Der Sternenhimmel im November 2017

Im Osten ziehen bereits die Winter-Sternbilder auf: Fuhrmann, Stier und Zwillinge blicken zaghaft über den Horizont. Im Zenit herrscht dennoch unverkennbar Herbst, dort steht die Kassiopeia, das Himmels-W.

Der markanteste Anblick am Herbsthimmel ist das so genannte Herbst-Viereck. Die Quadratform des Herbst-Vierecks und die scheinbare Nähe der Sterne zueinander lässt das Herbst-Viereck so wirken, als ob es vollständig zum Pegasus gehörte. Richtig ist: Die drei Sterne Markab, Scheat und Algenib gehören zum Pegasus und bilden die Flügel der mythologischen Figur. Sirrah hingegen ist der erste Stern der Andromeda.

Wenn Sie in besonders dunklen Gefilden unterwegs sind, finden Sie im Sternbild Andromeda den Andromeda-Nebel (M-31). In Gebieten mit geringer Licht-Verschmutzung lässt sie sich mit bloßem Auge erkennen. Er ist ein matt schimmerndes Lichtflecken im Fernglas.

Der Planetenlauf im November 2017

Die Venus zieht sich weiterhin vom Morgenhimmel zurück. Am Monatsende geht sie erst gegen 7:00 Uhr auf, damit nur etwa eine Stunde früher als die Sonne. Dennoch ist Venus weiterhin der spannendste Protagonist am Himmel, wie das Himmelsereignis des Monats verrät.

Der Mars ist wie die Venus am Morgenhimmel zu sehen, bleibt dabei aber konstanter als der Schwesterplanet. Den ganzen Monat über geht er gegen 04:00 morgens auf und zieht seine Bahn über den Himmel.

Jupiter gibt sein Comeback am Himmel und lugt ab der Monatsmitte morgens über den Horizont. Ab Monatsmitte können Sie ihn kurz vor Sonnenaufgang im Osten finden. Gegen Monatsende verfrüht er sich auf 05:30 Uhr.

Saturn hat im Oktober bereits seinen Abschied vom Nachthimmel angekündigt, denn nur dank der später einsetzenden Dämmerung war er noch auffindbar. Im November verlässt er den Abendhimmel zur Monatsmitte endgültig. Bis dahin haben Sie die Gelegenheit, ihn am frühen Abend aufzuspüren. Er geht gegen 18:30 Uhr unter.

Uranus bietet weiterhin günstige Beobachtungsmöglichkeiten. Mit einem Fernglas, idealerweise mit Stativ, ist er gut zu finden. Allerdings steht er nicht mehr die ganze Nacht über am Himmel. Er steht gegen Monatsende bereits um 21:15 Uhr am höchsten Punkt über dem Himmel. Dieser Kulminationspunkt ist die optimale Beobachtungszeit.

Der Neptun schimmert nur schwach, ist wegen der immer früher einsetzenden Dunkelheit aber auch am Abendhimmel gut zu sehen. Er wird zum Planeten der ersten Nachthälfte und geht Ende November um kurz nach Mitternacht unter.

Der Merkur hat im September den Nachthimmel verlassen und erscheint erst Ende Dezember wieder am Morgenhimmel. 

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Mission Himmelsjahr – Redakteur Sven Melchert

Ein Astronom und Lektor, der für sein Thema brennt. Hier mehr erfahren.

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