Der Sternhimmel im Oktober 2020

Seit dem 29.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ. Achtung: Ab dem 25.10.2020 gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MEZ.

Zwar steht das Sommerdreieck noch immer im Südwesten, wobei Deneb im Schwan sogar nahe des Zenits zu sehen ist, doch dominieren inzwischen die Herbststernbilder. Am deutlichsten zeigt sich der Wechsel der Jahreszeiten am Pegasusquadrat (auch Herbstviereck genannt), das bereits den Meridian erreicht hat. Das Sternbild Pegasus ist das Leitsternbild des Herbsthimmels und kann als Ausgangspunkt dienen, um weitere Highlights am Himmel zu finden. Die „alten Bekannten“ – Kassiopeia, das Himmels-W, und der Große Wagen – stehen nun im Zenit beziehungsweise gegenüber, tief am Nordhorizont.

Wenn man es genau nehmen möchte, setzt sich das Herbstviereck nicht nur aus Sternen des Pegasus zusammen, sondern beinhaltet mit Sirrah den ersten Stern der Andromedakette, die direkt an Pegasus angrenzt. Unter sehr guten Beobachtungsbedingungen und mit guten Augen (oder der geeigneten Optik) lässt sich in der Andromeda unsere Nachbargalaxie ausmachen. Die Andromeda-Galaxie ist das mit der Nummer 31 bezeichnete Objekt in Messiers Katalog von 1771 und ist das fernste Himmelsobjekt, das mit bloßen Augen gesehen werden kann.

Südlich der Andromeda findet sich der Widder und zwischen beiden liegt das kleine Sternbild Dreieck (lat.: Triangulum). Östlich der Andromeda ist außerdem der Held Perseus zu finden, der der Sage nach die Andromeda vor dem Meeresungeheuer Cetus (lat.: Walfisch) rettete. Der Walfisch ist im Südosten zu finden, sodass der herbstliche Sternhimmel die griechische Mythologie widerspiegelt.

 

Im Süden leuchtet schließlich noch Fomalhaut in den Fischen; im Osten ist bereits der Stier mit seinem roten Hauptstern Aldebaran und den offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden aufgegangen.

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Die Planeten am Nachthimmel im Oktober 2020

Seit dem 29.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ. Achtung: Ab dem 25.10.2020 gilt die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MEZ.

 

Merkur steht am 1. in größter östlicher Elongation, kann bei uns allerdings aufgrund seiner südlichen Position nicht am Abendhimmel gesehen werden. Am 14. wird er stationär und bewegt sich anschließend rückläufig, bis er am 25. mit der Sonne in untere Konjunktion kommt.

Unsere innere Nachbarin Venus ist nach wie vor Glanzlicht am Morgenhimmel und wandert durch den Löwen, bis sie am 22. in die Jungfrau wechselt. Ihre Aufgänge verspäten sich von 3:35 Uhr am 1. auf 4:10 Uhr am 15. und 3:53 Uhr (MEZ) am Monatsletzten.

Mars steht erreicht 14. in den Fischen seine Opposition und ist entsprechend dominant am Nachthimmel. In dieser Nacht geht er um 18:41 Uhr auf, kulminiert um 1:10 Uhr und sinkt um 7:39 Uhr unter den Horizont. Bis zum Monatsende verfrühen sich seine Untergänge auf 5:10 Uhr (MEZ).

Jupiter eilt rechtläufig durch den Schützen; seine Abendsichtbarkeitsdauert verkürzt sich. Am Monatsersten erfolgt sein Untergang um 23:59 Uhr, am 15. bereits um 23:10 Uhr und am 31. um 21:17 Uhr (MEZ). Aufgrund der immer früher einsetzenden Dunkelheit ist er dennoch für mehrere Stunden am Himmel zu sehen.

Ringplanet Saturn bewegt sich ebenfalls rechtläufig durch den Schützen und kann bereits mit Einbruch der Dunkelheit am Südhimmel gefunden werden. Seine Untergänge verfrühen sich von 0:38 Uhr am 1. auf 23:44 Uhr am 15. und 21:45 Uhr (MEZ) am Monatsletzten.

Uranus kommt am 31. im Widder in Opposition zur Sonne. Seine Aufgänge verfrühen sich von 19:52 Uhr am Monatsanfang auf 18:56 Uhr am 15. und 16:52 Uhr (MEZ) am Tag der Opposition. Entsprechend verfrühen sich seine Kulminationszeiten vom 3:10 Uhr am 1. auf 2:13 Uhr am 15. und 0:04 Uhr (MEZ) am 31.

 

Neptun, rückläufig im Wassermann, stand im vergangenen Monat in Opposition zur Sonne und kann nun noch in der ersten Nachhälfte beobachtet werden. Seine Kulminationen verfrühen sich von 23:57 Uhr am Monatsersten auf 23:01 Uhr am 15. und 20:57 Uhr (MEZ) am 31. Seine Untergänge verfrühen sich entsprechend auch von 4:38 Uhr am 1. auf 4:41 Uhr am 15. und 2:36 Uhr (MEZ) am 31.

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