Der Sternenhimmel im September 2019

Seit dem 31.03.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ (=MEZ + 1h).

Mit dem schwindenden Sommer hält nun auch der Herbst endgültig Einzug am Sternenhimmel. Der Große Wagen ist nach Nordwesten herabgesunken, während das Himmels-W der Kassiopeia gegenüberliegend emporsteigt.

Die typischen Sommersternbilder sind nun auf die Westseite des Himmels gewandert; der Skorpion mit seinem rötlichen Hauptstern Antares ist sogar bereits unter den Horizont gesunken. Doch noch immer bildet das Sommerdreieck den Helligkeitsschwerpunkt des Himmels. Es spannt sich auf zwischen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Dabei steht der Schwan nun fast im Zenit über unseren Köpfen, die Milchstraße im Hintergrund. Neben dem Adler kann man mit etwas Geschick das kleine Sternbild Delphin finden, das durch einen Rhombus und einem zusätzlichen Stern gebildet wird.

Der unauffällige Steinbock kulminiert tief im Süden und – bei klaren Beobachtungsbedingungen – kann man südlich davon sogar das Sternbild Mikroskop entdecken kann, das eigentlich schon zu den neuzeitlichen Sternbildern des Südhimmels gezählt wird.

Im Osten steigen nun langsam die Herbststernbilder auf, allen voran das Pegasusquadrat, das auch Herbstviereck genannt wird. Pegasus ist das Leitsternbild des herbstlichen Sternenhimmels und ist nach dem geflügelten Pferd der antiken Mythologie benannt. Nordöstlich davon schließt sich die Sternenkette der Andromeda an und schließlich ihr, zumindest in der griechischen Sagenwelt, Erretter Perseus. Auch zeigt sich das kleine Sternbild Widder im Osten, im Südosten das Tierkreissternbild der Fische, die zu Herbstbeginn genau der Sonne gegenüberstehen.

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Die Planeten am Nachthimmel im September 2019

 

Seit dem 31.03.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ (=MEZ + 1h).

Merkur, am 4. in oberer Konjunktion mit der Sonne, vergrößert seinen Winkelabstand zur Sonne bis Monatsende auf 19°, bleibt jedoch am Abendhimmel unbeobachtbar.

Venus, die bereits im vergangenen Monat in oberer Konjunktion mit der Sonne stand, bleibt in den Strahlen unseres Zentralgestirns verborgen und ist nicht sichtbar.

Mars trifft am 2. zur Mittagszeit im Sternbild Löwe auf die Sonne, steht somit am Taghimmel und bleibt nachts unbeobachtbar. Zum Tag seiner Konjunktion hat er außerdem eine Distanz von ca. 400 Mio. Kilometern zur Erde erreicht, was nahezu seine maximal mögliche Entfernung zu uns ist.

Jupiter nimmt zunehmend Fahrt in seiner rechtläufigen Bewegung durch den Schlangenträger auf und verkürzt seine Sichtbarkeitsdauer drastisch. Er ist am frühen Abendhimmel zu erspähen und geht am 1. um 23:40 Uhr unter; am Monatsletzten hingegen schon um 21:57 Uhr. Durch die früher einsetzende Dunkelheit ist er Ende des Monats nur gut 2,5h beobachtbar.

Saturn wird in seiner rückläufigen Bewegung langsamer und am 18. stationär. Anschließend bewegt er sich wieder rechtläufig durch den Tierkreis und verlagert seine Untergänge auf die Zeit kurz vor Mitternacht (am 1. um 1:48 Uhr, am 30. um 23:50 Uhr).

Uranus beschleunigt seine rückläufige Bewegung durch den Widder. Er steht Ende Oktober in Opposition zur Sonne. Daher wird er langsam zum Planeten der gesamten Nacht. Seine Aufgänge verfrühen sich vom 1. um 21:56 Uhr (Kulmination um 4:57 Uhr) auf den 30. um 19:50 Uhr (Kulmination um 3:00 Uhr).

Neptun steht am 10. in Opposition zur Sonne, geht an diesem Tag um 19:42 Uhr auf und passiert den Meridian um 1:20 Uhr in etwa 34° Höhe (für einen Beobachtungsort bei 50° n.Br.).

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