Der Sternenhimmel im August 2019

Seit dem 31.03.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ (=MEZ + 1h).

Die große Hitze hier auf der Erde lässt die himmlischen Konstellationen unbeeindruckt. Doch auch an ihrem Lauf lässt sich das Voranschreiten des Jahres erkennen. So nimmt jetzt im Süden das Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler seine Position ein. Dabei steht Wega fast im Zenit über unseren Köpfen.

Im Vergleich zum Vormonat ist Arktur im Rinderhirten weiter gen Westen gezogen. Im Osten steigt langsam das Herbstviereck empor und kündigt den nahenden Herbst an. Es ist im Sternbild Pegasus angekündigt, der als Leitsternbild der kommenden Jahreszeit gilt. Herkules, die Nördliche Krone und der Schlangenträger sind ebenfalls im Westen angesiedelt, während der Skorpion mit dem rötlich leuchtenden Antares im Südwesten steht und sich dem Untergang zuneigt. Im Süden folgt dann der Schütze.

Derzeit wird diese Himmelsregion durch zwei helle Planeten zum Hingucker: Gasriese Jupiter im Schlangenträger, unweit von Antares, und Ringplanet Saturn im Schützen.

Der zirkumpolare Große Wagen befindet sich auf seinem Weg in seiner unteren Position, während ihm gegenüber das Himmels-W, die Kassiopeia, emporsteigt.

Tief im Norden leuchtet außerdem die Kapella im Sternbild Fuhrmann. Die eher lichtschwachen Tierkreisbilder Wassermann und Steinbock zeigen sich im Südosten. Ein weiterer Augenschmaus ist – sollte es die Beobachtungsumgebung zulassen – die Sommermilchstraße im Bereich des Schützen. Sie steigt, ausgehend vom Südhorizont, durch den Schützen, den Adler und den Schwan nach oben und zieht über Kepheus und die Kassiopeia bis zum Nordhorizont hinunter. Bereits mit einem Fernglas kann man entlang des milchigen Bandes „wandern“ und sich gedanklich in die Tiefen der Galaxis versetzen.

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Die Planeten am Nachthimmel im August 2019

Seit dem 31.03.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ (=MEZ + 1h).

Merkurs westlicher Winkelabstand zur Sonne wächst nun wieder an, bis er am 10. in seine größte westliche Elongation zur Sonne tritt. Dann beträgt der Winkelabstand über 19°. Zehn Tage später durchläuft der flinke Planet sein Perihel. Aufmerksame Beobachter können ihn um die Monatsmitte herum am Morgenhimmel entdecken. Bereits am 8. geht er gegen 4:26 Uhr auf, ist etwa 30 Minuten über dem Osthorizont sichtbar, verblasst jedoch schon gut 15 Minuten später wieder im Schein der aufgehenden Sonne. Seine Helligkeit nimmt bis zum 16. deutlich zu und seine Aufgänge verspäten sich auf etwa 5:11 Uhr am 23.

Venus tritt am 14. in den Krebs ein, steht in oberer Konjunktion und steigt Nachts nicht über den Horizont. Am 8. durchläuft sie das Perihel ihrer Bahn und ist dann 107,5 Mio. Kilometer von der Sonne entfernt.

Mars, derzeit rechtläufig im Löwen, ist nun nicht mehr am Himmel zu entdecken. Er ist an den Taghimmel gewechselt und nähert sich weiter der Sonne an, bis er ihr im nächsten Monat am Himmel begegnet.

Jupiter im Schlangenträger wird am 11. stationär und beendet damit seine Rückläufigkeit. Die anschließende Rechtläufigkeit ist jedoch bis Monatsende kaum merklich. Seine Untergänge verschieben sich in die erste Nachthälfte und verfrühen sich von 1:45 Uhr am 1. auf 23:44 Uhr am Monatsletzten. Obwohl sich seine Helligkeit deutlich verringert, ist Jupiter (neben dem Mond) derzeit noch immer das hellste Objekt am Nachthimmel.

Saturn, rückläufig im Schützen, stand im vergangenen Monat in Opposition und kann noch immer mit Beginn der Nacht im Südosten gesehen werden. Er verfrüht seine Aufgänge um etwa zwei Stunden auf 1:52 Uhr zum Monatsletzten. Am 12. bekommt er Besuch vom fast vollen Mond.

Uranus kommt am 12. zum Stillstand und setzt zu seiner Oppositionsschleife an. Dann wandert er rückläufig im Widder, seine Aufgangszeiten verlegt er in die Abendstunden (23:48 Uhr am 1. und 21:50 Uhr am 31.).

Neptun wird in seiner rückläufigen Bewegung durch den Wassermann zunehmend schneller und nähert sich seiner Opposition mit der Sonne im nächsten Monat. Er geht am 1. um 22:21 Uhr auf, am Monatsletzten bereits um 20:22 Uhr.

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