Der Sternhimmel im Juli 2020

Seit dem 29.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

 

Die Jahresmitte ist überschritten und wir befinden uns im astronomischen Sommer. Deutlich ist das nicht nur an den Temperaturen zu spüren, sondern auch am Himmel zu sehen: Das Sommerdreieck steht hoch im Osten. Es setzt sich aus den Hauptsternen der Leier, des Schwans und des Adlers zusammen: Wega, Deneb und Atair.

Bootes, mit seinem Hauptstern Arktur, ist bereits auf die westliche Hälfte des Himmels vorgedrungen; im Südwesten ist noch die Jungfrau und ihr bläulicher Hauptstern Spica zu sehen. Arktur und Spica sind die letzten Überreste des Frühlingsdreiecks – der dritte im Bunde, Regulus im Löwen, ist bereits unter den Horizont gesunken und nicht mehr zu sehen.

Hoch im Süden überquert der mythologische Held Herkules die Mittagslinie (Meridian). Sein Sternbild ist allerdings weniger auffallend und geht im aufgehellten Sommerhimmel fast gänzlich unter. Aufgrund ihrer markanten Form ist hingegen die Nördliche Krone zwischen Bootes und Herkules schon leichter zu finden.

Tief im Südwesten steht außerdem die unauffällige Waage; ihr folgt im Tierkreis direkt der Skorpion, dessen roter Hauptstern Antares gut über dem Horizont auszumachen ist.

Im Süden steht der Schütze kurz vor seinem Meridiandurchgang. Er ist, da am Himmel in ihm auch das Zentrum unserer Milchstraße zu finden ist, besonders für Fernglas- und Teleskopbeobachter interessant und beherbergt viele Nebel und Sternhaufen.

 

Der allseits bekannte Große Wagen steht nun hoch im Westen.

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Die Planeten am Nachthimmel im Juli 2020

Seit dem 29.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

 

Merkur, am 1. in Konjunktion mit der Sonne, entfernt sich am Himmel schnell von ihr, sodass wir ihm schon ab dem 23./24. am nordöstlichen Morgenhimmel finden können. Er geht am 24. um 4:08 Uhr auf und verblasst bereits gegen 5 Uhr in der Helligkeit des anbrechenden Tages. Seine Aufgänge verspäten sich bis Monatsende leicht auf 4:18 Uhr.

Venus strahlt seit dem letzten Monat als Morgenstern am Himmel und erreicht am 10. ihren maximalen Glanz. Am 1. geht sie um 3:30 Uhr auf, am 15. um 2:57 Uhr und am Monatsletzten bereits um 2:33 Uhr.

Mars betritt zunehmend früher die Himmelsbühne: Am 1. geht er um 1 Uhr auf, am 15. um 0:19 Uhr und am 31. bereits um 23:32 Uhr. Er strebt seiner Opposition zur Sonne entgegen und nimmt daher deutlich an Helligkeit zu.

Gasriese Jupiter, rückläufig im Schützen, erreicht am 14. seine Opposition zur Sonne und ist die ganze Nacht bei maximaler Helligkeit über zu sehen. Seine Aufgänge verfrühen sich von 22:11 Uhr am Monatsersten auf 14. um 21:14 Uhr und 20:01 Uhr am 31. In seiner Oppositionsnacht kulminiert er um 1:28 Uhr und geht am 15. um 5:37 Uhr unter.

Auch Ringplanet Saturn erreicht in diesem Monat seine Oppositionsstellung und ist Planet der gesamten Nacht: Er steht am 20. im Sternbild Schütze der Sonne gegenüber. Seine Aufgänge verfrühen sich von 22:28 Uhr am 1. auf 21:10 Uhr in der Oppositionsnacht. Dann kulminiert er um 1:27 Uhr und geht um 5:43 Uhr im Südwesten unter.

Uranus, im Sternbild Widder, kann mit etwas Geschick und entsprechender Optik am Morgenhimmel gefunden werden. Er steigt am Monatsersten um 1:58 Uhr über den Horizont, am 15. um 1:04 Uhr und am 31. bereits um 23:57 Uhr.

Neptun, der rückläufig durch den Wassermann zieht, geht am 1. um 0:25 Uhr auf, am 15. um 23:30 Uhr und am 31. um 22:27 Uhr. Die beste Zeit, um den bläulichen Planeten im Teleskop zu finden, ist nach 1 Uhr morgens.

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