„Wer zünden will, muss selber brennen.“
Dieses Sprichwort habe ich vor Jahren gelesen, und es hat mich restlos geflasht. Wenn ich rückblickend mein Leben betrachte: die besten Lehrer in allen Bereichen waren immer diejenigen, die mit echter Leidenschaft für ihre Sache brennen. Und ich kenne kaum eine Person, auf die dieses Sprichwort besser passt, als auf Anne Krüger-Degener und ihr Wirken.
Der Funke ist sofort auf mich übergesprungen.
Beim ersten Lesen des Buches „Wenn Hunde lachen“ war ich nicht selten zu Tränen gerührt, weil Anne Krüger-Degener es schafft, die Naturgesetze des Zusammenlebens – im Tierreich, im Hund-Mensch-Team, unter Menschen – in ebenso schlichten wie tiefgehenden Worten auf den Punkt zu bringen. Sie spricht Wahrheiten aus, die wir alle instinktiv kennen, die wir aber oftmals, durch eigene Lernerfahrungen oder „widrige Umstände“, scheinbar vergessen haben.
Anne Krüger-Degener hat die Gabe, uns in ihrer völlig authentischen Art und mit aufrichtiger Leidenschaft, immer wieder quasi zu unserer eigenen Natur zurückzuführen. Zu den eigentlich wortlosen Gesetzen der Kommunikation zwischen Nähe und Distanz, die jeder Hund von Hause aus beherrscht.
Das Schöne ist, dass nicht nur wir unseren Hunden etwas „beibringen“ dürfen, wie wir das im klassischen Hundetraining gewohnt sind. „Hunde sind die besten Menschentrainer aller Zeiten“, pointiert Anne Krüger-Degener treffend. Sie lehrt uns, unsere Hunde genau zu beobachten, wie sie es so schön formuliert, „ihrer leisen Sprache zuzuhören“. Und von ihnen diese „leise Sprache“ zu lernen, um in einen echten und verbindlichen Dialog mit unserem Hund zu treten.
Ich empfinde es als das schönste Geschenk, einen Weg zu finden, mit meinem Hund eine tiefe Beziehungsebene zu erleben. Und zu erarbeiten. Es ist genau diese Beziehungsarbeit, die Anne Krüger-Degener in ihrer HarmoniLogie auf eine sehr strukturiert erlernbare und zugleich berührend menschliche Art entwickelt hat.
Das außergewöhnliche und besonders faszinierende an Anne Krüger-Degeners Arbeit ist, dass sie ihre Tiere komplett ohne Futtermotivation trainiert. Sie schult bei den Hunden schrittweise und auf eine sehr feinfühlig-präzise Art, die „Werkzeuge“ ihrer Ausbildung: „Ansprechbarkeit“, „Lobbarkeit“ und „Störbarkeit“. Jede dieser „Säulen“ ihrer HarmoniLogie basiert darauf, eine direkte und belastbare Beziehung zum Hund aufzubauen.
Das zeigt sich zum Beispiel beim Rückruf des Hundes. Leckerli-konditionierte Hunde kommen, um sich einen Keks abzuholen. Und dann wieder zu gehen. Es ist mir ein unbeschreibliches Glücksgefühl – für beide Seiten – wenn der Hund kommt, um zu bleiben.
Jede Trainingsform hat ihre Berechtigung und es liegt in der Entscheidung jedes Hundebesitzers, wie er trainieren möchte. Ich habe meinen Border Collie bisher auch über Futtermotivation trainiert und konditioniert. Es schien mit oft der einfachste Weg, neben vielen anderen Herausforderungen im Alltag. Ich habe ehrlicherweise nicht immer die Präsenz und innere Ruhe, mir die Zeit für „echte“ Beziehungsarbeit zu nehmen, bezogen auf Hunde – und auf Menschen. Ich schätze, das geht vielen Leuten so.
Aber es ist lohnenswert, sich diesen inneren Raum ganz bewusst zu nehmen...
Für mich ist es ein Geschenk, mich auf die Arbeit von Anne Krüger-Degener einzulassen. Dass ich sie „entdeckt“ habe, ist eine große Bereicherung für mein Leben und dafür bin ich ihr sehr dankbar.