Der Sternenhimmel im Mai 2019

Seit dem 31.03.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ (=MEZ + 1h).

 

Typisch für die jetzige Jahreszeit ist es, dass weniger auffällige Sternbilder am Himmel zu sehen sind und die Zahl der hellen Sterne deutlich der im Winter nachsteht. Dennoch finden sich bei genauerem Hinsehen oder mit Unterstützung eines Fernglases oder Teleskops auch im Frühling schöne Beobachtungsobjekte am Nachthimmel.

Neben dem zirkumpolaren Großen Wagen, der derzeit fast im Zenit über unseren Köpfen thront und den Meridian passiert, überquert auch die Jungfrau die Mittagslinie. Im Südwesten lauert der Löwe wie eine zum Sprung bereite Großkatze, während der Osthimmel mit dem Rinderhirten Bootes und seinem hellen Hauptstern Arktur, der Nördlichen Krone, Herkules und der horizontnahen Leier mit Hauptstern Wega aufwarten kann. Damit ist das Frühlingsdreieck aus Regulus (Löwe), Arktur (Bootes) und Spica (Jungfrau) komplett und setzt den Schwerpunkt am südlichen Frühlingshimmel.

Zwischen Jungfrau und dem Großen Wagen können außerdem die unauffälligen Jagdhunde und das Haar der Berenike entdeckt werden, welche vor allem im lichtstarken Fernglas gut zur Geltung kommen.

 

In den horizontnäheren Gebieten am südöstlichen Himmel zeigen sich die Waage und, ihr im Tierkreis nachfolgend, der Skorpion. Dessen Hauptstern Antares hat sich gerade mühsam über die Horizontlinie erhoben und kann mit etwas Geschick in den Dunstschichten gefunden werden. Etwas weiter gen Osten zeigt sich außerdem das Sternbild Schlangenträger und der noch flacher über dem Horizont liegende vordere Teil der Schlange (lat.: Serpens Caput). Der Schwanz der Schlange (lat.: Serpens Cauda) ist noch nicht aufgegangen. 

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Die Planeten am Nachthimmel im Mai 2019

Seit dem 31.03.2019 gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben in diesem Text folgen der MESZ (=MEZ + 1h).

 

Merkur kommt am 21. in obere Konjunktion mit der Sonne. Sein anschließend zunehmender Winkelabstand reicht jedoch nicht für eine Abendsichtbarkeit und er bleibt unbeobachtbar. Am 24. eilt er durch sein Perihel und ist dann mit 212.400 km/h der schnellste Planet im Sonnensystem.

Venus steht unauffällig am Morgenhimmel und verfrüht ihre Aufgänge um über eine Stunde auf 4:30 Uhr am Monatsletzten.

Mars, mit abnehmender Helligkeit am Abendhimmel zu sehen, trifft am 8. die zunehmende Mondsichel und verschwindet bereits ab ca. 23:15 Uhr in den horizontnahen Dunstschichten.

Jupiter, rückläufig im Schlangenträger, nähert sich seiner Opposition im Juni und ist bereits in diesem Monat die ganze Nacht sichtbar. Seine zunehmende Helligkeit macht ihm zum Glanzpunkt am Himmel. Am 20. leistet ihm der fast volle Mond Gesellschaft.

Saturn zeigt sich derzeit in der zweiten Nachthälfte rückläufig im Schützen und verfrüht seine Aufgänge um zwei Stunden auf 23:57 Uhr zum Monatsletzten.

Uranus im Widder kann sich nach seiner Konjunktion im April noch nicht aus ihrem Glanz befreien und bleibt unsichtbar.

Der lichtschwache Neptun kann noch nicht am Morgenhimmel beobachtet werden und bleibt verborgen.

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