Himmelsereignis im Februar 2021

Sehenswertes am Februarhimmel

Obwohl die Planeten nach ihrer monatewährenden Parade eine kleine Verschnaufpause einlegen, ist auch der Nachthimmel im Februar durchaus sehenswert. Denn gerade für Fernglas- und Teleskopbeobachter, aber auch für Beobachter mit bloßen Augen, hält er das ein oder andere Schmuckstück bereit.

Wer sich über einen klaren Himmel freuen kann, sollte die Gelegenheit nutzen, sich an der puren Pracht der Wintersternbilder zu erfreuen. Nicht nur die „üblichen Verdächtigen“ sind einen Blick wert, sondern auch die kleineren oder unscheinbareren. Ein guter Ausgangspunkt dafür ist beispielsweise das Sternbild Zwillinge, das gerade den Meridian überschreitet – es kulminiert. Zwischen den Zwillingen und dem Löwen halbhoch über dem Osthorizont findet sich das unscheinbare Tierkreissternbild Krebs. In ihm liegt der offene Sternhaufen Krippe (lat.: Praesepe, auch M 44), der im Fernglas seine ganze Schönheit entfaltet. Etwas südlich vom Krebs liegt der Kopf der Wasserschlange (Hydra). Sie schlängelt sich weiter nach Südosten hinab. Ihr Hauptstern Alphard steht in einer Region, in der es sonst keine weiteren hellen Sterne gibt, weshalb er sich leicht identifizieren lässt. Dennoch sollen natürlich die winterlichen Paradeobjekte nicht unerwähnt bleiben: Die Hyaden und Plejaden im Stier sowie der Orionnebel südlich der drei Gürtelsterne des Himmelsjägers sind immer einen Blick wert und machen Beobachtern aller Levels Freude.

Interessante Beobachtungsobjekte sind auch die verschiedenen Doppelsterne, die man derzeit genauer unter die „Lupe“ nehmen kann. Der Klassiker – Mizar und Alkor im Großen Wagen – kann bereits mit bloßem Auge in zwei Lichtpünktlein aufgelöst werden. In einem kleinen Teleskop ab fünf Zentimetern Objektivöffnung kann Mizar selbst ebenfalls als Doppelstern enttarnt werden. Auch delta Orionis (Mintaka), der westliche Gürtelstern im Orion, ist ein leicht zu trennender Doppelstern. Weniger bekannt, aber nicht weniger eindrucksvoll, ist epsilon Monocerotis im Sternbild Einhorn. Beide Doppelsterne sind bereits im Fernglas eindeutig voneinander getrennt zu sehen.

Kugelsternhaufen wie M 13 im Sternbild Herkules und M 3 (auch NGC 5272) in den Jagdhunden sind besonders schöne Objekte und mit einer Sternkarte leicht aufzuspüren. Etwas mehr Geschick braucht es hingegen für M 79 im Sternbild Hase.

Der Rosettennebel (NGC 2237) zählt zweifelsohne zu den bekannten Deep-Sky-Objekten und ist bereits im Fernglas zu erkennen, offenbart allerdings im Teleskop noch deutlich mehr Details, wie z.B. den offenen Sternhaufen NGC 2244. Zu guter Letzt sei Teleskopbeobachtern auch die Galaxie NGC 3115 empfohlen, die Spindelgalaxie im Sternbild Sextant, die wir in Kantenlage sehen.

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