Der Sternhimmel im August 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

 

Nun ist er da, der Sommerhimmel. Oftmals als „zu hell“ abgetan, finden sich an ihm dennoch zahlreiche Schmuckstücke, die einen Blick wert sind.

Allen voran das Sommerdreieck, das nun hoch im Süden steht. Dabei handelt es sich um einen Asterismus, der sich aus den Hauptsternen der Sternbilder Leier, Schwan und Adler zusammensetzt: Wega, Deneb und Atair.

Legt man den Kopf in den Nacken und blickt Richtung Zenit, fällt zunächst die markante Leier auf. In ihrer Nähe fliegt der Schwan mit ausgebreiteten Flügeln in südwestlicher Richtung durch die Milchstraße. Er wird auch das Kreuz des Nordens genannt und zählt zu den einprägsamsten Sternbildern. Das dritte Sternbild dieser Gruppe, der Adler, ist scheinbar im Sturzflug dargestellt.

Weit im Westen zieht noch Arktur die Aufmerksamkeit auf sich. Er ist der Hauptstern des Sternbildes Bootes. Im Südwesten, tief über dem Horizont, ist gerade noch Antares zu sehen – der „Anti-Mars“ und Hauptstern im Skorpion.

Dem Tierkreis folgend schließen sich Schütze und Steinbock in östlicher Richtung an; südöstlich folgt der Wassermann. Diese Himmelsgegend ist eher lichtschwach, bekommt aber in diesem Monat durch die Riesenplaneten Jupiter und Saturn ein wenig Leben eingehaucht.

Im Osten betritt bereits das Herbstviereck die Himmelsbühne. Es ist Bestandteil des Sternbilds Pegasus, weshalb es auch Pegasusquadrat genannt wird. Östlich des geflügelten Pferdes steht die Sternenkette der Andromeda; etwas nördlich der Prinzessin ist ihre mythologische Mutter ­– Königin Kassiopeia – verstirnt. Das sogenannte Himmels-W ist, neben dem Großen Wagen im Sternbild Großer Bär, eines der bekanntesten zirkumpolaren Sternbilder unserer Breiten und eine wichtige Orientierungsmarke am Himmel. Der Große Wagen selbst steht der Kassiopeia gegenüber und sinkt derzeit im Nordwesten herab, während das Himmels-W immer höher steigt.

In klaren Nächten und außerhalb der Städte kann man außerdem das Band der Sommermilchstraße bestaunen. Es zieht sich in hohem Bogen über den vormitternächtlichen Himmel. Die heutige Lichtverschmutzung macht es allerdings so gut wie unmöglich, das schimmernde Lichtband in voller Pracht zu bewundern.

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Die Planeten am Nachthimmel im August 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

 

Merkur steht am 1. in oberer Konjunktion und baut anschließend seinen östlichen Winkelvorsprung vor der Sonne bis Ende des Monats aus. Für eine Abendsichtbarkeit reicht das allerdings nicht; Merkur bleibt unbeobachtbar.

Abendstern Venus wandert durch den Löwen und wechselt am 10. in die Jungfrau. Sie ist weiterhin tief im Westen zu sehen; ihre Aufgänge verfrühen sich von 22:18 Uhr am 1. auf 21:49 Uhr am 15. und 21:15 Uhr am Monatsletzten.

Mars, rechtläufig im Löwen, hat sich vom Abendhimmel zurückgezogen und bleibt unbeobachtbar.

Jupiter wandert rechtläufig durch den Wassermann, tritt am 19. in den Steinbock und steht am 20. in Opposition zur Sonne. Damit sind die Bedingungen ideal, um den Gasriesen zu sehen. Seine Aufgänge verfrühen sich von 21:44 Uhr am 1. auf 20:25 Uhr in der Oppositionsnacht, in der er um 1:25 Uhr kulminiert und gegen 6:21 Uhr untergeht. Bis zum 31. rückt seine Untergangszeit auf 4:30 Uhr vor.

Saturn steht bereits am 2. in Opposition zur Sonne und ist ebenfalls ein Planet der gesamten Nacht. Am Tag seiner Opposition geht der Ringplanet um 20:55 Uhr auf, kulminiert um 1:24 Uhr und sinkt um 5:54 Uhr wieder unter den Horizont. Bis zum Monatsende verfrühen sich seine Untergänge auf 3:53 Uhr.

Uranus, rechtläufig im Widder, bremst seine Bewegung am Himmel ab und kommt am 20. zum Stillstand. Damit beginnt seine Oppositionsperiode; tatsächlich in Opposition steht der grünliche Planet jedoch erst im November. Seine Aufgänge verlagert Uranus in die Zeit vor Mitternacht und geht zu Monatsanfang noch um 0:03 Uhr auf, am 15. bereits um 23:09 Uhr und am 31. um 22:06 Uhr. Seine Kulminationszeiten verfrühen sich entsprechend von 7:29 Uhr auf 5:31 Uhr am Monatsletzten.

Neptun strebt seiner Opposition mit der Sonne im September entgegen und bewegt sich derzeit rückläufig durch den Wassermann. Er geht am 1. um 22:28 Uhr auf, am 15. um 21:32 Uhr und am 31. bereits um 20:29 Uhr. Seine Kulmination erreicht Neptun um 4:16 Uhr am 1.; am Monatsletzten passiert er bereits um 2:16 Uhr den Meridian.

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