Der Sternhimmel im Januar 2022

Seit dem 31.10.2021 gilt die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MEZ.

Alle Jahre wieder… steht die Erde im Januar in ihrem sonnennächsten Punkt, dem Perihel. Dieses Jahr ist es am 4. soweit. Dann trennen Erde und Sonne „nur“ noch 147 Millionen Kilometer. Darauf, wie gut und welche Sterne wir am Nachthimmel sehen, hat dieser Umstand jedoch keinen Einfluss. Zum Glück! Denn in keiner anderen Jahreszeit sind so viele helle Sterne zu sehen, wie jetzt im Winter.

Fast im Zenit ist nun Kapella zu sehen, Hauptstern des Fuhrmanns. Hoch im Süden zieht die markante Figur des Stiers die Aufmerksamkeit auf sich, besonders der rote Aldebaran fällt schnell ins Auge und dient gut als Himmelsmarke.

Wer es noch markanter braucht, findet halbhoch im Süden das Leitsternbild des Winters: Himmelsjäger Orion. Mit seinen drei Gürtelsternen, den auffälligen Schulter- bzw. Fußsternen Beteigeuze und Rigel sowie seiner einprägsamen Form fällt er selbst ungeübten Beobachtern sofort auf. Im Südosten strahlt Sirius im Großen Hund als hellster Stern des Himmels; etwas höher ist der „Vorhund“ Prokyon im Kleinen Hund zu sehen. Weiter oben im Südosten sind die Zwillinge zu sehen, ihre hellen Sterne Kastor und Pollux sind leicht zu finden.

Und somit ist es komplett: das Wintersechseck; ein Asterismus aus Kapella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Pollux.

Wer die Nase voll von Winter und Kälte hat, kann den Sternhimmel auch dazu nutzen, um sich auf den bevorstehenden Frühling einzustimmen. Der kündigt sich nämlich bereits am Nachthimmel an: Knapp über dem Osthorizont ist bereits der Löwe – Leitsternbild des Frühlings – erschienen.

Übrigens: Sollten Sie die seltene Gelegenheit haben, einmal abseits jeglicher zivilisatorischer Lichter zu sein, dann nutzen Sie diese unbedingt, um einen Blick an den nächtlichen Himmel zu werfen. Denn dort windet sich nun das beeindruckende Band der Wintermilchstraße! Von Südosten steigt es – vorbei an Sirius, durch die Zwillinge, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia – empor und sinkt zum Nordwesthorizont hinab.

Immer auf dem Laufenden mit dem KOSMOS Newsletter Astronomie

Der Newsletter erinnert Sie kostenlos monatlich an die wichtigsten Himmelsereignisse. Wir versorgen Sie darüber hinaus mit interessanten Astronomie-News und vielem mehr. Verpassen Sie kein wichtigstes Himmelsereignis mehr mit dem KOSMOS Astronomie-Newsletter. Hier anmelden:

* Pflichtfelder
captcha

Die Planeten am Nachthimmel im Januar 2022

Seit dem 31.10.2021 gilt die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MEZ.

Gleich zu Jahresbeginn – bis etwa zum 13. – lässt sich der innere Planet Merkur am Abendhimmel erhaschen. Er erreicht am 7. seine größte östliche Elongation. Seine Untergänge verspäten sich leicht vom 1. um 17:51 Uhr auf 18:18 Uhr am 10. Nachdem er am 14. stationär wird und anschließend rückläufig auf die Sonne zueilt, steht er am 23. in Konjunktion mit ihr und bleibt unbeobachtbar.

Bisheriger Abendstern Venus wird in diesem Monat zum Morgenstern: Nachdem sie in den ersten Januartagen noch am Abendhimmel zu sehen ist, steht sie am 9. in unterer Konjunktion mit der Sonne und erscheint schon am 13. am Morgenhimmel. Ihre Aufgänge verfrühen sich von 7:18 Uhr am 13. auf 5:42 Uhr zum Monatsende.

Auch Mars ist unter guten Bedingungen am Morgenhimmel zu finden. Seine Aufgänge verfrühen sich von 6:18 Uhr am Monatsersten auf 6:02 Uhr am 31.

Jupiter, rechtläufig im Wassermann, ist noch am Abendhimmel zu finden, nimmt jedoch deutlich an Helligkeit ab. Am 1. sinkt er um 20:51 Uhr unter den Horizont, am 15. um 20:12 Uhr und zum Monatsende bereits um 19:29 Uhr.

Auch Ringplanet Saturn zieht sich vom Abendhimmel zurück und wird schon ab der Monatsmitte unbeobachtbar. Er geht am 1. um 19:06 Uhr unter, am 15. bereits um 18:20 Uhr. Danach wird man ihn vergeblich am Himmel suchen.

Uranus wird am 18. im Widder stationär und beendet somit seine Oppositionsperiode. Anschließend zieht er wieder rechtläufig am Himmel entlang. Er ist Planet der ersten Nachthälfte und geht am 1. um 3:29 Uhr unter, am 15. um 2:33 Uhr und am 31. um 1:30 Uhr.

Und auch Neptun zieht sich allmählich vom Abendhimmel zurück. Er kulminiert zum Monatsanfang um 17:02 Uhr und geht um 22:42 Uhr unter. Meridianpassage und Untergänge verfrühen sich im Laufe des Monats, sodass er am 15. um 16:08 Uhr kulminiert und um 21:49 Uhr untergeht; am Monatsletzten überquert er die Mittagslinie bereits um 15:07 Uhr und sinkt um 20:49 Uhr unter den Horizont.

Aktuelle Himmelsereignisse

Das Himmelsereignis im Januar 2022

Glücksregen zu Jahresbeginn?

Der Sternhimmel im Januar 2022

Erfahren Sie, was Sie am Nachthimmel entdecken können.

Produkte zum Thema

Kosmos Himmelsjahr 2021

Hans-Ulrich Keller

Sonne, Mond und Sterne im Jahreslauf

ab 13,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand

Von der Vermessung des Kosmos

Hélène Courtois

Und der Entdeckung von Laniakea

ab 14,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand

Der Geheimcode der Sterne

Jürgen Teichmann

Die Geburt von Spektroskopie und Astrophysik

ab 34,00 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand

Sternkarte für Einsteiger

Die Sternbilder sicher erkennen

ab 10,00 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand

Alles über Astronomie

Die Wunder des Weltalls, Sterne und Planeten beobachten

ab 10,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand