Der Sternenhimmel im Oktober 2017

Das Sommerdreieck aus Wega in der Leier, Atair im Adler und Deneb im Schwan ist gegen Mitternacht noch hoch im Südwesten zu sehen, aber der Sternenhimmel ist unverkennbar herbstlich geworden: Kassiopeia – das „Himmels-W“ steht im Zenit, der große Wagen erreicht seinen tiefsten Punkt am Himmel und steht am Nordhorizont in unterer Kulmination.

Der markanteste Anblick am Herbsthimmel ist das so genannte Herbst-Viereck. Die Quadratform des Herbst-Vierecks und die scheinbare Nähe der Sterne zueinander lässt das Herbst-Viereck so wirken, als ob es vollständig zum Pegasus gehörte. Richtig ist: Die drei Sterne Markab, Scheat und Algenib gehören zum Pegasus und bilden die Flügel der mythologischen Figur. Sirrah hingegen ist der erste Stern der Andromeda.

Im Sternbild Andromeda befindet sich auch der berühmte Andromeda-Nebel (M 31), neben M 33 die uns nächstgelegene Galaxie und das fernste Himmelsobjekt, das mit bloßen Augen sichtbar ist. Wenn Sie Ihr Glück versuchen wollen: Sie finden den Andromeda-Nebel ein Stück nördlich von Mirach, dem zweiten Stern des Sternbilds Andromeda.

Der Planetenlauf im Oktober 2017

Seit dem 26. März gilt in Deutschland die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Alle Zeitangaben sind dementspechend in Sommerzeit angegeben. Ab dem 29. Oktober gilt wieder die Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Alle Zeitangaben zu einem Zeitpunkt nach der Umstellung sind dementsprechend in MEZ angegeben.

Venus

Die Venus bleibt Morgenstern, zeigt sich aber nur kurz am Morgenhimmel. Ihre Aufgangszeiten verspäten sich von etwa 5:00 Uhr (Sommerzeit) zu Monatsbeginn auf 05:30 Uhr (MEZ) am Monatsende. Dennoch bleibt die Venus ein lohnenswertes Beobachtungsobjekt und ist am Himmelsereignis des Monats beteiligt.

Mars

Der Mars ist wie die Venus am Morgenhimmel zu sehen. Gemeinsam mit der Venus ist der rote Planet Mars Teil des Himmelsereignis des Monats. Anders als die Venus bleibt der Mars in seinen Aufgangszeiten allerdings konstant. Er geht den ganzen Monat etwa gegen 05:00 Uhr (Sommerzeit) auf, d. h. vom 29. bis 31.10. gegen 04:00 Uhr (MEZ).

Saturn

Saturn ist nur dank der immer früher einsetzenden Dämmerung noch am Abendhimmel zu finden. Zu Monatsbeginn wird er noch bis 22:15 Uhr (Sommerzeit) am Himmel stehen, am Monatsende bereits gegen 19:30 (MEZ) unter den Horizont sinken. Für Teleskopbeobachter: Am 16.10. sind die Saturnringe am stärksten in Richtung Erde geöffnet. Sie blicken auf die Nordseite der Ringe.

Uranus

Uranus bietet derzeit günstige Beobachtungsmöglichkeiten, denn er ist theoretisch mit bloßem Auge zu sehen. Mit einem Fernglas, idealerweise mit Stativ, ist er gut zu finden. Besonders günstig ist der 19. Oktober für eine Beobachtung, denn Uranus steht in Opposition zur Sonne, ist also die ganze Nacht zu sehen und erdnah. Hinzu kommt, dass am 19. Oktober dank Neumond kein Mondlicht die Beobachtung stört.

Neptun

Der Neptun befand sich im September in Opposition zur Sonne und zieht sich nun langsam vom Himmel zurück. Zu Monatsbeginn noch beinahe die ganze Nacht sichtbar, erreicht er zu Monatsende seinen höchsten Punkt (er „kulminiert“) bereits gegen 20:30 (MEZ). Damit lohnt sich eine Beobachtung nach Mitternacht kaum noch.

Die Un-Sichtbaren: Merkur und Jupiter

Der Merkur hat im September den Nachthimmel verlassen und erscheint erst Ende Dezember wieder am Morgenhimmel. Auch der Jupiter hat den Abendhimmel im vergangenen Monat verlassen. Er kehrt im November an den Morgenhimmel zurück.

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