Kosmisches Schauspiel am Himmel

Was ist eine Sonnenfinsternis?

Wenn sich der Mond am Tag vor die Sonne schiebt, spricht man von einer Sonnenfinsternis.

Endlich – nach über 25 Jahren – kommt es in Südeuropa am 12. August 2026 über Spanien und den Balearen wieder zu einer „schwarzen Sonne“. Von Mitteleuropa aus wird die Sonne nicht total bedeckt, aber stark vom Mond verfinstert. Für Hobby-Astronomen aus aller Welt ist dieses kosmische Schauspiel das wichtigste Ereignis des Jahres.

Doch was macht eine Sonnenfinsternis so besonders und wie können wir die Sonnenfinsternis miterleben? 

Nachfolgend findest du allgemeine Informationen zu einer Sonnenfinsternis, Buch-Tipps und alle Infos zur Sonnenfinsternis 2026. Kennst du schon unser Buch "Sonnenfinsternis über Europa" - speziell für die Sonnenfinsternis am 12.08.2026 - inklusive Sonnenfinsternis-Brille zur sicheren Beobachtung?

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Wie entsteht eine Sonnenfinsternis?

Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn Sonne, Mond und Erde in einer Linie stehen und der Mond die Sonne bedeckt. Damit es zu einer Sonnenfinsternis kommt, muss Neumond sein, der Mond damit am Taghimmel stehen. Nicht bei jedem Neumond findet eine Sonnenfinsternis statt, denn meistens zieht der Mond nördlich oder südlich an der Sonne vorbei.

Eine totale Sonnenfinsternis ist nie auf der gesamten Tagseite der Erde zu sehen. Der Kernschatten des Mondes (der Bereich, in dem eine Sonnenfinsternis total ist) bedeckt immer nur einen Teil der Erdoberfläche, einen schmalen Streifen von bis zu 270 km Breite. Zum Vergleich: Bayern misst von Norden nach Süden etwa 400 km.

Abb.: Kosmos Verlag

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Partielle, ringförmige und totale Sonnenfinsternis

Partielle Sonnenfinsternis
Nördlich und südlich des Kernschattenbereichs auf der Erde kommt es zu einer partiellen Sonnenfinsternis. An diesen Orten bedeckt der Mond nur einen Teil der Sonnenscheibe. Zur Beobachtung muss man seine Augen unbedingt mit einer sicheren Sonnensichtbrille schützen.

Totale Sonnenfinsternis
Bei einer totalen Sonnenfinsternis bedeckt der Mond die Sonne vollständig. Es wird dunkel und kühler, am Himmel leuchten die hellsten Sterne und Planeten. Um die Sonne erscheint ihre zarte Korona. Die totale Bedeckung währt nur einige Minuten lang.

Ringförmige Sonnenfinsternis
Die ringförmige Sonnenfinsternis ist ein Sonderfall der totalen Sonnenfinsternis. Wenn die Erde der Sonne besonders nah und/oder der Mond besonders weit von der Erde entfernt ist, kann es zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis kommen. Der Mond ist bei der ringförmigen Sonnenfinsternis nicht groß genug, um die Sonne vollständig zu bedecken. Statt der Sonnen-Korona sieht man die Sonne als grellen Ring rund um den Neumond leuchten.

Abb.: Kosmos Verlag/Gerhard Weiland

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Was ist die Korona?

Die Sonnen-Korona ist der äußerste Bereich der Sonnen-Atmosphäre. Normalerweise sieht man sie nicht, da sie vom gleißend hellen Sonnenlicht überstrahlt wird. Nur bei einer totalen Sonnenfinsternis können wir die Korona sehen. Je nach Aktivität der Sonne sieht die Korona bei jeder Sonnenfinsternis anders aus. Am Rand der schwarzen Neumondscheibe kann man zudem die rötlichen Protuberanzen der Sonne erkennen.

Abb.: ESO/P. Horálek

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Wie entsteht eine Sonnenfinsternis?

Eine Sonnenfinsternis entsteht, wenn Sonne, Mond und Erde in einer Linie stehen und der Mond die Sonne bedeckt. Damit es zu einer Sonnenfinsternis kommt, muss Neumond sein, der Mond damit am Taghimmel stehen. Nicht bei jedem Neumond findet eine Sonnenfinsternis statt, denn meistens zieht der Mond nördlich oder südlich an der Sonne vorbei.

Eine totale Sonnenfinsternis ist nie auf der gesamten Tagseite der Erde zu sehen. Der Kernschatten des Mondes (der Bereich, in dem eine Sonnenfinsternis total ist) bedeckt immer nur einen Teil der Erdoberfläche, einen schmalen Streifen von bis zu 270 km Breite. Zum Vergleich: Bayern misst von Norden nach Süden etwa 400 km.

Abb.: Kosmos Verlag

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Partielle, ringförmige und totale Sonnenfinsternis

Partielle Sonnenfinsternis
Nördlich und südlich des Kernschattenbereichs auf der Erde kommt es zu einer partiellen Sonnenfinsternis. An diesen Orten bedeckt der Mond nur einen Teil der Sonnenscheibe. Zur Beobachtung muss man seine Augen unbedingt mit einer sicheren Sonnensichtbrille schützen.

Totale Sonnenfinsternis
Bei einer totalen Sonnenfinsternis bedeckt der Mond die Sonne vollständig. Es wird dunkel und kühler, am Himmel leuchten die hellsten Sterne und Planeten. Um die Sonne erscheint ihre zarte Korona. Die totale Bedeckung währt nur einige Minuten lang.

Ringförmige Sonnenfinsternis
Die ringförmige Sonnenfinsternis ist ein Sonderfall der totalen Sonnenfinsternis. Wenn die Erde der Sonne besonders nah und/oder der Mond besonders weit von der Erde entfernt ist, kann es zu einer ringförmigen Sonnenfinsternis kommen. Der Mond ist bei der ringförmigen Sonnenfinsternis nicht groß genug, um die Sonne vollständig zu bedecken. Statt der Sonnen-Korona sieht man die Sonne als grellen Ring rund um den Neumond leuchten.

Abb.: Kosmos Verlag/Gerhard Weiland

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Was ist die Korona?

Die Sonnen-Korona ist der äußerste Bereich der Sonnen-Atmosphäre. Normalerweise sieht man sie nicht, da sie vom gleißend hellen Sonnenlicht überstrahlt wird. Nur bei einer totalen Sonnenfinsternis können wir die Korona sehen. Je nach Aktivität der Sonne sieht die Korona bei jeder Sonnenfinsternis anders aus. Am Rand der schwarzen Neumondscheibe kann man zudem die rötlichen Protuberanzen der Sonne erkennen.

Abb.: ESO/P. Horálek

Wann und wo ist am 12. August 2026 die Sonnenfinsternis zu sehen?

Sonnenfinsternis 2026

Island
Der Kernschatten dieser Sonnenfinsternis streift den westlichen Rand von Island. Das Maximum der Finsternis liegt einige Kilometer entfernt in Meer. Die Totalität findet gegen 17:45 Uhr lokaler Zeit statt, die Sonne befindet sich in 25 Grad Höhe über dem Horizont. Island bietet theoretisch die besten Beobachtungsbedingungen, doch das Wetter stellt ein großes Risiko dar.

Anblick der totalen Sonnenfinsternis am 12. August 2026 von Island aus. Neben der total verfinsterten Sonne tauchen die Planeten Venus, Jupiter und Merkur auf. © Kosmos Verlag/United Soft Media

Spanien
Von Nordwesten bis Südosten verläuft die Kernschattenzone quer über Spanien. An der nordwestlichen Küste tritt die Totalität gegen 20:28 Uhr MESZ ein, die Sonne steht dann noch rund 11 Grad hoch. Im Südosten findet die Totalität kurz nach 20:30 Uhr statt, aber die Sonne hat hier nur noch eine Höhe von weniger als 5 Grad.

Anblick der totalen Sonnenfinsternis am 12. August 2026 von Spanien aus. Neben der total verfinsterten Sonne tauchen die Planeten Venus und Jupiter auf; Merkur ist bereits untergegangen. © Kosmos Verlag/United Soft Media

Balearen
Die Zentrallinie des Kernschattens zieht über Mallorca hinweg, doch auch Ibiza und Menorca liegen im Bereich des Schattenpfades. Wenn der Mond um kurz nach 20:30 Uhr die Sonne total verfinstert, stehen beide weniger als 3 Grad knapp über dem nordwestlichen Horizont.

Anblick der totalen Sonnenfinsternis am 12. August 2026 von Mallorca aus. Während der Totalität steht die Sonne niedrig über dem Mittelmeer. © Kosmos Verlag/United Soft Media

Mitteleuropa
Außerhalb der Totalitätszone ist nur eine partielle Sonnenfinsternis zu sehen. Je weiter man von der Finsternislinie entfernt ist, desto weniger deckt der Mond die Sonne ab. In der Mitte Frankreichs sind das aber noch über 90 Prozent, in der Schweiz ebenfalls, in Österreich knapp 90 Prozent und in Mitteldeutschland immerhin noch 87 Prozent. An allen Orten tritt der Höhepunkt kurz vor Sonnenuntergang ein – je weiter östlich man sich befindet, desto tiefer steht die Sonne.

Bild: © Kosmos Verlag

Bis zur nächsten totalen Sonnenfinsternis über Mitteleuropa müssen wir uns noch etwas gedulden: erst am 3. September 2081 wird der Schattenpfad über Frankreich, die Schweiz, Süddeutschland und Österreich verlaufen. Dafür bahnt sich am 2. August 2027 bereits die nächste totale Sonnenfinsternis an – sie wird über Nordafrika verlaufen und dabei auch Südspanien streifen