Der Sternhimmel im Oktober 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ. Achtung: Ab dem 31.10.2020 gilt die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MEZ.

Der östliche Himmel wird inzwischen nahezu vollständig von der sogenannten Andromeda-Gruppe dominiert. Diese setzt sich zusammen aus den Sternbildern Kassiopeia, Kepheus, Andromeda, Pegasus, Perseus und Cetus, die mythologisch miteinander verbunden sind. Trotz ihrer vergleichsweise geringen Helligkeit sind diese Herbststernbilder fast alle leicht am Himmel zu finden, da ihre Formen prägnant und einprägsam sind: Das Himmels-W der Kassiopeia steht derzeit fast im Zenit. Seine mittlere Spitze deutet grob in Richtung des Polarsterns. Gegenüber der Kassiopeia hat der Große Wagen nun seine tiefste Stellung – knapp über dem Nordhorizont – eingenommen. Zwischen Polarstern und Zenit ist Kepheus zu finden. Kassiopeia und Kepheus sind nach griechischem Mythos die Eltern der Prinzessin Andromeda, deren verstirntes Ebenbild als Sternkette südlich des Himmels-Ws leicht auszumachen ist. Sie geht nahtlos ins Pegasusquadrat über. Dieses wird auch Herbstviereck genannt und dient als Orientierungsmarke am Herbsthimmel. Die westliche Kante des Vierecks markiert zur Standardbeobachtungszeit den Meridian. Das zugehörige Sternbild Pegasus steht hoch im Süden. Das Sternbild des heldenhaften Retters Perseus, der Andromeda laut Mythos aus den Fängen des Cetus‘ befreit, ist hoch im Osten zwischen Andromeda und Kapella, Hauptstern des Fuhrmanns im Nordosten, zu finden. Das Ungeheuer Cetus, dem Andromeda geopfert werden sollte, ist als einziges der Andromeda-Gruppe nur mit etwas Geschick unter den Sternen auszumachen.

Tief im Osten ist außerdem eben der Stier aufgegangen und kündigt den bevorstehenden Winter an. Neben Aldebaran, dem Hauptstern des Stiers, ist auch bereits der offene Sternhaufen der Plejaden leicht zu finden.

Die Westhälfte des Himmels wird noch vom Sommerdreieck eingenommen – ein letztes Überbleibsel der vergangenen warmen Tage. Es setzt sich zusammen aus Deneb im Schwan, Wega in der Leier und Altair im Adler. Arktur im Bootes ist bereits untergegangen und auch der eher lichtschwache Herkules nähert sich dem Nordwesthorizont.

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Die Planeten am Nachthimmel im Oktober 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ. Achtung: Ab dem 31.10.2020 gilt die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MEZ.

Merkur legt sich ins Zeug und bietet zum Ende des Monats hin eine respektable Morgensichtbarkeit. Nachdem er am 9. in unterer Konjunktion steht und am 18. stationär wird, bewegt er sich anschließend rechtläufig weiter. Schon am Morgen des 19. kann er knapp über dem Osthorizont gesehen werden. Dann geht er um 6:18 Uhr auf. Bis zum 31. verspäten sich seine Aufgänge auf 5:30 Uhr.

Venus wird besser am Abendhimmel sichtbar; ihre Helligkeit nimmt leicht zu. Sie wandert am 7. in den Skorpion und ihre Untergänge verfrühen sich von 20:16 Uhr am Monatsersten auf 20:00 Uhr am 15. und 18:54 Uhr am 31.

Unser roter Nachbar Mars, rechtläufig in der Jungfrau, steht am 8. in Konjunktion mit der Sonne und bleibt unbeobachtbar.

Jupiter wird am 18. im Steinbock stationär und bewegt sich anschließend wieder rechtläufig durch den Tierkreis. Somit beendet er seine Oppositionsperiode, was sich in seiner abnehmenden Helligkeit zeigt. Nichtsdestotrotz bleibt der Gasriese Glanzpunkt des Nachthimmels. Seine Untergänge verfrühen sich von 3:12 Uhr am 1. auf 2:14 Uhr am 15. und 0:13 Uhr am 31.

Saturn wird bereits am 11. im Steinbock stationär und bewegt sich danach ebenfalls wieder rechtläufig am Himmel. Er verlagert seine Untergänge in die Zeit vor Mitternacht und geht am 1. noch um 1:44 Uhr unter, am 15. um 00:44 Uhr und am 31. schließlich um 22:44 Uhr.

Uranus nähert sich seiner Oppositionsstellung und bewegt sich rückläufig im Widder. Er ist inzwischen Planet der gesamten Nacht und seine Aufgänge verfrühen sich von 20:02 Uhr am Monatsersten auf 19:06 Uhr am 15. und 17:02 Uhr am Monatsletzten.

Neptun, im Vormonat in Opposition zur Sonne, bewegt sich rückläufig durch den Wassermann und zieht sich langsam vom Morgenhimmel zurück. Seine Untergänge erfolgen um 5:52 Uhr am 1., 4:55 Uhr am 15. und 2:50 Uhr am Monatsletzten. Seine Kulminationszeiten verfrühen sich entsprechend von 00:07 Uhr auf 23:10 Uhr und schließlich 21:06 Uhr.

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