Der Sternenhimmel im Dezember 2019

Seit dem 27.10.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MEZ.

 

Das Jahresende rückt stetig näher und am Himmel hat sich nun fast vollends der Winter eingestellt: alle Herbststernbilder sind in die westliche Himmelshälfte vorgerückt. Alle Herbststernbilder? Nein! Der unbeugsame Perseus durchschreitet gerade den Meridian, fast genau im Zenit – eine gute Gelegenheit, das unscheinbare Sternbild zu beobachten.

Tief im Nordwesten ist Wega, der Hauptstern der Leier, zu sehen; ebenso Deneb (Schwan) im Westen. Atiar (Adler), der dritte Stern des Sommerdreiecks, ist bereits unter den Horizont gesunken.

Hoch im Süden ist der Widder gerade über den Meridian gewandert.

Der südwestliche bzw. südliche Teil des Himmels wird von lichtschwachen Sternbildern dominiert: Wassermann, Fische, Walfisch und der Fluss Eridanus (von Westen aus gesehen). Im östlichen Teil des Himmels sieht es hingegen ganz anders aus. Diese Himmelshälfte ist reich an hellen Sternen; hier erobern die Wintersternbilder die Himmelsbühne. Und das Wintersechseck ist komplett! Es setzt sich aus Kapella im Fuhrmann, fast im Zenit, Aldebaran (Stier), Rigel (Orion), Sirius im Großen und Prokyon im Kleinen Hund sowie Pollux (Zwillinge) zusammen. Vor allem Sirius funkelt auffällig, tief im Südosten.

Westlich von Orion fällt außerdem eine scheinbar nahezu sternlose Himmelsgegend auf. Dort erstreckt sich das Sternbild Fluss Eridanus, der aufgrund der irdischen Lichtverschmutzung fast nicht zu erkennen ist. Er „entspringt“ bei Rigel im Orion, schlängelt sich westwärts Richtung Cetus im Walfisch, richtet sich dann in zwei großen Bögen südwärts, bis er hinter dem Horizont verschwindet.

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Die Planeten am Nachthimmel im Dezember 2019

Seit dem 27.10.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Winterzeit (MEZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MEZ.

 

Merkur, Ende des Vormonats in größter westlicher Elongation, zeigt sich ersten Dezemberdrittel am Morgenhimmel. Während er am 1. gegen 6:20 Uhr sichtbar wird, verspäten sich seine Aufgänge bis zum 12. um 6:46 Uhr, sodass er erst gegen 7 Uhr am Horizont zu erkennen ist. Danach endet seine Morgensichtbarkeit.

Venus wird nur langsam auffälliger am Abendhimmel. Sie wechselt am 19. vom Schützen in den Steinbock. Ihre Untergänge verspäten sich von 18:01 Uhr am 1. auf 19:20 Uhr zum Monatsende.

Mars zeigt sich am Morgenhimmel, geht am 1. um 5:07 Uhr auf und am 31. um 5 Uhr. Sein Planetenscheibchen bleibt relativ klein und zeigt noch keine Details. Im Herbst des nächsten Jahres (2020) wird der Mars allerdings wieder ein auffälliges Himmelsobjekt.

Jupiter, rechtläufig im Schützen, ist nicht mehr am Abendhimmel sichtbar. Er kommt am 27. in Konjunktion mit der Sonne und ist daher für uns nicht zu sehen.

Saturn im Schützen nähert sich seiner Konjunktion mit der Sonne, die er jedoch erst im neuen Jahr (13.1.) erreicht. Er zieht sich vom Abendhimmel zurück und ist ab der Monatsmitte nicht mehr zu sehen. Seine Untergänge verfrühen sich von 19:05 Uhr am 1. auf 17:24 Uhr am 31.

Uranus ist rückläufig im Widder und in der ersten Nachthälfte zu sehen. Seine Untergänge verfrühen sich von 4:49 Uhr am 1. auf 2:48 Uhr am 31. Am besten ist er den Abendstunden zu finden – dann kulminiert der grünliche Planet. Seine Kulminationszeiten verführen sich von 21:43 Uhr am 1. auf 19:43 Uhr am 31.

Neptun, rechtläufig im Wassermann, kann mit einem guten Teleskop nach Einbruch der Dunkelheit gefunden werden. Er geht am 1. um 0:24 Uhr unter (Kulmination 18:49 Uhr), am 31. bereits um 22:24 Uhr (Kulmination 16:52 Uhr). 

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