Das Frag KOSMOS Themen-Spezial Natur

Spannende Fakten aus der Natur

Das Frag KOSMOS Themen-Spezial Natur

Welcher Baum ist das? Was fliegt denn da? Worüber unterhalten sich Bäume? Eine Hummel kann rückwärts fliegen? Und Erdbeeren sind gar keine Beeren? Diese und viele weitere Fragen lassen sich mit Hilfe von KOSMOS Naturführern ganz einfach beantworten. Es gelingt verschiedene Arten von Tieren und Pflanzen spielend zu bestimmen. Ein paar der spannendsten Fragen und Fakten rund um das Themengebiet Natur haben wir hier zusammengestellt.

Spannende Fakten aus der Natur

Igelbabies zwitschern, wenn sie hungrig sind?

Igelbabies zwitschern, wenn sie hungrig sind?

Zwitschern – dieses Geräusch verbindet man sofort mit Vögeln. Doch tatsächlich können auch Igel zwitschern wie die Piepmätze. Genauer gesagt ihre Nachkommen. Sind diese nämlich hungrig, geben Igelbabies Quietschgeräusche von sich, die denen von Vögeln zum Verwechseln ähnlich sind. Und auch sonst ist die Vielfalt von Lauten, die Igel von sich geben, überraschend. Je nach Gemüts- oder Gesundheitszustand grunzen, schmatzen, bellen, quaken, fauchen, schnarchen oder glucksen die Stacheltiere und zeigen an, ob sie hungrig, verärgert, aufgeregt sind oder sich der Paarung hingeben.

Nagezähne von Eichhörnchen wachsen bis zu 10 cm im Jahr?

Das stimmt tatsächlich! Die scharfen Schneidezähne, von denen die flinken Nager jeweils zwei in Ober- und Unterkiefer besitzen, nutzen sie vor allem zum Aufbrechen der oftmals sehr harten Hüllen ihrer Nahrung. Die dadurch entstehende Abnutzung gleichen Eichhörnchen durch das Nachwachsen der Zähne aus. Neben diesen starken Nagezähnen besteht ein Eichhörnchengebiss aus zwei Vorbackenzähnen auf jeder Seite des Oberkiefers bzw. einem Vorbackenzahn auf beiden Seiten des Unterkiefers sowie jeweils drei Backenzähnen pro Kieferhälfte. Sonstige Eckzähne gibt es nicht, sodass ein Eichhörnchen insgesamt 22 Zähne besitzt.

Auch Ameisen können gähnen?

Stimmt! Wer schon einmal einen Ameisenhaufen im Wald genauer betrachtet hat, wird festgestellt haben, dass es dort rund um die Uhr vor lauter Ameisen nur so wuselt. Denn jede Ameise hat ihre ganz individuelle Aufgabe im komplexen Organismus eines Ameisenstaates. Da würde es nicht verwundern, wenn Ameisen auch einmal müde werden. Ein Zeichen für Müdigkeit – zumindest bei Säugetieren – ist das Gähnen. Und tatsächlich gähnen sogar auch Ameisen. Das beobachtete der britische Biologe Julian Huxley 1949. Er beschreibt, dass Ameisen nach einer Ruhephase zunächst ihren Kopf, dann die Beine und schließlich ihre Kiefer strecken und aufsperren. Dieses Öffnen der Kiefer erinnert an Gähnen.

Frösche müssen nicht trinken?

Richtig, das stimmt! Frösche sind Amphibien und aus dem Griechischen übersetzt "beiderseitig lebend" bedeutet, d.h. sie leben sowohl im Wasser als auch an Land. Und als wasserlebende Tiere müssen sie tatsächlich nicht trinken so wie wir es kennen. Sie nehmen stattdessen Flüssigkeiten und Sauerstoff über ihre sehr durchlässige Haut auf. An den Unterseiten ihrer Bene und am Bauch besitzen Frösche sogar spezielle Falten für die Flüssigkeitsaufnahme. Bei zu großer Trockenheit oder Sonneneinwirkung trocknet die Froschhaut allerdings leicht aus, weshalb sich die Tiere tagsüber in dunkle Ecken zurückziehen und eher in den Dämmerungs- und Nachtstunden aktiv sind.

Grashüpfer springen nur, wenn es mindestens 17°C warm ist?

Grashüpfer springen nur, wenn es mindestens 17°C warm ist?

Das stimmt wirklich! Der Gemeine Grashüpfer, wissenschaftlich auch Chorthippus parallelus genannt, ist die bei uns am häufigsten vorkommende Heuschreckenart. Die grünen oder bräunlichen Tiere werden bis zu 22 Millimeter lang und sind damit perfekt im hohen Gras getarnt. Einzig ihr schriller "Gesang" macht in der Paarungszeit auf die Insekten aufmerksam. Da Grashüpfer zu den wechselwarmen Tieren zählen, also ihre Körpertemperatur nicht konstant ist, sondern den Schwankungen der Außentemperatur unterliegt, sind sie erst bei ausreichend hohen Temperaturen aktiv - wozu alles unter 17°C offenbar noch nicht zählt. Denn bei kühleren Temperaturen fehlt den Tierchen schlicht die Motivation für einen kräftezehrenden Sprung.