Der Sternhimmel im November 2020

Seit dem 25.10.2020 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MEZ.

 

Nun geht es Schlag auf Schlag! Obwohl im Westen noch immer das Sommerdreieck zu sehen ist, zeigt sich der Großteil des Himmels nun eindeutig herbstlich; im Westen sind sogar schon die ersten Wintersternbilder zu erkennen.

Im Zenit thront nun die Kassiopeia, das berühmte Himmels-W. Ihre mittlere Spitze weist zum Polarstern, um den sich unsere Sterne am Himmel drehen. Der Kassiopeia gegenüber, vom Polarstern hinab zum Nordhorizont, sieht man den Großen Wagen, der gerade den Meridian in unterer Kulmination überschreitet.

In Zenitnähe steht derzeit außerdem die Sternkette der Andromeda mit unserer Nachbargalaxie, die fast genau im Meridian zu finden ist, während das daran anschließende Sternbild Pegasus mit dem Herbstviereck den Meridian bereits überschritten hat.

Neben Andromeda und Kepheus tummeln sich um den Meridian außerdem noch die Sternbilder Widder, Fische und Walfisch. Im Südwesten erstreckt sich der Wassermann; darunter steht der Südliche Fisch

 

Hoch im Osten ist nun das Sternbild Perseus gut zu erkennen, der als Sohn des Zeus in der griechischen Mythologie die Medusa besiegte. Außerdem drängen sich die Wintersternbilder allmählich auf die Himmelsbühne. Zwischen Perseus und Polarstern liegt das unscheinbare Sternbild Giraffe, die 1613 von Petrus Plancius an den Himmel gesetzt wurde. Außerdem können bereits die Sternbilder Fuhrmann, Stier, Orion und die Zwillinge entdeckt werden, die mit ihren auffälligen Hauptsternen Kapella, Aldebaran, Beteigeuze und Pollux vom nahenden Winter künden. 

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Die Planeten am Nachthimmel im November 2020

Seit dem 25.10.2020 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MEZ.

 

Merkur, zuletzt nicht am Himmel zu sehen, erreicht in diesem Monat seine beste Morgensichtbarkeit des Jahres. Bei besonders guten Sichtbedingungen bereits ab dem 4., für ungeübte Beobachter zwischen dem 6. und 18. zu sehen, steigt Merkur eine Stunde vor Sonnenaufgang über den Osthorizont. Seine Aufgänge verfrühen sich bis zum 11. zunächst um 5 Minuten auf 5:35 Uhr. Im Anschluss verspäten sie sich bis zum 23. auf 6:21 Uhr; nach dem 23. wird er kaum noch am Morgenhimmel zu finden sein.

Nach langer Zeit verkürzt Venus nun allmählich ihre Morgensichtbarkeit. Zwar ist sie noch immer ein auffälliges Gestirn am morgendlichen Osthimmel, doch verspäten sich ihre Aufgänge deutlich: Während sie am 1. noch um 3:56 Uhr über den Horizont steigt, geht sie am 15. um 4:35 Uhr und am Monatsletzten sogar erst um 5:20 Uhr auf. Am 27. wechselt sie von der Jungfrau in die Waage.

Mars, vergangenen Monat in Opposition zur Sonne, wird am 15. stationär und wandert im Anschluss rechtläufig langsam durch die Fische. Entsprechend auffällig ist er auch in diesem Monat ab dem Abend zu sehen; seine Untergänge verfrühen sich jedoch von 5:06 Uhr am Monatsersten auf 4:07 Uhr am 15. und 3:20 Uhr am 30.

Jupiter, rechtläufig im Schützen, zeigt sich ebenfalls in den Abendstunden. Allerdings verkürzt sich seine Sichtbarkeitsdauer auf etwa 3 Stunden und seine Untergänge verfrühen sich deutlich: um 21:13 Uhr am 1., 20:30 Uhr am 15. und bereits um 19:45 Uhr am 30.

Auch Ringplanet Saturn, ebenfalls rechtläufig im Schützen, verkürzt seine Abendsichtbarkeit und geht am 1. um 21:41 Uhr unter, am 15. um 20:51 Uhr und am Monatsletzten um 19:58 Uhr.

Uranus erreichte Ende Oktober seine Opposition, wandert rückläufig durch den Widder und ist die gesamte Nacht über zu beobachten. Seine Kulminationszeiten verschieben sich in die späten Abendstunden, sodass er am 1. um 0:03 Uhr, am 15. um 23:02 Uhr und am 30. bereits um 22:01 Uhr den Meridian überschreitet. Seine Aufgänge verfrühen sich entsprechend von 7:14 Uhr am Monatsersten auf 5:14 Uhr am 30.

Neptun, rückläufig im Wassermann, wird zum Ende des Monats stationär und wandert ab dem 29. wieder rechtläufig über den Himmel. Seine Kulminationen verlagern sich von 20:53 Uhr am 1. auf 18:58 Uhr am 30; seine Untergänge von 2:32 Uhr auf 0:37 Uhr.

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