Der Sternenhimmel im November 2018

Während im November weiterhin die Sternbilder KassiopeiaAndromedaPegasusPerseus und Widder hoch im Süden und um den Zenit stehen, kündigt sich tief im Osten schon der nahende Winter an. Sowohl Kapella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Beteigeuze und Rigel im Orion sowie Kastor und Pollux in den Zwillingen sind schon deutlich zu erkennen. Orion ist der erste deutliche Bote der Wintersternbilder, von dessen bläulichem Fußstern Rigel der Fluss Eridanus gen Westen verläuft und sich vor dem Meridian nach Süden windet. Unter günstigen Bedingungen kann nun sogar auch unsere Nachbargalaxie, der Andromedanebel (M 31), zenitnah mit bloßen Augen als schwaches Lichtfleckchen ausgemacht werden. Ebenso wie die Sternkette der Andromeda und die zirkumpolare Kassiopeia haben auch die Fische und der Walfisch nun ihre höchste Stellung im Süden (Kulmination) erreicht. Sie sind jedoch deutlich schwieriger zu erkennen, da sie sich aus weniger hellen Sternen zusammensetzen.

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Die Planeten am Nachthimmel im November 2018

Der innerste Planet Merkur kommt am 6. des Monats in größte östliche Elongation zur Sonne, kann jedoch trotzdem in Mitteleuropa nicht am Abendhimmel gesehen werden. Grund dafür ist seine extrem südliche Deklination, sodass wir die Phase der Dichotomie (halb beleuchtetes Merkurscheibchen) am 11. nicht beobachten können. Nachdem er am 17. stationär ist, eilt er rückläufig auf die Sonne zu, bis sich beide am 27. am Himmel treffen und Merkur in unterer Konjunktion steht. Zwei Tage später, am 29., bewegt sich der flinke Planet durch sein Perihel und ist somit nur 46 Millionen Kilometer von der Sonne entfernt.

Unsere innere Nachbarin Venus, die erst Ende Oktober in unterer Konjunktion zur Sonne stand, wird am 14. stationär und beendet ihre Rückläufigkeit. Langsam beginnt nun auch ihre Zeit als Morgenstern, sodass sie bereits am 5. eine Stunde vor Sonnenaufgang tief im Südosten zu erkennen ist. Im Laufe des Monats nehmen sowohl ihre Sichtbarkeitsdauer als auch ihre Helligkeit rasch zu.

Noch immer ist Mars ein auffälliges Licht in der ersten Nachthälfte. Er wandert zügig rechtläufig und wechselt am 11. in den Wassermann. Seine Helligkeit nimmt weiter ab und sein Untergang verfrüht sich im Laufe des Monats nur um wenige Minuten, was zum einen seiner Geschwindigkeit, zum anderen auch der ansteigenden Deklination geschuldet ist. Am 16. bekommt er Besuch vom zunehmenden Halbmond.

Gasriese Jupiter ist nun vom Abendhimmel verschwunden und steht unsichtbar mit der Sonne am Taghimmel, mit der er am 26. in Konjunktion steht. Jupiter wandert rechtläufig durch die Waage, wechselt am 20. in den Skorpion und erreicht zum Tag seiner Konjunktion seine größte Entfernung zur Erde (949 Millionen Kilometer).

Der beringte Saturn wandert derzeit rechtläufig durch den Schützen und verkürzt seine Sichtbarkeit am Abendhimmel deutlich. So befindet er sich zum Monatsende nach Einbruch der Dunkelheit bereits so knapp über dem Horizont, dass er nur noch mit Hilfe eines Fernglases aufgefunden werden kann. Am 11. kommt es gegen 18 Uhr zu einer Begegnung mit der zunehmenden Mondsichel.

Uranus, der im vergangenen Monat in Opposition zur Sonne stand, ist nun rückläufig im Sternbild Widder. Mit geeigneter Ausrüstung kann das winzige Planetenscheibchen bereits bei Einbruch der Dunkelheit aufgesucht werden. Vom Morgenhimmel sieht sich Uranus jedoch zurück und verfrüht seine Untergangszeiten im Laufe des Monats um zwei Stunden.

Neptun macht seinem römischen Namenspaten alle Ehre und ist derzeit rückläufig im Wassermann, bis er am 25. stationär wird und anschließend wieder rechtläufig seine Bahn zieht. Während er sich aus der zweiten Nachthälfte zurückzieht, nimmt seine Helligkeit leicht ab.

Aktuelle Himmelsereignisse

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Erfahren Sie hier, was Sie am Nachthimmel entdecken können.

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