Der Sternenhimmel im Februar 2019

Wie auch im vorherigen Monat beherrschen die Wintersternbilder noch immer das Geschehen am Himmel und beanspruchen ihn fast vollständig für sich. Bis auf die Andromeda und Perseus, die noch wacker vom vergangenen Herbst künden. Obwohl der keulenschwingende Orion den Meridian bereits passiert hat, zieht er als bekanntestes Wintersternbild noch immer die Aufmerksamkeit auf sich. Mit ihm und seinem hellsten Stern Rigel ist auch das Wintersechseck weiter gen Westen gewandert, das mit Capella im Fuhrmann, Aldebaran im Stier, Sirius im Großen Hund, Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen die restlichen prominenten Wintersternbilder verbindet.

Im Osten kündigt der weiter aufsteigende Löwe bereits den Frühling am Himmel an. Er tritt inzwischen vollständig über den Horizont; vor allem sein auffälliger Hauptstern Regulus tritt als einzelnes Glanzlicht in der Region hervor. Zwischen Löwe und Zwillingen befindet sich außerdem der Krebs, der auch Teil des Tierkreises ist. Für das geübte Auge offenbart dieses ohnehin schon vergleichsweise schwierig auszumachende Sternbild noch ein kleines Schätzchen: den offenen Sternhaufen Praesepe (lat. Krippe).

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Die Planeten am Nachthimmel im Februar 2019

Nachdem Merkur im vergangenen Monat in Konjunktion mit der Sonne stand, gewinnt er nun wieder östlichen Vorsprung. Am 27. erreicht er schließlich seine größte östliche Elongation, die mit 18°08‘ vergleichsweise klein ausfällt. Dennoch ist Merkur mit etwas Mühe am Abendhimmel zu sehen: Ab Monatsmitte ist er als kleines Licht über dem abendlichen Westhorizont zu erkennen.

Venus strahlt weiterhin am Morgenhimmel, wobei sich jedoch ihre Sichtbarkeitsdauer merklich verkürzt. Sie wandert zum Monatsende aus dem Schützen in den Steinbock. Am 18. wandert sie in geringem Abstand an Ringplanet Saturn vorbei, was Fernglasbeobachtern ein lohnender Anblick ist.

Ebenfalls gut am Abendhimmel auszumachen ist der rote Mars hoch im Westen. Er strebt im Tierkreis gen Norden, wobei er am 13. von den Fischen in den Widder wechselt. Dadurch vergrößern sich seine Tagbögen und er bleibt den gesamten Monat über prominent in der ersten Nachthälfte.

Jupiter, derzeit rechtläufig im Schlangenträger, wird zunehmend besser am Morgenhimmel sichtbar. Ein besonderes Schauspiel zeigt sich am 27., wenn gegen 6 Uhr (MEZ) Jupiter und der abnehmende Halbmond am Südhorizont beieinander stehen, begleitet von der strahlenden Venus und Ringplanet Saturn.

Saturn, der zu Beginn des Vormonats in Konjunktion mit der Sonne stand, wandert derzeit rechtläufig durch den Schützen. Um die Monatsmitte ist er tief in der südöstlichen Morgendämmerung auszumachen; am 15. geht er um 5:42 Uhr (MEZ) auf und setzt sich etwa 20 Minuten später über dem morgendlichen Dunst im Südosten als gelblicher Lichtpunkt ab. Faszinierend wird auch die Bedeckung des Ringplaneten am 2. ab 6:40 Uhr (MEZ) durch den Mond, die am besten mit Teleskop zu beobachten ist.

Mit geeigneter Optik kann auch Uranus noch am Abendhimmel aufgespürt werden. Noch rechtläufig in den Fischen, wandert er am 6. in den Widder. Zwischen dem 12. und 14. bekommt er Gesellschaft von Mars, der 1° nördlich von ihm entlangläuft.

Der sonnenfernste Planet Neptun ist rechtläufig im Wassermann und wird am Himmel von der Sonne verfolgt, die ihm zu Beginn des nächsten Monats einholt. Dann steht er mit ihr in Konjunktion. Bereits jetzt hat er sich vom Abendhimmel verabschiedet und kann nicht beobachtet werden.

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