Heilpflanzen – für Hunde

Kräuterkuren tun nicht nur dem Menschen gut. Auch unsere Hunde profitieren von der grünen Kraft der Heilkräuter. Hier erfahren Sie welche Kräuter Ihrem Hund gut tun und wie Sie sie mit leckeren Kräuterrezepten zubereiten.

Kräuterkuren für Ihren Hund

Endlich Frühling – jetzt sprießen die allerersten frischen Triebe. Viele Hunde beginnen, das erste, frische Gras gierig zu fressen und wälzen sich voller Hingabe auf den warmen Wiesenflächen. Es ist die Zeit der Frühjahrskuren.

Frühjahrskuren tun nicht nur dem Menschen gut. Auch unsere Hunde profitieren von der jungen Kraft der ersten Heilkräuter. Hunde, die im Frühjahr eine Heilpflanzenkur gemacht haben, bekommen häufig den ganzen Sommer über weniger Zecken, neigen weniger zu Wurmbefall und haben ein kräftiges Immunsystem. Magen und Darm werden gereinigt und der Hund fühlt sich frisch und gesund.

Tipps und Tricks für das Verabreichen von Heilpflanzen

Am einfachsten ist es, wenn man auf den täglichen Spaziergängen mit dem Hund die ersten frischen, grünen Kraftpakete sammelt und sie täglich frisch unter das Hundefutter mischt. Zunächst in kleinen Mengen und vermischt mit leckerer Brühe. Die Pflanzen, die sich beispielsweise dazu eigenen, finden Sie in der Galerie.

Wenn Ihr Hund wählerisch ist, probieren Sie den folgenden Trick: Beginnen Sie mit einer winzig kleinen Menge und steigern Sie diese langsam. Täuschen Sie Ihren Hund mit guten Geschmäckern wie Ziegenmilch, Käse, Brühe oder Buttermilch. Viele Hunde nehmen ihre gehackten Kräuter gerne in etwas Butter oder Ziegenmilch ein. Auch ein Leberwurstkügelchen oder Hundewurststückchen mit Kräutern ist gut geeignet, den schleckigen Hund zu überzeugen. Oft ist es hilfreich, die Kräuter wie Spinat zu dünsten. Verwenden Sie zum Dünsten Fleischbrühe. Die Wahrscheinlichkeit, dass auch der schlechte Fresser nun zugreift, ist größer.

Leckere Kräuterrezepte für Ihren Hund

Grüne Kraftkugeln

Sie können die Kräuter auch als leckere Powermischung geben und Ihrem Hund mit dem folgenden Rezept schmackhaft machen.

Das brauchen Sie:

  • 100 g Mandeln oder Haselnüsse
  • 100 g gemörsertes Trockenfutter
  • 100 g Aprikosen oder Datteln (ungeschwefelt)
  • 100 g Wiesenkräuter (Löwenzahn, Gänseblümchen, Giersch, Brennnessel)
  • Saft von 1 Zitrone
  • Kokosflocken zum Wälzen der fertigen Kugeln

So wird’s gemacht:

Alle Zutaten in der Küchenmaschine zerkleinern, so dass eine klebrige und feste Teigmasse entsteht. Kleine Kugeln formen, in Kokosraspeln wälzen und über Nacht an der Luft trocknen lassen.

Frühlings-Muffins

Die frischen oder getrockneten Kräuter können auch gut in leckeren Backwaren  verarbeitet werden.

Das brauchen Sie:

  • 1 ½ Tassen Vollkornmehl
  • 1 Tasse Haferkleie
  • 1 Tasse Haferflocken
  • 2 Teelöffel Backpulver
  • 1 Tasse Milch
  • 1 Ei
  • 3 Esslöffel Honig
  • 3 Esslöffel Pflanzenöl
  • 1 Handvoll trockenes, klein geschnittenes Lamm- oder Rindfleisch
  • 1 Handvoll kleingeschnittene Kräuter (Brennnessel, Giersch, Gänseblümchen, Schafgarbe, Scharbockskraut, Löwenzahn)
  • 1 Banane
  • 1 Apfel

So wird’s gemacht:

Mehl, Haferflocken, Kleie und Backpulver mischen und langsam die handwarme Milch hinzugeben. In einer zweiten Schüssel das Ei, den Honig und das Öl mischen. Obst, Fleisch und Kräuter mit einem Küchenmixer fein zerkleinern und unter die Honig-Öl-Ei-Mischung geben. Danach die Mehlmischung hinzugeben. Alles gut verrühren. Muffinformen damit füllen und ca. 20–30 Minuten im vorgeheizten Backofen backen.

Das große Krabbeln

Wird es wärmer, stellen sich leider auch wieder ungeliebte Plagegeister ein: die Zecken. Probieren Sie doch einmal den folgenden Trick und vertreiben Sie die kleinen Krabbler wirkungsvoll aus dem Hundekorb.

Antiparasiten-Kissen

Nähen Sie sich eine Kissenhülle aus Leinen oder nehmen Sie einen gekauften Baumwollkissenbezug und füllen Sie ihn mit getrockneten Kräutern wie z. B.:

  • Adlerfarn
  • Rainfarn
  • Schafgarbe
  • Crysanthemenblüten
  • Duftgeranienblättern
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Lavendel
  • Nelkenwurz

Dieses Kissen legen Sie Ihrem Hund in den Korb. Parasiten mögen diese Düfte nicht und fühlen sich in einer solchen Umgebung unwohl.

Diese Heilpflanzen tun ihrem Hund gut

Der Löwenzahn ist ein Multitalent unter den Heilpflanzen. Man verwendet alle seine Pflanzenteile zu jeder Jahreszeit. Er ist ein wahrer Energieriegel von der Wiese, der den gesamten Stoffwechsel ankurbelt. Im Frühling sammeln Sie unterwegs die zarten, frischen, jungen Blätter und mischen sie klein geschnitten unter das Hundefutter. Später können Sie auch die Blüten und Knospen verfüttern. Löwenzahn wirkt blutreinigend, harntreibend, anregend auf die Verdauungsdrüsen, auf Leber und Galle. Er wirkt vor allem durch seine Bitterstoffe und enthält eine ganze Menge Kalium.

Die ganz jungen, noch gefalteten Blättchen des Gierschs sind ein Genuss. Sie schmecken nach frischen Möhren und Petersilie. Giersch ist ein wunderbares Wildgemüse, das nicht nur schmeckt, sondern dank seiner Inhaltsstoffe sehr gesund ist. Er enthält viel Kalium, Flavonoide, Vitamin C und Eisen. Sammeln Sie jetzt im Frühling täglich einige junge Triebe und mischen Sie diese unters Hundefutter. Ihr Hund wird es lieben.

Jeder kennt sie, aber nur wenige wissen um ihre wunderbare Heilkraft. Sie schmecken nicht nur köstlich und lassen sich in der Küche verwenden, ihre Inhaltsstoffe Saponine, ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe und Schleimstoffe machen sie zu einer großartigen Heilpflanze. Wieso machen Sie Ihrem Vierbeiner im Frühling nicht mal etwas Leberwurst (oder Hundewurst) aufs Brot und bestücken dieses mit Gänseblümchenblüten?

Die Brennnessel gehört zu jeder Frühjahrskur dazu. Sie regt den Stoffwechsel an, reinigt von innen und durchspült den ganzen Körper. Sie enthält eine große Vielzahl an Mineralstoffen, die besonders nach einem langen Winter wieder Lebenskraft in den Körper zurückbringen. Brennnessel  lässt sich, leicht angedünstet, auch sehr gut unter das Hundefutter mischen. Verwenden Sie doch mal gedünstete Brennnesselblätter, wenn Sie eine frische Mahlzeit für Ihren Hund kochen. Sie sind eine ausgezeichnete Gemüsevariante, die gut zu gekochtem Fleisch passt und  Hunden erstaunlich gut schmeckt.

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