Der Sternenhimmel im März 2020

Seit dem 27.10.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MEZ. Achtung: Ab dem 29.03.2020 gilt die Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MESZ.

Nicht nur die milden Temperaturen künden vom nahenden Frühling, auch der Sternenhimmel ist nun fast in der milden Jahreszeit angekommen. Orion, Leitsternbild des Winterhimmels, der rote Aldebaran im Stier sowie der Sirius im Großen Hund sind im Südwesten zwar noch präsent, werden aber zunehmend von den Frühlingssternbildern verdrängt.

Unter diesen ist der Löwe, Leitsternbild des Frühlingshimmels, vermutlich das prägnanteste. Er setzt bereits zu seinem Sprung über die Nord-Süd-Linie (Meridian) an. Ihm voran steht im Tierkreis der Krebs, der jetzt im Süden seine höchste Position erreicht. Der Große Wagen ist nach oben gewandert; seine Deichsel deutet gen Osten, auf den orange-roten Arktur im Rinderhirten (Bootes). Dem Großen Wagen gegenüber sinkt das Himmels-W der Kassiopeia tief an den nordwestlichen Horizont.

Hoch am Himmel zeigen sich außerdem die Zwillinge mit ihren Hauptsternen Kastor und Pollux. Auch Kapella (Fuhrmann) sowie Aldebaran (Stier) sind weit nach Westen gerückt und gehen demnächst unter. Im Südwesten zeigt sich noch Prokyon im Kleinen Hund.

Im Südosten hingegen hat die Jungfrau mit Hauptstern Spica die Himmelsbühne betreten. Zusammen mit Arktur und Regulus (Löwe) bilden diese drei Sterne das Frühlingsdreieck; Spica ist derzeit jedoch aufgrund ihrer Horizontnähe noch etwas unscheinbar. 

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Die Planeten am Nachthimmel im März 2020

Seit dem 27.10.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MEZ. Achtung: Ab dem 29.03.2020 gilt die Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MESZ.

Merkur, im letzten Monat noch in unterer Konjunktion mit der Sonne, entfernt sich jetzt rückläufig von ihr. Nach seinem Stillstand am 9. bewegt er sich anschließend wieder rechtläufig und erreicht am 24. mit 27° 47‘ eine maximale westliche Elongation. Dennoch bleibt er für das bloße Auge am Morgenhimmel nicht zu sehen, Teleskopbeobachter können ihn mit etwas Glück am Taghimmel finden.

Venus verlässt am 4. die Fische, eilt durch den Widder und erreicht dort am Abend des 24. ihre größte östliche Elongation. Sie ist strahlendes Gestirn am Abendhimmel. Schon am 30. wechselt sie in den Stier; ihre Untergänge verspäten sich von 22:14 Uhr am 1. auf 0:25 Uhr am 1. April.

Auch der rote Mars zeigt sich am Morgenhimmel. Er eilt durch den Schützen und tritt am 30. in den Steinbock ein. Seine Aufgänge verfrühen sich (ohne Berücksichtigung der Zeitumstellung) von 4:24 Uhr am 1. auf 3:40 Uhr am 31. (= 4:40 Uhr MESZ).

Jupiter ist am Morgenhimmel zu finden. Er wandert rechtläufig durch den Schützen und zeigt sich zunehmend früher über dem Horizont: Am 1. geht er um 4:58 Uhr auf, am 15. um 4:11 Uhr und am 31. um 4:16 Uhr (MESZ).

Ringplanet Saturn zeigt sich ebenfalls am morgendlichen Himmel, wandert rechtläufig durch den Schützen und tritt am 21. in den Steinbock über. Auch seine Aufgänge verfrühen sich von 5:25 Uhr am 1. auf 4:34 Uhr am 15. und 4:35 Uhr (MESZ) am Monatsletzten. Mars, Jupiter und Saturn bilden um den 18. ein hübsches Dreigestirn am Morgenhimmel und bekommen gegen 5 Uhr Besuch vom abnehmenden Mond.

Uranus, rechtläufig im Widder, kann in den frühen Abendstunden mit Fernglas oder Teleskop am Himmel gefunden werden. Er sinkt am 1. um 22:50 Uhr unter den Horizont, am 15. bereits um 21:59 Uhr. Somit lohnt es sich eher in der ersten Monatshälfte, nach dem grünlichen Planeten Ausschau zu halten. Am 8. hilft Venus beim Aufsuchen – dann zieht sie um 20 Uhr in nur 2,2° Abstand an Uranus vorbei.

Neptun steht am 8. mit der Sonne in Konjunktion und hält sich am Taghimmel auf.  

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