Der Sternhimmel im April 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Inzwischen hat sich der Große Wagen über unsere Köpfe erhoben und prangt zur Standardbeobachtungszeit (am Monatsersten um 24 Uhr, am 15. um 23 Uhr) hoch am Himmelszelt. Doch eigentlich ist der Große Wagen gar kein Sternbild, sondern nur ein Teil – man spricht von Asterismus – eines viel größeren Sternbilds: des Großen Bären, lat. Ursa Maior. Der Kasten des Großen Wagens bildet nur den „Schinken“ des Bären, seine Deichsel den Schwanz. Die Tatzen, wie auch der Kopf des Bären, lassen sich nun jedoch mit etwas Geschick auch erkennen. Daher ist derzeit die Gelegenheit günstig, auch dieses Sternbild einmal genauer kennen zu lernen.

Seine höchste Stellung am Himmel hat gerade das Leitsternbild des Frühlings: der Löwe. Er wandert derzeit durch den Meridian und ist leicht am Himmel zu finden. Nördlich des Löwen und südlich der Tatzen des Großen Bären liegt der Kleine Löwe, der wesentlich unauffälliger ist als sein großes Pendant.

Im Westen sinken nun die Wintersternbilder endgültig unter den Horizont: Der Himmelsjäger Orion befindet sich gerade mitten im Untergang, Sirius im Großen Hund ist bereits nicht mehr am Himmel zu sehen. Auch der Stier mit seinem roten Hauptstern Aldebaran befindet sich im Untergang. Die Zwillinge stehen hoch im Westen und zwischen ihnen und dem Löwen liegt der unauffällige Krebs.

Im Südwesten ist Prokyon im Kleinen Hund zu sehen und halbhoch im Nordwesten strahlt Kapella, Hauptstern des Fuhrmanns. Das Himmels-W der Kassiopeia steht kurz vor seiner unteren Kulmination, die übrigens nur bei zirkumpolaren – also ganzjährig sichtbaren – Sternbildern oder Sternen zu beobachten ist. Nicht-zirkumpolare Sterne oder Sternbilder vollziehen ihre untere Kulmination unterhalb des Horizontes, sodass sie unbeobachtbar bleibt. Auch Kepheus schreitet gerade zwischen Himmelsnordpol und Nordpunkt am Horizont durch den Meridian.

Hoch im Südosten fällt Arktur auf, Hauptstern des Rinderhirten. Er zählt zu den fünf hellsten Fixsternen am Himmel. Ebenfalls im Südosten steht die Jungfrau. Ihr Hauptstern Spica ist im Gegensatz zu Arktur deutlich bläulicher und erscheint eine ganze Größenklasse schwächer am Himmel. Arktur, Spica und Regulus im Löwen bilden das Frühlingsdreieck – ebenfalls ein Asterismus und das Gegenstück zu Sommerdreieck, Herbstviereck und Wintersechseck.

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Die Planeten am Nachthimmel im April 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Der innerste Planet Merkur erreicht am 19. seine obere Konjunktion und steht für uns somit am Taghimmel bzw. bleibt nachts unter dem Horizont. Da sein Abstand zur Sonne bis Monatsende jedoch rasant anwächst, ist dann eine Abendsichtbarkeit möglich.

 

Was Merkur noch bevorsteht, hat die Venus bereits hinter sich: Sie löst sich aus ihrer oberen Konjunktion und gewinnt langsam wieder an Abstand zur Sonne, die ihr im Tierkreis folgt. Dennoch kann sie sich nicht aus ihren Strahlen lösen. Nur mit lichtstarker Optik könnte es möglich sein, die Venus zum Monatsende hin zu erhaschen. Ihr Untergang am 26. erfolgt um 21:13 Uhr (MESZ).

Mars, rechtläufig im Stier, wechselt am 24. in die Zwillinge und verfrüht zunehmend seine Untergänge. Während er am 1. um 1:56 Uhr (MESZ) untergeht, sinkt er am 30. bereits um 1:23 Uhr (MESZ) unter den Horizont.

Jupiter wird zunehmend besser am Morgenhimmel sichtbar und wechselt am 25. vom Steinbock in den Wassermann. Seine Aufgänge verfrühen sich von 5:32 Uhr (MESZ) am 1. auf 4:42 Uhr (MESZ) am 15. und 3:49 Uhr (MESZ) am Monatsletzten.

Saturn ist Planet am Morgenhimmel und bremst seine rechtläufige Bewegung im Steinbock ab. Seine Aufgänge verfrühen sich von 5:03 Uhr (MESZ) am 1. auf 4:11 Uhr (MESZ) am 15. und 3:14 Uhr (MESZ) am 30; sichtbar wird der Ringplanet jeweils etwa eine Viertelstunde später.

Uranus bewegt sich rechtläufig im Widder. Er hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen, bleibt unbeobachtbar und wird am 30. von der Sonne am Himmel eingeholt; er steht in Konjunktion mit ihr.

Neptun, noch im vergangenen Monat in Konjunktion mit der Sonne, wandert nun rechtläufig durch den Wassermann und bleibt noch in den Strahlen der Sonne verborgen.

Aktuelle Himmelsereignisse

Der Sternhimmel im April 2021

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