Himmelsereignis im November 2020

Was der Novemberhimmel zu bieten hat

Die Nächte werden länger und dunkler – optimale Voraussetzungen, um sich wieder ausgiebig dem Sternenhimmel zu widmen. Der November bietet dafür ideale Gelegenheit und hält sowohl für Astro-Einsteiger als auch erfahrene Beobachter einige Highlights parat:

Mit etwas Glück ist die Sichtung von Sternschnuppen verbunden. Diese werden im November typischerweise aus dem Meteorstrom der Tauriden oder Leoniden gespeist. Während die Tauriden bereits um den 11. ihr Maximum erreichen, sind die Leoniden zwischen dem 13. und 30. am Morgenhimmel zu sehen sind – ihr Maximum ist um den 16./17. zu erwarten. Im Maximum können dann etwa zehn bis 15 Sternschnuppen pro Stunde gesehen werden.

Wer kein Glück mit Sternschnuppen hat kann sich auf den sonstigen Himmel verlassen, denn dieser hält viele spannende Objekte für das bloße Auge, Fernglas oder Teleskop bereit. So ist es ein interessantes Schauspiel, die Helligkeitsveränderungen der Planeten zu beobachten: Während Merkurs Helligkeit am Morgenhimmel im Laufe des Monats deutlich zunimmt, bis er ab dem 23. in der Morgendämmerung verblasst, nimmt die Helligkeit von Mars trotz seiner Auffälligkeit um fast eine Größenklasse ab. Gut vergleichen lässt sich Mars mit dem Gasriesen Jupiter, die sich in puncto Helligkeit in nichts nachstehen. Nur die helle Venus übertrifft beide in ihrem Glanz und löst sie am Morgenhimmel ab.

Das prominenteste Beobachtungsobjekt außerhalb unseres Sonnensystems ist zweifelsohne unsere Nachbarmilchstraße, die Andromeda-Galaxie M 31. Da die Sternkette der Andromeda aktuell in Zenitnähe zu finden ist, kann das nebelige Fleckchen leicht entdeckt werden; zur Standardbeobachtungszeit steht es fast genau auf der Nord-Süd-Linie (Meridian).

Fans von Veränderlichen kommen mit Algol (Beta Persei) im Sternbild Perseus, das derzeit hoch im Osten steht, auf ihre Kosten. Der Doppelstern Algol ist der Prototyp der sogenannten Algol-Variablen, einer Klasse von bedeckungsveränderlichen Sternen. Ebenfalls im Perseus sind die offenen Sternhaufen h/Chi Persei (NGC 869 bzw. 884) angesiedelt, die bereits im Fernglas eindrucksvolle Sternansammlungen darstellen und im Teleskop ihre volle Pracht entfalten. Mit M 36, M 37 und M 38 bietet auch der Fuhrmann drei funkelnde offene Sternhaufen, die ebenfalls bereits im Fernglas gut auszumachen sind.

Fortgeschrittene Teleskopbeobachter können außerdem ihr Geschick an der recht lichtschwachen Galaxie M 74 in den Fischen testen. Sie liegt östlich von Eta Piscium und ist etwa 25 Millionen Lichtjahre von uns entfernt

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