Wir (Vielspieler-Familie aus Mutter, Vater, 17-jährige, 14-jährige) sind von "My City" so begeistert wie schon lange von keinem anderen Spiel mehr.
"My City" ist ein Familienspiel im besten Sinne: Es ist einfach zu lernen, recht schnell gespielt (30-40 Minuten pro Partie) -- und für uns entscheidend: endlich mal wieder ein Spiel, bei dem wir kein Problem hatten, unsere Teenager-Töchter mit an den Spieletisch zu bekommen.
Es entsteht schon nach ein oder zwei Partien ein richtiger "Sog", dass man kaum noch aufhören will. Diese hohe Motivation kommt daher, dass man mit jeder Partie besser wird "und nun beim nächsten Spiel endlich mal alles richtig machen will" (was natürlich nie klappt) und außerdem durch die kleinen Veränderungen an den Regeln immer wieder gespannt ist, was sich Autor Reiner Knizia für die nächste Partie ausgedacht hat.
Wir haben die 24 Partien der Kampagne in weniger als drei Wochen durchgespielt und waren heute richtig traurig, dass wir nun "fertig" sind. (Das "endlose Spiel", eine Variante, bei der immer dieselben Regeln gelten, interessiert uns nicht so sehr.)
Wir werden deshalb direkt nächste Woche das Spiel ein zweites Mal kaufen und die Kampagne noch einmal spielen. Da wir ja nun wissen, was alles noch kommt, kann man natürlich von Anfang an viel vorausschauender spielen.
Um zwei "Besorgnisse" zu entkräften:
1) Nein, es ist meiner Meinung nach nicht schlimm, dass man die Kampagne "nur" einmal durchspielen kann. Man hat danach 24 Partien des Spiels gespielt. Welches Spiel im Spieleschrank spielt man denn so oft? Und außerdem: Für die gut 30 Euro, die das Spiel kostet, kann man als 4-köpfige Familie noch nicht einmal ins Kino gehen. Und von dem "My City" hat man VIEL mehr.
2) Nein, es ist nicht nur ein Spiel für Gelegenheits-Spieler. Dadurch, dass die Kampagne einen "Spannungsbogen" hat, kann man auch strategisch über mehrere Partien hinweg planen. (Gewinne ich möglichst viele Einzelspiele, oder setze ich auf langfristige Ziele?) Gerade dieser strategische Aspekt kam bei uns in der Familie besonders gut an.