Der Sternhimmel im Januar 2021

Seit dem 25.10.2020 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MEZ.

Inzwischen wird klar, weshalb Orion als das Leitsternbild des Winterhimmels gilt: Das auffällige Sternbild mit seinem rötlichen Schulterstern Beteigeuze, dem bläulich-weißen Fußstern Rigel und dem markanten „Gürtel“, bestehend aus drei nebeneinanderstehenden Sternen, lässt sich derzeit halbhoch im Süden finden lässt und dient als Orientierungshilfe. Im Südosten zeigt sich außerdem Sirius, Hauptstern des Großen Hundes; etwas höher leuchtet Prokyon im Kleinen Hund.

Doch auch der restliche Himmel muss sich nicht verstecken, denn im Vergleich zu den anderen Jahreszeiten weist der Wintersternhimmel die meisten hellen Sterne auf. So ist nun beispielsweise die Kapella, Hauptstern des Fuhrmanns, fast im Zenit zu finden. Hoch im Süden steht außerdem der Stier mit seinem rötlichen Hauptstern Aldebaran. Ganz in der Nähe stehen die Sternhaufen der Hyaden sowie die berühmten Plejaden, auch Siebengestirn genannt. Sie sind vor allem für Fernglasbeobachter ein eindrucksvolles Beobachtungserlebnis. Hoch im Osten stehen die Zwillinge mit ihren hellen Sternen Kastor und Pollux. Gemeinsam bilden all diese Sterne das sogenannte Wintersechseck: Kapella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Pollux.

Die Herbststernbilder Andromeda, Pegasus, Widder und die Fische sind nun auf die westliche Himmelsseite gewandert; nur Perseus steht noch nahe des Zenits. Tief im Nordwesten ist außerdem noch der Schwan zu erahnen, während im Südwesten eher lichtschwache Sternbilder angesiedelt sind, wie z.B. der Walfisch oder der Fluss Eridanus.

Doch obwohl der Winter gerade erst vollen Schwung aufgenommen hat, lassen sich im Osten schon erste Vorboten des Frühlings erahnen. So ist beispielsweise der Löwe, Leitsternbild des Frühlings, schon über den östlichen Horizont gewandert – seinen Meridiandurchgang hat er allerdings erst im April.

Unter sehr guten Bedingungen kann jetzt auch das milchige Band der winterlichen Milchstraße bewundert werden. Es steigt vom Südosten aus in die Höhe, zieht vorbei an Sirius, durch die Zwillinge, Fuhrmann, Perseus und Kassiopeia und sinkt schließlich zum Nordwesthorizont wieder hinab.

Immer auf dem Laufenden mit dem KOSMOS Newsletter Astronomie

Der Newsletter erinnert Sie kostenlos monatlich an die wichtigsten Himmelsereignisse. Wir versorgen Sie darüber hinaus mit interessanten Astronomie-News und vielem mehr. Verpassen Sie kein wichtigstes Himmelsereignis mehr mit dem KOSMOS Astronomie-Newsletter. Hier anmelden:

* Pflichtfelder
captcha

Die Planeten am Nachthimmel im Januar 2021

Seit dem 25.10.2020 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MEZ.

 

Merkur läutet das Jahr mit einer zaghaften Abendsichtbarkeit ein: Von Mitte bis Ende des Monats ist er tief über dem abendlichen Südwesthorizont zu sehen, insbesondere vom 22. bis 26. Doch schon ab dem 15. ergeben sich erfahrenen Beobachtern erste Gelegenheiten. Dann geht der kleine Planet um 18:05 Uhr unter und ist etwa in der halben Stunde vorher in der Dämmerung erkennbar. Am 29. geht er um 18:44 Uhr unter und wird am 30. stationär.

Venus hingegen zeigt sich zu Jahresbeginn als Morgenstern. Sie ist in der Morgendämmerung knapp über dem Südosthorizont zu sehen; am 1. erfolgt ihr Aufgang um 6:49 Uhr. Im Laufe des Monats verspäten sich ihre Aufgänge auf 7:25 Uhr. Da gleichzeitig die Morgendämmerung immer früher einsetzt, wird sie im letzten Monatsdrittel für das freie Auge unsichtbar.

Mars beginnt, sich aus der zweiten Nachthälfte zurückzuziehen. Er wechselt am 7. von den Fischen in den Widder und ist der hellste Planet am Abendhimmel. Seine Untergänge verfrühen sich von 2:16 Uhr am 1. auf 1:42 Uhr am 31.

Nach ihrer Paradevorstellung im vergangenen Monat können sowohl Jupiter als auch Saturn nun nur noch im ersten Monatsdrittel tief im Südwesten in der Abenddämmerung gefunden werden. Sie eilen ihrer Konjunktion mit der Sonne entgehen und werden schließlich unbeobachtbar. Während man nach Jupiter ab dem 10. vergeblich Ausschau hält, kann Saturn sogar nur zu Monatsanfang noch entdeckt werden. Gasriese Jupiter geht am 1. um 18:17 Uhr unter; bis zum 10. verfrühen sich seine Untergänge auf 17:53 Uhr. In Konjunktion mit der Sonne steht er am 29. Saturn sinkt am 1. um 18:10 Uhr unter den Horizont; am 10. bereits um 17:41 Uhr. Saturns Konjunktion ist am 24.

Uranus wird am 14. im Widder stationär und wandert anschließend wieder rechtläufig. Somit beendet er seine Oppositionsperiode und zieht sich langsam vom Morgenhimmel zurück. Seine Untergänge verfrühen sich von 3:04 Uhr am Monatsersten auf 2:09 Uhr am 15. und 1:07 Uhr am 31. Seine Meridiangänge liegen entsprechend um 19:52 Uhr am 1., 18:57 Uhr am 15. und 17:54 Uhr am 31. Dann ist er besonders gut mit Fernglas oder Teleskop am Himmel zu entdecken.

Neptun, rechtläufig im Wassermann, zieht sich vom Abendhimmel zurück und bleibt ab der Monatsmitte unbeobachtbar. Seine Kulminationen und Untergänge verfrühen sich von 16:53 Uhr bzw. 22:29 Uhr am 1. auf 15:59 Uhr bzw. 21:36 Uhr am 15.

Aktuelle Himmelsereignisse

Der Sternhimmel im März 2021

Erfahren Sie, was Sie am Nachthimmel entdecken können.

Das Himmelsereignis im März 2021

Unauffällig aber sehenswert – der Krebs

Produkte zum Thema

Kosmos Himmelsjahr 2019

Hans-Ulrich Keller

Sonne, Mond und Sterne im Jahreslauf

12,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand

Reiseziel Sternenhimmel

Bernd Pröschold

Die dunkelsten Beobachtungsplätze in Deutschland und Europa

24,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand

Drehbare Kosmos-Sternkarte

Hermann-Michael Hahn , Gerhard Weiland

Sterne finden - Planeten entdecken

14,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand

Atlas für Himmelsbeobachter

Erich Karkoschka

Die 250 schönsten Deep-Sky-Objekte am Nord- und Südhimmel

14,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand