Der Sternhimmel im Juni 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Die Abenddämmerung setzt inzwischen deutlich später ein. Wenn es soweit ist, fällt derzeit im Südwesten zuerst der orange-rote Arktur auf, Hauptstern des Rinderhirten. Kontrastierend dazu taucht zeitgleich hoch im Osten die bläulich-weiße Wega, Hauptstern der Leier, auf.

Das Frühlingsdreieck, dessen einer Eckstern Arktur ist, hat inzwischen die Westhälfte des Himmels erreicht, während im Osten das Sommerdreieck aufgegangen ist. Neben Wega besteht es aus Deneb im Schwan und Atair im Adler.

Hoch über unseren Köpfen steht der Große Wagen; die Mittagslinie hat er bereits überschritten und bereitet sich nun auf seinen Abstieg vor. Seine Deichsel kann auch dazu genutzt werden, um Arktur zu finden: Folgt man dem Schwung der Wagendeichsel, trifft man schnell auf den orangefarbenen Hauptstern. Tief im Norden steht außerdem Kapella, Hauptstern des Fuhrmanns.

Das Leitsternbild des Frühlings, der Löwe, setzt im Westen zu seinem „Sprung“ unter den Horizont an. Im Südwesten dominiert die Jungfrau, deren Hauptstern Spica halbhoch über dem Horizont leicht erkennbar leuchtet. Tief im Süden steht der Skorpion; auch sein Hauptstern – Antares – ist leicht zu finden und besticht durch seine tiefrote Farbe. Nördlich des Skorpions steht der Schlangenträger: Ein großes aber unscheinbares Sternbild. Teil des Schlangenträgers ist die Schlange mit ihrem Kopf (lat.: Serpens Caput) im Westen und ihrem Schwanz (lat.: Serpens Cauda) im Osten. Ersterer steht gerade auf der Nord-Süd-Linie und blickt gen Norden, Richtung Nördlicher Krone.

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Die Planeten am Nachthimmel im Juni 2021

Seit dem 28.03.2020 gilt die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ.

Merkurs Abendsichtbarkeit ist beendet und nun nähert sich der innerste Planet rückläufig der Sonne. Mit dieser tritt er am 11. in untere Konjunktion. Am 22. wird er stationär, bevor er sich im Anschluss wieder rechtläufig am Himmel bewegt. Trotz wachsendem westlichen Winkelabstand reicht es nicht für eine Morgensichtbarkeit.

Venus bleibt Abendstern und steht zurückhaltend tief am Nordwesthimmel. Sie geht unter, bevor es vollkommen dunkel ist. Ihre Untergänge verspäten sich leicht von 22:49 Uhr am Monatsersten auf 23:04 Uhr am 30.

Der rote Mars zieht sich vom Abendhimmel zurück und geht am 1. um 23:56 Uhr unter, am 30. bereits um 23:20 Uhr.

Gasriese Jupiter wird am 21. im Wassermann stationär und setzt zu seiner Oppositionsschleife an. Zum Ende des Monats hin steigert er seine Helligkeit und wird nach Venus und Mond zum hellsten Gestirn der Nacht. Seine Aufgänge verschieben sich Richtung Mitternacht: Am 1. geht Jupiter um 1:50 Uhr auf, am 15. um 00:53 Uhr und am 30. bereits um 23:54 Uhr.

Auch Saturn verfrüht seine Aufgänge und steigt am 1. um 1:10 Uhr über den Horizont, am 15. um 00:10 Uhr und am 30. schon um 23:09 Uhr. Er wird im Laufe des Monats zum Planeten der gesamten Nacht und nach Venus und Jupiter zum dritthellsten Gestirn am Himmel. Der Ringplanet bewegt sich langsam rückläufig durch den Steinbock.

Uranus, rechtläufig im Widder, bleibt weiterhin unbeobachtbar.

Neptun wird am 26. im Wassermann stationär und wandert dann rückläufig seiner Opposition entgegen. Wer versuchen möchte, den bläulichen Planeten zu finden, der kann es ab der Monatsmitte versuchen. Dann geht Neptun gegen 1:37 Uhr auf und kulminiert um 7:22 Uhr. Am 30. steigt er um 00:34 Uhr über den Horizont und kulminiert um 6:23 Uhr. 

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