Der Sternhimmel im September 2020

Seit dem 29.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

 

Mit großen Schritten naht der Herbst! Nicht nur, dass die Sonne am 22. September im Herbstpunkt steht und mit der Herbst-Tagundnachtgleiche offiziell der Herbst beginnt; auch schon vorher macht sich die bunte Jahreszeit bemerkbar, denn die Sonne geht inzwischen merklich früher unter bzw. später auf.

Und auch am Sternenzelt sieht man, dass sich die Jahresuhr fortbewegt: Das Herbstviereck, das sich im Sternbild Pegasus findet, steht bereits hoch im Südosten; das Sommerdreieck ist merklich nach Westen verschoben. Deneb im Schwan steht nahe dem Zenit, während Wega in der Leier und Atair im Adler die Mittagslinie bereits überschritten haben. Die Jungfrau und der Skorpion sind bereits unter den Horizont gesunken und auch der Schütze wird sich bald von der Himmelsbühne verabschieden. Auch Arktur, Hauptstern des Rinderhirten, ist inzwischen nur noch tief im Westen zu finden – sofern er sich durch die horizontnahen Dunstschichten durchsetzen kann.

Im Südosten steigt hingegen der Wassermann empor. Er ist ein eher lichtschwaches und daher wenig auffälliges Tierkreisbild. Für Fernglas- und Teleskopbeobachter bietet dieses Himmelsareal zahlreiche Nebel und Sternhaufen. Ebenfalls im Südosten ist Fomalhaut im Sternbild Südlicher Fisch zu sehen, im Osten der unscheinbare Widder und im Nordosten, nahe des Horizontes, die gelbe Kapella, Hauptstern des Fuhrmanns.

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Die Planeten am Nachthimmel im September 2020

Seit dem 29.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

 

Merkur, der sich bereits ab Mitte des Vormonats von der Himmelsbühne verabschiedete und mit der Sonne in Konjunktion stand, strebt seiner größten östlichen Elongation am 1.10. entgegen. Für eine Abendsichtbarkeit reicht dies allerdings derzeit nicht.

Venus illuminiert noch immer den Morgenhimmel, tritt am 4. in den Krebs und wechselt am 22. in den Löwen. Sie geht am 1. um 2:38 Uhr auf, am 15. um 3 Uhr und zum Monatsende erst um 3:33 Uhr.

Mars wird am 9. in den Fischen stationär und setzt zu seiner Oppositionsschleife an. Seine Opposition erreicht er zwar erst Mitte Oktober, seine Helligkeit nimmt allerdings jetzt schon deutlich zu, sodass der rote Planet zum Monatsende sogar etwas heller als Jupiter am Himmel steht. Seine Aufgänge verfrühen sich von 21:48 Uhr am 1. auf 20:52 Uhr am 15. und 19:45 Uhr am 30.

Jupiter beendet am 13. seine Oppositionsperiode und wandert anschließend wieder rechtläufig am Himmel entlang. Zudem verlagert er seine Sichtbarkeit in die erste Nachthälfte; seine Untergänge verfrühen sich von 1:59 Uhr am 1. auf 1:03 Uhr am 15. und 0:03 Uhr zum Monatsende.

Ringplanet Saturn bremst seine rückläufige Bewegung am Himmel ab und wird am 29. stationär. Auch er beendet seine Oppositionsperiode und zieht sich aus der zweiten Nachthälfte zurück. Seine Untergänge verfrühen sich ebenfalls: Von 2:43 Uhr am 1. auf 1:46 Uhr am 15. und 0:42 Uhr am 1. Oktober.

Uranus, rückläufig im Widder, strebt weiter seiner Oppositionsstellung entgegen und verfrüht seine Aufgänge von 21:52 Uhr am 1. auf 20:56 Uhr am 15. und 19:56 Uhr am Monatsletzten. Die beste Zeit um Uranus zu beobachten ist die Stunde um seine Kulmination, die am 1. um 5:10 Uhr, am 15. um 4:14 Uhr und am 30. um 3:14 Uhr stattfindet.

Der ferne Neptun kommt am 11. im Wassermann in Opposition zur Sonne. In dieser Nacht kulminiert er um 1:18 Uhr und geht um 6:56 Uhr unter. Bis Ende des Monats verfrühen sich seine Kulminations- und Untergangszeiten auf 0:01 Uhr bzw. 5:42 Uhr. 

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