Der Sternhimmel im Mai 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Tief im Westen sind sie noch zu sehen: Die letzten Ausläufer des Winters. Denn dort stehen mit den Zwillingen und dem Kleinen Hund die letzten Wintersternbilder am Himmel.

Wer abends hingegen den Kopf in den Nacken legt und senkrecht an den Himmel schaut, blickt direkt auf den Großen Wagen als Teil des Großen Bären. Von ihm aus lässt sich ein anderes prominentes Sternbild entdecken: Folgt man dem Schwung der Wagendeichsel, stößt man hoch im Süden auf den Hauptstern des Rinderhirten, den rötlichen Arktur.

Der Löwe, Leitsternbild des Frühlings, hat seine höchste Stellung am Himmel gerade passiert und neigt sich leicht zum Horizont. Zwischen Löwe und Großem Bär liegt der unscheinbarere Kleine Löwe. Eingerahmt von Löwe und den Zwillingen steht außerdem der Krebs im Westen.

An der Osthälfte des Himmels funkelt die Nördliche Krone: ein markanter Sternhalbkreis, der laut griechischer Mythologie die mit Edelsteinen besetzte Krone der Ariadne darstellt, der Tochter des Königs Minos von Kreta.

Mit der hellen Wega in der Leier und Deneb im Schwan funkeln im Nordosten bereits zwei Eckpunkte des Sommerdreiecks. Der dritte, Atair im Adler, steht zur Standardbeobachtungszeit noch unter dem Horizont und kommt erst in den nächsten Monaten zum Vorschein. Auf der Verbindungslinie zwischen Arktur und Wega, östlich der Nördlichen Krone, erstreckt sich das Sternbild Herkules.

Die Jungfrau im Süden überquert mit ihrem bläulichen Hauptstern Spica gerade den Meridian. Im Nordwesten leuchtet auffällig Kapella, der Hauptstern des Fuhrmanns.

Unter extrem guten Bedingungen lässt sich außerdem das sehr lichtschwache Sternbild Haar der Berenike finden, das gerade seinen Höchststand erreicht. Es wird von der Verbindungslinie des Schwanzsterns des Löwen (Denebola) und Arktur berührt und zeigt sich in mondlosen Nächten eher als höhere Konzentration an lichtschwachen Sternen zwischen Löwe und Rinderhirte.

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Die Planeten am Nachthimmel im Mai 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Der innerste Planet Merkur setzt seine im vergangenen Monat begonnene Abendsichtbarkeit im ersten Monatsdrittel fort und erreicht am 17. seine größte östliche Elongation von der Sonne. Unter guten Bedingungen kann das kleine Lichtpünktlein ab etwa 21:10 Uhr über dem Horizont entdeckt werden. Seine Untergänge verspäten sich von 22:04 Uhr am 1. auf 22:56 Uhr am 15. und 23:09 Uhr am Monatsletzten.

Venus baut allmählich ihre Abendsichtbarkeit aus und wechselt am 3. vom Widder in den Stier. Ihre Untergänge verspäten sich von 21:28 Uhr am 1. auf 22:10 Uhr am 15. und 22:48 Uhr am 31. Etwa 20 Minuten vorher wird sie in der Abenddämmerung erkennbar.

Mars ist Planet der ersten Nachthälfte und verliert langsam an Helligkeit. Er wandert rechtläufig durch die Zwillinge und seine Untergänge verfrühen sich von 1:22 Uhr am Monatsanfang auf 00:58 Uhr am 15. und 00:28 Uhr am 31.

Jupiter bremst seine rechtläufige Bewegung im Wassermann merklich ab und seine Opposition ist nicht mehr fern. Das zeigt sich auch an seiner Helligkeit, die im Laufe des Monats um 0,2 Größenklassen zunimmt. Seine Aufgänge verfrühen sich von 03:45 Uhr am 1. auf 02:54 Uhr am 15. und 01:54 Uhr am Monatsletzten.

Ringplanet Saturn wird am 23. im Steinbock stationär und beginnt seine Oppositionsperiode. Er ist Planet der zweiten Nachthälfte und verfrüht seine Aufgänge von 03:10 Uhr am Monatsanfang auf 02:16 Uhr am 15. und 01:14 Uhr am 31.

Uranus, rechtläufig im Widder, steht am Taghimmel und bleibt daher unbeobachtbar.

Und auch Neptun, rechtläufig im Wassermann, kann sich noch nicht durch die morgendliche Helligkeit durchsetzen und bleibt unbeobachtbar.

Aktuelle Himmelsereignisse

Der Sternhimmel im Mai 2021

Erfahren Sie, was Sie am Nachthimmel entdecken können.

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