifel daran aufkommen, dass der Herbst vor der Tür steht, denn die Sommersternbilder haben sich inzwischen deutlich nach Westen verschoben. Zwar liegt der Helligkeitsschwerpunkt nach wie vor beim Sommerdreieck, das aus Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufgespannt wird, dennoch rücken von Osten die Herbststernbilder immer weiter auf der Himmelsbühne vor. Während der Schwan mit der Milchstraße im Hintergrund nun fast im Zenit zu finden ist, hat der Adler den Meridian längst überflogen. Neben ihm – genau auf der Nord-Süd-Linie – steht übrigens derzeit der kleine Sternenrhombus (plus Anhängsel) des Sternbilds Delfin. Tiefer im Süden kulminiert außerdem gerade das Sternbild Steinbock, das derzeit besonders leicht zu finden ist, da Ringplanet Saturn seine Bahn in ihm zieht. Neben dem Steinbock stehen der Schütze im Westen und der Wassermann im Osten. Wer einen tiefen Horizont sowie günstige Beobachtungsbedingungen hat, kann noch weiter südlich möglicherweise Fomalhaut im Südlichen Fisch erkennen. Die östliche Himmelshälfte wird nun vom Pegasusquadrat, auch Herbstviereck genannt, bestimmt. Dieses ist kein eigenständiges Sternbild, sondern nur Teil von Pegasus und der angrenzenden Andromeda, und gilt als Leitsternbild des Herbsthimmels. Halbhoch im Nordosten folgt auf die Andromeda das Sternbild Perseus. Ebenfalls im Osten zeigt sich das kleine Sternbild Widder mit seinem Hauptstern Hamal (arab.: Lamm); im Südosten tauchen die Fische auf, in denen derzeit Jupiter zu finden ist.

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Die Planeten am Nachthimmel im September 2022

Seit dem 27.03.2022 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Merkur stand im Vormonat noch in größter östlicher Elongation und wird nun am 9. stationär. Anschließend läuft er rückläufig am Himmel auf die Sonne zu, die er zur Konjunktion am 23. schließlich erreicht. Entsprechend unbeoachtbar bleibt er in diesem Monat noch; im Oktober folgt jedoch seine einzige Morgensichtbarkeit in diesem Jahr.

Venus verblasst langsam am Morgenhimmel und wird gegen Monatsende unbeobachtbar.

Ihre Aufgänge verspäten sich von 5:15 Uhr am 1. auf 5:57Uhr am 15; im letzten Monatsdrittel endet ihr Morgensternperiode.

Mars bremst seine rechtläufige Bewegung im Stier ab – seine Opposition steht bevor. Seine Aufgänge verfrühen sich von 23:09 Uhr am 1. auf 22:36 am 15. und 21:56 Uhr am 30.

Jupiter, derzeit rechtläufig in den Fischen, kommt am 26. in Opposition zur Sonne und ist Glanzpunkt des Nachthimmels. Zusätzlich erreicht er seine erdnächste Position und somit seinen größten scheinbaren Durchmesser. Am 1. steigt der Gasriese um 20:54 Uhr über den Horizont, am 15. um 19:57 Uhr und am Tag seiner Opposition bereits um 19:11 Uhr. In der Oppositionsnacht kulminiert er um 1:14 Uhr und sink um 7:16 Uhr unter den Horizont.

Saturn, im Vormonat in Opposition zur Sonne, kann mit Einbruch der Dunkelheit im Südosten gesehen werden. Während er am 1. noch um 4:57 Uhr untergeht, verabschiedet er sich am 15. um 3:57 Uhr vom Himmel und am 30. bereits um 2:54 Uhr.

Uranus, rückläufig im Widder, geht nun in den frühen Abendstunden auf: am 1. um 22:12 Uhr, am 15. um 21:17 Uhr und am 30. um 20:17 Uhr.

Neptun, rückläufig im Wassermann, kommt in der Nacht vom 16. auf den 17. in Opposition. An diesem Tag geht er um 19:31 Uhr auf, kulminiert um 1:17 Uhr und sinkt um 7:02 Uhr wieder unter den Horizont. Bis zum Monatsletzten verfrühen sich seine Kulminationszeiten auf 00:20 Uhr, seine Untergänge entsprechend auf 6:09 Uhr am 30.

Aktuelle Himmelsereignisse

Der Sternhimmel im September 2022

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