Der Sternenhimmel im Januar 2020

Seit dem 27.10.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MEZ.

 

Neues Jahr, neues Glück? Beim Wetter vielleicht, aber nicht am Sternenhimmel – auf den ist immer Verlass. Der Jahresbeginn präsentiert sich am Nachthimmel in winterlicher Tradition mit vielen hellen Sternen.

Prominentestes Sternbild ist Orion. Er ist das Leitsternbild des Winterhimmels und durch seine einprägsame Figur eine gute Orientierungshilfe. Zur Standardbeobachtungzeit (22 Uhr zur Monatsmitte bei 50° n.Br./10° ö.L.) steht der Himmelskrieger halbhoch im Süden und passiert gerade den Meridian. Seine hellen Sterne Beteigeuze und Rigel markieren die östliche Schulter bzw. den westlichen Fuß des Jägers und funkeln auffällig rötlich bzw. bläulich-weiß.

Tief im Südosten fällt außerdem Sirius ins Auge. Er ist der Hauptstern des Großen Hundes und der hellste Fixstern am irdischen Himmel. Etwas oberhalb ist zudem Prokyon im Kleinen Hund zu finden, senkrecht darüber, in einigem Abstand, die gelbliche Kapella im Sternbild Fuhrmann. Lässt man den Blick weiter südwestlich streifen, gelangt man zum Stier mit seinem auffällig roten Hauptstern Aldebaran und den berühmten offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden. Im westlichen Teil des Himmels folgen die Zwillinge mit ihren Sternen Kastor und Pollux und vervollständigen das berühmte Wintersechseck. Es setzt sich aus all diesen Hauptsternen der Wintersternbilder zusammen (im Uhrzeigersinn: Kapella, Aldebaran, Rigel, Sirius, Prokyon und Pollux).

An die Zwillinge schließt sich im Osten der unscheinbare Krebs an; tief am Osthimmel kündet sogar der Löwe schon vom Frühling. Nicht unerwähnt soll außerdem das sternenreiche Band unserer Milchstraße bleiben. Es schlängelt sich im Südosten nach oben, durchzieht den Zenit und sinkt zum Nordwesthorizont hinab.

Immer auf dem Laufenden mit dem KOSMOS Newsletter Astronomie

Der Newsletter erinnert Sie kostenlos monatlich an die wichtigsten Himmelsereignisse. Wir versorgen Sie darüber hinaus mit interessanten Astronomie-News und vielem mehr. Verpassen Sie kein wichtigstes Himmelsereignis mehr mit dem KOSMOS Astronomie-Newsletter. Hier anmelden:

* Pflichtfelder

Die Planeten am Nachthimmel im Januar 2020

Seit dem 27.10.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MEZ.

 

Merkur, rechtläufig in Schütze und Steinbock, eilt der Sonne hinterher und überholt sie am 10. Dann erreicht er seine obere Konjunktion und bleibt für uns unbeobachtbar. Im Laufe des Monats vergrößert er seinen Abstand zum Tagesgestirn und kann unter extrem guten Bedingungen zum Monatsende in der Abenddämmerung erhascht werden. Am 28. geht Merkur um 18:07 Uhr unter.

Venus ist zum Jahresbeginn strahlender Abendstern am Westhimmel. Lange bevor die anderen Sterne sichtbar werden, strahlt unsere innere Nachbarin in der Dämmerung und ist nach Sonne und Mond das hellste Gestirn am Himmel. Ihre Untergänge verspäten sich von 19:23 Uhr am Monatsersten auf 20:53 Uhr am 31.

Mars, derzeit am Morgenhimmel, verlässt am 7. die Waage und durchschreitet anschließend den Skorpion, den er jedoch schon am 15. wieder verlässt und in den Schlangenträger wechselt. Seine Aufgänge verfrühen sich in Laufe des Monats leicht: Am 1. geht er um 5 Uhr auf, am Monatsletzten um 4:49 Uhr.

Jupiter, zuletzt in Konjunktion mit der Sonne, wandert rechtläufig durch den Schützen und taucht zum Monatsende am Morgenhimmel auf. Erstmals ist er bereits am 25. gut mit bloßem Auge über dem Südosthorizont auszumachen; etwa 15 Minuten nach seinem Aufgang um 6:53 Uhr. Am 31. geht er bereits um 6:34 Uhr auf.

Saturn steht am 13. in Konjunktion mit der Sonne und bleibt daher unbeobachtbar.

Uranus wird am 11. in den Fischen stationär und läuft anschließend langsam wieder rechtläufig. Seine Untergänge in den Stunden nach Mitternacht verfrühen sich zunehmend; am 1. geht er um 2:44 Uhr unter, am 15. um 1:49 Uhr und am 31. um 0:47 Uhr – seine Kulminationen entsprechend von 19:39 Uhr am 1. auf 17:42 Uhr am 31.

Neptun, rechtläufig im Wassermann, nähert sich weiter seiner Konjunktionsstellung mit der Sonne im ersten Märzdrittel. Er zieht sich vom Abendhimmel zurück und wird unbeobachtbar. Mit entsprechender Optik lässt er sich jedoch noch in der ersten Januarhälfte erhaschen: Am 1. kulminiert Neptun um 16:48 Uhr (Untergang 22:20 Uhr), am 15. um 15:54 Uhr (Untergang um 21:27 Uhr). Am Monatsletzten geht er bereits um 20:27 Uhr unter.

Aktuelle Himmelsereignisse

Das Himmelsereignis im Januar 2020

Halbschattenmondfinsternis

Der Sternhimmel im Januar 2020

Erfahren Sie, was Sie am Nachthimmel entdecken können.

Produkte zum Thema

Kosmos Himmelsjahr 2019

Hans-Ulrich Keller

Sonne, Mond und Sterne im Jahreslauf

12,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand

Reiseziel Sternenhimmel

Bernd Pröschold

Die dunkelsten Beobachtungsplätze in Deutschland und Europa

24,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand

Drehbare Kosmos-Sternkarte

Hermann-Michael Hahn , Gerhard Weiland

Sterne finden - Planeten entdecken

14,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand

Atlas für Himmelsbeobachter

Erich Karkoschka

Die 250 schönsten Deep-Sky-Objekte am Nord- und Südhimmel

14,99 €*
inkl. MwSt
zzgl. Versand