Als Fan der Fourth-Wing-Reihe war ich natürlich neugierig, wie sich das Ganze als Kartenspiel umsetzen lässt. Nach einem Spieleabend kann ich sagen: Wenn alle am Tisch die Bücher kennen, macht das wirklich richtig Spaß.
Der Einstieg ist angenehm unkompliziert. Karten mischen, kurz die Regeln erklären und schon kann es losgehen. Es gibt keine lange Vorbereitung oder komplizierte Mechaniken. Stattdessen lebt das Spiel von den Fragen, Diskussionen und den manchmal ziemlich fiesen Entscheidungen, die man treffen oder über seine Mitspieler beantworten muss. Dadurch entstehen viele lustige Momente, aber auch überraschende Gespräche, bei denen man seine Freunde manchmal besser kennenlernt, als einem lieb ist.
Besonders gut gefallen hat mir die Gestaltung. Die Karten und die Box sehen hochwertig aus und passen optisch perfekt zur Stimmung der Bücher. Das wirkt nicht wie ein beliebiges Lizenzspiel, sondern als hätte man sich wirklich Gedanken gemacht, die Atmosphäre der Reihe einzufangen. Allein deshalb macht das Spiel im Bücherregal schon etwas her.
Voraussetzung ist allerdings, dass wirklich alle mindestens Fourth Wing gelesen haben. Ohne das Hintergrundwissen versteht man viele Anspielungen nicht und man läuft schnell in Spoiler hinein. Für gemischte Gruppen würde ich es deshalb eher nicht empfehlen.
Einen kleinen Kritikpunkt gibt es trotzdem: Hat man mit derselben Runde irgendwann alle Karten gesehen, verliert das Spiel etwas an Überraschung. Mit etwas Zeit dazwischen oder einer anderen Gruppe funktioniert es aber wieder deutlich besser.
Insgesamt ist es ein richtig gelungenes Partyspiel für Fans der Reihe. Es sorgt für viele Lacher, Diskussionen und kleine Aha-Momente und eignet sich genauso gut für einen Spieleabend zu Hause wie für unterwegs. Wer die Bücher liebt und regelmäßig mit anderen Fans zusammensitzt, wird mit diesem Spiel wahrscheinlich eine Menge Freude haben.