Der Sternenhimmel im Dezember 2018

Im Osten haben die Wintersternbilder nun vollständig die Himmelsbühne betreten. Die Herbststernbilder – mit Ausnahme des Perseus – sind inzwischen über den Meridian und auf die Westhälfte gewandert. Dort findet sich sogar, tief im Nordwesten, ein Überbleibsel des Sommers: Deneb, der Hauptstern des Schwans. Auch Wega, Hauptstern der Leier, ist dort tief über dem Horizont zu sichten.

Wie auch die meisten anderen Herbststernbilder hat der Widder im Süden den Meridian überschritten. Südlich davon scheint der Sternenhimmel vergleichsweise dunkel, nur schwach sind Walfisch und der Fluss Eridanus auszumachen. Hoch im Osten zeigt sich hingegen der Fuhrmann mit der auffälligen Kapella, darunter die Zwillinge mit Kastor und Pollux. Ebenfalls aus dem Osten nähert sich der Stier mit den prächtigen Hyaden und dem auffällig rötlichen Aldebaran. Auch das Siebengestirn der Plejaden ist gut zu erkennen.

Unbestrittenes Glanzlicht ist jedoch Orion, das wohl bekannteste Wintersternbild, südöstlich des Stieres. Mit seinen hellen Sternen Rigel und Beteigeuze und der auffälligen Gürtel-Sternenkette ist er ein gutes Hilfsmittel zur Orientierung am winterlichen Sternenhimmel. Mit Prokyon im Kleinen Hund im Osten und Sirius im Großen Hund tief im Südosten ist nun auch das gesamte Wintersechseck am Osthimmel zu sehen. Seine Mitglieder sind die Sterne Sirius, Prokyon, Pollux, Kapella, Aldebaran und Rigel.

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Die Planeten am Nachthimmel im Dezember 2018

Mit dem endenden Jahr packt Merkur die Gelegenheit nochmal beim Schopf und zeigt sich zunehmend am Morgenhimmel. Im Laufe des Monats wird er immer besser sichtbar. Am besten stehen die Chancen ihn in der Morgendämmerung zu erspähen ab dem 6. Dezember. Bis zum 15. nimmt seine Helligkeit stetig zu. Nach dem 27. ist die Wahrscheinlichkeit, ihn zu sichten, nur noch klein.

Venus erstrahlt derzeit als heller Morgenstern unübersehbar am Osthimmel, am 2. sogar in größtem Glanz. Am 13. wechselt sie von der Jungfrau in die Waage und entfernt sich rechtläufig von Spica.

Mars ist, nach einem furiosen Jahr 2018, nun noch in der ersten Nachthälfte am Himmel zu sehen. Er wandert rechtläufig durch den Wassermann und wechselt am 21. in die Fische. Am 7. gegen 18 Uhr können Fernglasbeobachter eine Begegnung mit Neptun beobachten. Bis zu Silvester nimmt seine Helligkeit zwar weiter ab, dennoch zählt er weiterhin zu den hellsten Gestirnen des derzeitigen Nachthimmels.

Nach seiner Konjunktion mit der Sonne taucht Gasriese Jupiter im letzten Monatsdrittel wieder am Morgenhimmel auf. Am 13. tritt er in den Schlangenträger und trifft am 21./22. auf Merkur. Bis Jahresende verfrühen sich seine Aufgänge auf 6:10 Uhr, sodass man ihn zu Silvester gut am Morgenhimmel auffinden kann.

Saturn wird im Laufe des Monats immer weniger gut beobachtbar, bis er am 2. Januar 2019 schließlich in Konjunktion mit der Sonne steht und unbeobachtbar ist. 

Uranus tritt rückläufig vom Widder in die Fische über, wobei sich seine Bewegung verlangsamt. Mit seinem Stillstand zum Jahresbeginn 2019 beendet er seine Oppositionsperiode. Nachdem er am 1. Dezember um 21:27 Uhr den Meridian passiert und sich seine Untergänge immer mehr verfrühen, bieten die Abendstunden die besten Beobachtungsbedingungen.

Der im Wassermann rechtläufige Neptun zeigt sich noch am Abendhimmel. Am 1. überschreitet er um 18:39 Uhr den Meridian, zur Monatsmitte bereits eine Stunde früher. Bis zu Silvester verfrühen sich seine Untergänge weiter bis 22:11 Uhr.

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