Was kostet der Reitsport?

Bis vor einigen Jahren war der Reitsport vor allem wohlhabenden Menschen vorbehalten. Nur in ländlichen Gegenden, in denen Pferde auch hinter dem Haus gehalten wurden oder in der Landwirtschaft zum Einsatz kamen, konnten auch Normalverdienende dem Reitsport nachgehen. Doch das hat sich geändert. Heute ist Reiten ein Familiensport für alle Altersstufen und Einkommensschichten. In „Alles übers Reiten

Kosten im Überblick

Ein Blick aufs Budget

Ein Blick aufs Budget

Die tatsächlichen Kosten des Reitsports hängen ebenfalls von dem Level ab, auf dem Sie reiten möchten. Die Ausbildungskosten hängen davon ab, ob Sie sich für Gruppen- oder Einzelunterricht entscheiden, Logenstunden oder sogar Spezialunterricht wie Tölt- oder Cuttingstunden nehmen möchten. Spätere Wochenendkurse, Abzeichenlehrgänge oder Turniere können sich ebenfalls kostentechnisch niederschlagen.

Zu den Ausbildungskosten kommt auch die Anschaffung einer robusten Ausrüstung. Hier lohnt es sich, etwas mehr Geld zu investieren, um viele Jahre etwas davon zu haben. Zur Grundausrüstung gehört neben einer Reitweste, einer Allwetterjacke, einer Reithose und solidem Schuhwerk auch ein hochwertiger Helm. Besonders dieser sollte nach Stürzen oder nach einigen Jahren aufgrund von Materialermüdung ausgetauscht werden, denn er schützt im Ernstfall Ihr Leben.

Bild: Je intensiver Sie den Reitsport betreiben möchten, desto mehr Kosten können auf Sie zukommen. (Credit: Horst Streitferdt/Kosmos)

Durchschnittspreise der Erstausstattung

Durchschnittspreise der Erstausstattung

• Reithose: 70–200 € • Weste: 50–100 € • Jacke: ab 50 € • Sicherheitsweste: ab 70 € • Gummistiefel: ab 30 € • Lederstiefel: 150–400 € • Chaps (Neopren): ab 20 € • Helm: 70–300 € • Handschuhe: 15–50 € • Gerte: 15–30 €

Bild: An Helm und Schutz sollten Sie nicht sparen. Sie retten im Ernstfall Leben! (Credit: Christiane Slawik, www.slawik.com)

Zuerst eine Frage der Zeit

Egal, ob Sie vom eigenen Pferd träumen oder zunächst mit regelmäßigen Reitstunden starten – für beides braucht man Zeit und Geld in unterschiedlichem Umfang.

Wöchentliche Reitstunden sind gerade für Einsteiger gut kalkulierbar; von der Anfahrt über das Satteln und Putzen bis hin zum Ausritt und der anschließenden Versorgung sind wöchentlich etwa 4 Stunden einzuplanen. Fortgeschrittenere Reiter mit einem gewissen Maß an Selbstständigkeit haben die Wahl zwischen einer Reitbeteiligung oder einem eigenen Pferd. Dabei kümmert man sich je nach Absprache entweder zwei- bis dreimal wöchentlich um das Reitbeteiligungspferd und kommt auch für einen Teil der Unterhaltskosten auf. Mehrere Nachmittage in der Woche, die Sie beim Pferd verbringen, sind keine Seltenheit. Bei einem eigenen Pferd wächst der Zeitaufwand nochmals deutlich und aus dem Sportpartner wird ein Familienmitglied, um das Sie sich täglich kümmern sollten. Dazu zählen nicht nur die ausreichende Bewegung sowie Pflege- oder Stallarbeiten, sondern auch Lehrgänge, Turniere oder überraschende Tierarztbesuche.