Der Sternenhimmel im Juni 2020

Seit dem 29.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

 

Ein Blick an den Himmel zur Standardbeobachtungszeit (22 Uhr MEZ = 23 Uhr MESZ) zeigt, dass der Wechsel von Frühlings- auf Sommerhimmel noch nicht vollständig ist. Hoch im Süden, nahe des Meridians, steht Bootes mit seinem rötlichen Hauptstern Arktur und dominiert den Himmelsanblick.

Der Große Wagen ist hingegen schon im westlichen Teil des Himmels zu finden; er hat die Mittagslinie bereits hinter sich gelassen. Ihm gegenüber, nahe dem Nordhorizont, findet sich das Himmels-W der Kassiopeia. Beide Sternbilder sind zirkumpolar und sinken für uns nie unter den Horizont. Zudem sind sie seit jeher wichtige Himmelsmarker, die zur Orientierung dienen.

Im westlichen Teil des Himmels sind noch die letzten Frühlingssternbilder zu erkennen. So ist noch immer das Leitsternbild des Frühlings – der Löwe mit Hauptstern Regulus – tief im Westen zu finden; sein Rumpf steht schräg zum Horizont. Im Südwesten ist außerdem die Jungfrau zu erkennen, die vor allem durch ihren bläulichen Hauptstern Spica die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Mit Arktur hoch im Süden ist somit also nach wie vor das Frühlingsdreieck am Himmel präsent.

Am östlichen Firmament drängen sich jedoch immer mehr die Sommersternbilder auf die Himmelsbühne und sogar das Sommerdreieck ist inzwischen vollständig am Himmel zu sehen. Es setzt sich aus der Wega im Sternbild Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler zusammen.

Zieht man eine Verbindungslinie zwischen dem frühlingshaften Arktur und der sommerlichen Wega findet man auf ihr die Sternbilder Nördliche Krone und Herkules. Südlich von Herkules erstreckt sich außerdem der Schlangenträger über einen großen Himmelsbereich. Er teilt die Schlange entzwei, sodass wir heute vom Kopf der Schlange (westlich) und vom Schwanz der Schlange (östlich) sprechen. Ebenso tief aber schon am Meridian angelangt findet man außerdem die Waage, gefolgt vom Skorpion mit seinem rötlichen Hauptstern Antares.

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Die Planeten am Nachthimmel im Juni 2020

Seit dem 29.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

 

Merkur, am 4. in größter östlicher Elongation, kann zu Anfang des Monats noch tief am nordwestlichen Abendhimmel gesehen werden. Seine Untergänge verfrühen sich von 23:21 Uhr am Monatsersten auf 23:13 Uhr am 7., danach ist er nicht mehr am Himmel zu finden.

Venus steht am 3. im Stier in unterer Konjunktion mit der Sonne und ist ab der Monatsmitte strahlend am Morgenhimmel zu sehen. Ihre Aufgänge verfrühen sich von 4:24 Uhr am 15. auf 3:33 Uhr bis Monatsende, ihre Helligkeit nimmt merkbar zu.

Mars, rechtläufig im Wassermann, tritt am 24. in die Fische über. Seine Helligkeit nimmt zu, sodass er ein auffälliges Gestirn in der zweiten Nachthälfte wird und seine Aufgänge verfrühen sich von 2:20 Uhr am 1. auf 1:03 Uhr am 30.

Jupiter, rückläufig im Schützen, strebt seiner Oppositionsstellung im Juli entgegen und wird allmählich zum Planeten der gesamten Nacht. Seine Aufgänge wandern in die Abendstunden: am 1. noch um 00:17 Uhr, am 15. um 23:19 Uhr und am 30. um 22:15 Uhr.

Auch Saturn nähert sich seiner Oppositionsstellung, die er Ende Juli erreicht. Derzeit ist er noch rückläufig im Steinbock und geht am 1. um 00:30 Uhr auf, am 15. um 23:34 Uhr um am 30. bereits um 22:32 Uhr.

Uranus geht am 30. um 2:01 Uhr auf, wird jedoch von der Morgendämmerung verschluckt, bleibt unbeobachtbar und zieht rechtläufig im Widder voran.

Neptun setzt am 23. im Steinbock zu seiner Oppositionsschleife an und bewegt sich fortan rückläufig durch den Tierkreis. Gegen Monatsende kann er mit einigem Geschickt ausfindig gemacht werden. Er geht am 30. um 00:29 Uhr auf und kulminiert um 6:14 Uhr; am besten lässt er sich gegen 2:15 Uhr mit lichtstarker Optik finden.

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