Der Sternenhimmel im September 2017

Das Sommerdreieck aus Wega in der Leier, Atair im Adler und Deneb im Schwan ist gegen Mitternacht schon leicht nach Westen verschoben, hoch im Südosten wartet die nächste jahreszeitliche Konstellation, das Herbstviereck. Es ist Teil der Sternbilder Pegasus und Andromeda.

In Horizontnähe tummeln sich die Sternbilder des Tierkreises: Tief im Osten stehen Widder und Fische. Die Fische stehen im Herbst der Sonne genau gegenüber: Geht die Sonne unter, gehen die Fische auf.

Tief im Süden stehen Steinbock und Wassermann. Der Wassermann ist eigentlich ein sehr unscheinbares Sternbild. In vielen Regionen ist er wegen der Lichtverschmutzung nicht einmal sichtbar. Dennoch ist er eines der ältesten Sternbilder und steht in vielen Kulturen mit dem Wasser in Verbindung. Die Sonne im Wassermann markierte für verschiedene antike Kulturen den Beginn der Regenzeit.

Dank der Perseiden ist August „der“ Sternschnuppenmonat schlechthin, aber auch im September gibt es den ganzen Monat über Sternschnuppen aus verschiedenen, wenn auch schwachen, Meteorströmen zu beobachten.

Der Planetenlauf im September 2017

Seit dem 26. März gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben sind dementspechend in Sommerzeit angegeben.

Merkur kehrt zurück und erscheint zur Monatsmitte am Morgenhimmel. Gegen 5:30 Uhr lässt er sich knapp über dem Osthorizont finden, bevor er in der Morgenhelle verblasst. Dabei bietet er einige besondere Spektakel (s. Himmelsereignis des Monats).

Die Venus spielt für uns weiterhin ihre Rolle als Morgenstern, ihre Aufgangszeiten verspäten sich aber weiterhin erheblich. Am Monatsanfang beginnt ihr Weg über den Himmel gegen 04:00 Uhr, am Monatsende eine Stunde später.

Der Mars kehrt wie Merkur an den Morgenhimmel zurück. Ohne Hilfsmittel lässt er sich ab dem 20. September finden. Gegen 05:45 gelangt er über die Dunstschichten am Horizont hinaus. Auch er beteiligt sich am Himmelsereignis des Monats.

Der Jupiter verabschiedet sich vom Abendhimmel. Zu Monatsbeginn geht er noch gegen 21:30 Uhr unter, ab dem 20. schon so früh, dass der Planet nicht mehr aufgefunden werden kann.

Saturn zieht sich langsamer vom Himmel zurück als Jupiter, aber auch er geht früher unter. Zu Monatsbeginn ist er bis gegen Mitternacht zu sehen, am Monatsende sinkt er zwei Stunden früher unter den Horizont.

Uranus dehnt seine Sichtbarkeit weiter aus. Am besten beobachten lässt er sich aber mitten in der Nacht, wenn er seinen höchsten Punkt am Himmel erreicht (kulminiert): Zu Monatsbeginn gegen 04:30 Uhr, am Monatsende um 02:30 Uhr.

Der Neptun kommt im September in Opposition zu Sonne, ist damit die gesamte Nacht über sichtbar. Sie finden ihn im Wassermann, allerdings so lichtschwach, dass Sie mindestens einen Feldstecher benötigen.

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Ein Astronom und Lektor, der für sein Thema brennt. Hier mehr erfahren.

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