Der Sternhimmel im Dezember 2021

Richten wir den Blick an die Osthälfte des Himmels, leuchten uns bereits alle Wintersternbilder entgegen. Die Sternbilder des Herbstes haben sich – mit Ausnahme des Perseus – bereits über den Meridian bewegt und die Bühne für ihre Nachfolger freigegeben. Tief im Nordwesten ist mit dem Schwan und seinem Hauptstern Deneb außerdem ein Relikt des Sommers zu entdecken; knapp über dem Nordwesthorizont zeigt sich außerdem Wega in der Leier, die in unseren Breitengraden nie unter den Horizont sinkt. Sie ist zirkumpolar und bleibt das ganze Jahr über beobachtbar.

Hoch im Westen ist außerdem noch das Herbstviereck zu finden, das auch Pegasusquadrat genannt wird. Mit seiner Spitze weist es nach unten Richtung Horizont; die oberste Ecke geht in die Sternkette der Andromeda über, die sich vom Zenit ausgehend nach Westen erstreckt. Prominent im Zenit über unseren Köpfen steht Perseus. Zwischen ihm und Kassiopeia, dem Himmels-W, liegen übrigens die Sternhaufen h und Chi Persei, die immer einen Blick mit Fernglas oder Teleskop wert sind.

Hoch im Süden ist der eher unscheinbare Widder über den Meridian galoppiert; südlich von ihm mangelt es im Areal von Walfisch und dem Fluss Eridanus ebenfalls an hellen Sternen. Umso mehr besticht nun der Ost- und Südosthimmel: Hoch im Osten findet sich die gelbliche Kapella, Hauptstern des Fuhrmanns, darunter das Zwillingspaar mit Kastor und Pollux. Die Mittagslinie im Blick schreitet die einprägsame Figur des Stiers voran, die durch die prächtigen Sternhaufen der Hyaden und Plejaden sowie den auffälligen rot-gelben Hauptstern Aldebaran besticht. Südöstlich davon prangt mit dem Orion das Leitsternbild des Winters am Himmel. Seine beiden hellen Sterne Beteigeuze und Rigel sowie die markante Linie der drei Gürtelsterne ist kaum zu übersehen und dient als schnelle Orientierungshilfe am Himmel.

Prokyon, Hauptstern des Kleinen Hundes, sowie Sirius, Hauptstern im Großen Hund, sind bereits im Osten bzw. tief im Südosten aufgetaucht. All diese Sterne – Sirius, Prokyon, Pollux, Kapella, Aldebaran und Rigel – bilden das Wintersechseck.

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Die Planeten am Nachthimmel im Dezember 2021

Seit dem 31.10.2020 gilt die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben ab diesem Datum folgen der MEZ.

Ende des Vormonats in oberer Konjunktion, eilt Merkur nun der Sonne voran. Pünktlich zum Jahresende zeigt er sich tief am abendlichen Südwesthimmel und geht am 28. um 17:33 Uhr unter; am 31. um 17:46 Uhr.

Venus wird am 18. stationär, eilt danach rückläufig der Sonne entgegen und ist weiterhin am Abendhimmel zu finden; ihre Untergänge verfrühen sich von 19:01 Uhr am 1. auf 18:46 Uhr am 15. und 17:48 Uhr am Monatsletzten.

Mars, derzeit rechtläufig in der Waage, wechselt am 15. in den Skorpion und am 24. in den Schlangenträger. Unter guten Bedingungen kann er ab der Monatsmitte mit dem Fernglas tief am morgendlichen Südosthimmel gefunden werden. Seine Aufgänge verfrühen sich leicht von 6:21 Uhr am 15. auf 6:18 Uhr am 31. Ab etwa 7 Uhr verblasst er bereits in der Helligkeit des herannahenden Tages.

Jupiter ist rechtläufig im Steinbock und zeigt sich am westlichen Abendhimmel. Seine Untergänge verfrühen sich von 22:23 Uhr am 1. auf 21:40 Uhr am 15. und 20:54 Uhr zu Silvester.

Saturn ist ebenfalls rechtläufig im Steinbock unterwegs und ist unweit von Jupiter am Abendhimmel zu finden. Er sinkt am 1. um 20:52 Uhr unter den Horizont, am 15. um 20:03 Uhr und am 31. bereits um 19:10 Uhr.

Der grünliche Uranus, im Vormonat in Opposition und nun rückläufig im Widder, kann nach Einbruch der Dunkelheit hoch am Osthimmel gefunden werden – vorzugsweise mit Fernglas oder Teleskop. Seine Untergänge verlagern sich von 5:35 Uhr am Monatsersten auf 3:33 Uhr am 31.; seine Meridianpassagen entsprechend von 22:14 Uhr auf 20:13 Uhr.

Neptun kommt am 1. im Wassermann zum Stillstand und beendet seine Oppositionsperiode. Entsprechend verkürzt sich seine Beobachtungszeit; bis zum Jahresende kann er jedoch noch am Abendhimmel aufgefunden werden. Seine Untergänge erfolgen um 0:47 Uhr am 1., 23:48 Uhr am 15. und um 22:46 Uhr am 31. Seine Kulminationszeiten sind entsprechend 19:03 Uhr, 18:08 Uhr und 17:06 Uhr.

Aktuelle Himmelsereignisse

Der Sternhimmel im Dezember 2021

Erfahren Sie, was Sie am Nachthimmel entdecken können.

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