Himmelsereignis im September 2018

Venus im größten Glanz am 21. September

Seit dem 25.03.2018 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

 

Die Venus ist immer ein beeindruckendes Bild am Abendhimmel. Wann immer die Venus als Abendstern unterwegs ist, zieht sie alle Blicke auf sich. Das ist kein großes Wunder, denn nur der Mond kommt der Erde näher als die Venus, unser innerer Nachbarplanet. Logischerweise ist Venus beim Blick durchs Teleskop auch das scheinbar größte Objekt am Nachthimmel, wiederum abgesehen vom Mond. Aber stellen Sie sich das einmal vor: Der Jupiter hat einen zwölf Mal so großen Durchmesser wie die Venus und dennoch erscheint sie an unserem Himmel größer – und strahlender.

Am 21. September steht die Venus in größtem Glanz, man sagt auch, sie hat ein Maximum ihrer scheinbaren Helligkeit erreicht. Bis zum 21. September wurde sie am Abendhimmel immer heller, mit anderen Worten ihre scheinbare Helligkeit nahm zu. Nach dem 21. September wird die langsam dunkler, ihre scheinbare Helligkeit wird abnehmen.

Für den Laien ist es vielleicht erstaunlich, aber die Venus in größtem Glanz ist keine voll beleuchtete Venus. Wie der Mond auch hat die Venus Phasen, zeigt sich mal als zunehmende Sichel, mal als abnehmende Sichel im Teleskop, mal voll beleuchtet. Venus im größten Glanz heißt nicht, dass wir „Voll-Venus“ haben. Wenn Sie die Gelegenheit haben, am 21. September durchs Teleskop zu schauen, werden Sie sehen, dass die Venus im größten Glanz nur zu etwa einem Viertel beleuchtet ist.

Der größte Glanz der Venus wird bestimmt von der Phase der Venus und vom Abstand zwischen Venus und Erde. Den genauen Zeitpunkt zu berechnen war für die Astronomie lange Zeit nicht möglich, denn es bedarf Wissen über die Venusbahn wie über die Erdbahn. Edmund Halley 1716 war der erste Astronom, der versuchte, den größten Glanz der Venus mithilfe einer Formel zu berechnen, eine Formel, die seitdem vielen Änderungen unterworfen ist. 

 

Bei aller Mathematik hinter den Bewegungen am Sternenhimmel sollten Sie die Gelegenheit nutzen und bis etwa 20 Uhr den glänzenden Abendstern am Himmel aufzusuchen. Sie finden Venus gegen 19 Uhr tief im Westen stehend zwischen den Sternbildern Waage und Jungfrau.

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