Der Sternenhimmel im Oktober 2018

Seit dem 25.03.2018 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Mit dem Oktober haben auch die Herbststernbilder vollends Einzug am abendlichen Himmel gehalten und sind gut zu beobachten. Während zwar im Westen noch das Sommerdreieck, das sich zwischen den Sternen Wega (Leier), Deneb (Schwan) und Atair (Adler), den Himmel prägt, wird die östliche Himmelshälfte vor allem durch die sogenannte Andromeda-Gruppe beherrscht. Diese bildet den griechischen Mythos rund um seine Beteiligten ab und setzt sich aus den Sternbildern KassiopeiaKepheusAndromedaPegasusPerseusund Walfischzusammen. Besonders leicht ist dabei das charakteristische Himmels-W der Kassiopeiazu finden. Dieses wird, genauso wie die hinteren Kastensterne des GroßenWagens, gern genutzt, um die Nordrichtung zu finden. Dabei deutet die mittlere Spitze des Ws in Richtung des Polarsterns, der in gedachter Linie über unserem nördlichen Horizont steht. 

Tief im Osten zeigt sich zudem schon der Stier, der vom nahenden Winter kündet und vor allem seinen Hauptstern Aldebaran und das Siebengestirn der Plejaden als besondere Glanzpunkte aufweist.

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Die Planeten am Nachthimmel im Oktober 2018

Nachdem der innerste Planet Merkur am 21. September in oberer Konjunktion mit der Sonne stand, entfernt er sich nun langsam von ihr. So wächst seine östliche Elongation bis Monatsende zwar auf etwa 23°, am Abendhimmel in unseren Breiten ist er jedoch dennoch nicht zu sehen. Venus, im vergangenen Monat noch in größtem Glanz, ist nun nicht mehr am Abendhimmel zu sehen. Nachdem sie am 5. Oktober kurz auf ihrer Bahn stillzustehen scheint (stationär), bewegt sie sich in den folgenden Tagen schnell rückläufig auf die Sonne zu, der sie am 26. Oktober am Himmel begegnet und in unterer Konjunktion steht. Zu dieser Zeit erreicht unsere innere Nachbarin außerdem mit 41 Millionen Kilometern ihre geringste Entfernung zur Erde. Ihre Konjunktionsschleife beschreibt sie dabei zwischen Jungfrau und Waage.

Weiterhin rechtläuft, beschleunigt Mars seinen Zug durch den Steinbock. Trotz seiner abnehmenden Helligkeit bleibt er ein auffälliges Glanzlicht am Nachthimmel. Obwohl seine Entfernung zur Erde im Oktober was doppelt so groß ist wie zu seiner Opposition, bleibt er der hellste Planet am Nachthimmel, da Venus und Jupiter nun nicht mehr in Konkurrenz mit ihm stehen.

Gasriese Jupiter zieht sich im Oktober vom Nachthimmel zurück und wird unbeobachtbar. Während er am 1. Oktober noch gegen 20:30 Uhr untergeht, verkürzt sich die Zeit bis zum 20. Oktober schon um zwei Stunden auf etwa 18:30 Uhr.

Saturn zeigt sich im Oktober am Abendhimmel tief im Südwesten und ist bis Ende des Monats bis zu drei Stunden lang sichtbar. Auf seiner derzeit rechtläufigen Bahn durch den Schützen nimmt er Geschwindigkeit auf und trifft am 14. Oktober auf die Mondsichel, knapp über dem Südwesthorizont gegen 21 Uhr.

Uranus erreicht in der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober seine Oppositionsstellung im Sternbild Widder, wobei der Durchmesser des Saturnscheibchens am Himmel so gering ist, dass man keine Details seiner Oberfläche erkennen kann. Zur Zeit seiner Opposition ist Uranus etwas mehr 2820 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, bis zur Sonne sind es etwa 2970 Millionen Kilometer.

Neptun bewegt sich rechtläufig durch den Wassermann, nachdem er Anfang des vergangenen Monats in Opposition zur Sonne stand. Die beste Zeit zur Neptunbeobachtung ist die Stunde um seine Kulmination, die sich im Laufe des Oktobers von ca. 23:45 Uhr auf 21:45 Uhr verfrüht.  

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