Der Sternhimmel im September 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Der septemberliche Große Wagen ist inzwischen nach Nordwesten herabgesunken und stattdessen hat sich Kassiopeia, das Himmels-W, genau gegenüber emporgeschwungen. Obwohl nach wie vor das Sommerdreieck, bestehend aus Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler, die Blicke auf sich zieht, ist es deutlich gen Westen gewandert, was vom bevorstehenden Herbst kündet. Dessen typische Sternbilder halten langsam am Osthorizont Einzug.

So steht Pegasus bereits hoch im Osten. Zentraler Teil dieses Sternbilds ist ein Sternenquadrat, das auch Herbstviereck genannt wird. Mit diesem Viereck verbunden ist die Sternenkette der Andromeda, deren Stern Sirrah eine Ecke des Quadrats bildet. Der Andromeda folgt im Nordosten der Perseus, der mythologisch mit der Prinzessin verbunden ist. Ebenfalls ist nun der Widder im Osten über den Horizont geklettert, während sich im Südosten das große aber lichtschwache Sternbild der Fische zeigt. Tief im Südosten fällt Fomalhaut in den Südlichen Fischen auf: ein bei uns stets horizontnaher weißer Hauptreihenstern in 25 Lichtjahren Entfernung.

Vor dem Sternenfeld der Sommermilchstraße fast im Zenit steht der Schwan, während auf der Nord-Süd-Linie inzwischen das kleine Sternbild Delfin zu finden ist. Trotz seiner geringen Größe – mit einer Fläche von rund 189 Quadratgrad am Himmel belegt es Rang 69 unter den 88 Sternbildern – ist der Sternenrhombus mit zusätzlichem Extra-Stern sehr einprägsam. Zwischen Zenit und Polarstern steht außerdem Kepheus in seiner höchsten Position. Während auch der Steinbock gerade noch den Meridian passiert, bereitet sich im Südwesten hingegen der Schütze bereits darauf vor, die Himmelsbühne zu verlassen.

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Die Planeten am Nachthimmel im September 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Der innerste Planet Merkur entfernt sich rechtläufig von der Sonne und erreicht am 14. seine größte östliche Elongation. Dennoch bleibt er unbeobachtbar.

Venus, derzeit in der Jungfrau und ab dem 18. in der Waage, baut ihre Abendsichtbarkeit kaum aus und verfrüht ihre Untergänge: Am 1. erfolgt der Venusuntergang um 21:13 Uhr, am 15. um 20:44 Uhr und am 30. bereits um 20:18 Uhr.

Der rote Mars wandert rechtläufig durch den Löwen und wechselt am 5. in die Jungfrau. Da er sich im September am Taghimmel befindet, bleibt er nachts unter dem Horizont und somit unbeobachtbar.

Gasriese Jupiter, im vergangenen Monat noch in Opposition zur Sonne, wird nach den frühen Untergängen der Venus klar zum hellsten Gestirn am Nachthimmel. Er kommt Ende des Monats nahezu zum Stillstand im Steinbock und zieht sich vom Morgenhimmel zurück: Geht er am 1. um 5:26 Uhr unter, sinkt er am 15. bereits um 4:22 Uhr und am Monatsletzten um 3:16 Uhr unter den Horizont.

Auch Ringplanet Saturn stand Anfang August in Opposition. Er bremst ebenfalls seine rückläufige Bewegung im Steinbock ab und ist bereits mit Einbruch der Dunkelheit im Südosten zu finden. Seine Untergänge verfrühen sich von 3:48 Uhr am Monatsersten auf 2:49 Uhr am 15. und 1:48 Uhr am 30.

Uranus, rückläufig im Widder, wird zum Planeten der gesamten Nacht und kann mit lichtstarker Optik eine Stunde nach seinem Aufgang gefunden werden. Am 1. geht er um 22:02 Uhr auf, am 15. um 21:06 Uhr und am 30. bereits um 20:06 Uhr.

Neptun erreicht am 14. im Wassermann seine Opposition. Er geht am 1. um 20:25 Uhr auf und am Oppositionstag bereits um 19:33 Uhr.

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