Der Sternenhimmel im April 2019

Es ist Frühling! Nicht nur, dass die Sonne am 20. des vergangenen Monats durch den Frühlingspunkt geschritten ist – auch am Sternenhimmel haben sich die Wintersternbilder nun endgültig verabschiedet bzw. haben schon mit „halbem Bein“ die Himmelsbühne verlassen. Orion geht im Westen unter, Sirius ist bereits nicht mehr zu sehen; Prokyon zeigt sich noch als Überbleibsel des Kleinen Hundes im Südwesten, ebenso wie die Kapella des Fuhrmanns im Nordwesten.

Prägnant steht nun der Große Wagen fast im Zenit über unseren Köpfen und weist uns den Weg zum Frühlingsdreieck. Dieses wird von Regulus im Löwen, Spica in der Jungfrau und Arktur im Rinderhirten (Bootes) aufgespannt. Der Löwe gilt als Leitsternbild des Frühlingshimmels und durchschreitet gerade den Meridian.

Tief im Nordosten lässt Wega im Sternbild Leier bereits erahnen, dass der Sommer nicht weit ist. Eine gedachte Linie von der Wega zu Arktur durchläuft außerdem die lichtschwächeren Sternbilder Herkules und Nördliche Krone. Sie sind für das ungeübte Auge jedoch nur schwer zu finden.

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Die Planeten am Nachthimmel im April 2019

Seit dem 31.03.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ (=MEZ + 1h).

Merkur steht am 11. in größter westlicher Elongation und hat dann einen Abstand von über 27° zur Sonne am Himmel. Dennoch kann er nicht am Morgenhimmel gesehen werden, da sein Tagbogen so klein ist, dass er sich kaum aus den horizontnahen Dunstschichten erheben bzw. von der Morgenhelle absetzen kann.

Venus zieht sich langsam vom Morgenhimmel zurück. Ihre Aufgänge verfrühen sich im Laufe des Monats um etwa eine Stunde und in der Nacht vom 17. auf den 18. durchschreitet sie ihren sonnenfernsten Bahnpunkt, das Aphel.

Mars zeigt sich weiterhin am Abendhimmel, seine Helligkeit nimmt jedoch weiter ab. Als unauffälliges Gestirn durchschreitet er im ersten Monatsdrittel das Goldene Tor der Ekliptik zwischen Hyaden und Plejaden im Stier.

Jupiter verlangsamt seine Bewegung, kommt am 10. zum Stillstand und setzt anschließend zu seiner Oppositionsschleife an. Dann läuft er rückläufig durch den Schlangenträger (Ophiuchus). Am 23. erhält der Gasriese Besuch vom abnehmenden, noch fast vollen Mond in knapp zwei Grad nördlichem Abstand.

Auch Saturn bremst seine rechtläufige Bewegung merklich ab und kommt am Monatsletzten zum Stillstand. Im nächsten Monat läuft er dann in seiner Oppositionsschleife rückläufig durch den Schützen. Im März wird er zunehmend gut am Morgenhimmel sichtbar und verfrüht im Laufe des Monats seine Aufgänge um fast zwei Stunden auf die Zeit um Mitternacht.

Uranus ist nicht mehr am Abendhimmel zu sehen und steht am 22./23. in Konjunktion mit der Sonne. Dann erreicht er auch mit 3120 Mio. Kilometern seinen größten Abstand zur Erde.

Neptun läuft langsam durch den Wassermann und ist nicht beobachtbar.

Aktuelle Himmelsereignisse

Der Sternenhimmel im Juni 2019

Erfahren Sie hier, was Sie am Nachthimmel entdecken können.

Das Himmelsereignis im Juni 2019

Gasriese Jupiter in Opposition zur Sonne

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