Der Sternenhimmel im Februar 2018

Alle Glücksritter werden im Februar enttäuscht sein, denn der Februar ist der Monat mit der geringsten Sternschnuppen-Aktivität. Dennoch lohnt sich der Blick an den Sternenhimmel.

Das Winter-Sechseck steht nun hoch im Süden und Südwesten. Die Konstellation besteht aus Kapella im Sternbild Fuhrmann, Aldebaran im Sternbild Stier, Rigel im Sternbild Orion, Sirius im Sternbild Großer Hund und Prokyon im Kleinen Hund und zuletzt Pollux, der hellste Stern in den Zwillingen.

Im Südosten steht bereits der Löwe als Leitsternbild des Frühlings bereit, die Zwillinge wandern hoch im Süden durch den Meridian. Zwischen beiden Sternbildern liegt der unscheinbare Krebs. Nehmen Sie ihn einmal mit dem Fernglas in Augenschein, sie werden dort einen wunderschönen offenen Sternhaufen finden: M44, die Krippe (Praesepe). Und wenn Sie schon einmal den Himmel absuchen, statten Sie auch dem Stier einen Besuch ab, der vor den Zwillingen herläuft. Dort finden Sie nicht nur die offenen Sternhaufen der Hyaden und Plejaden (M 45), sondern als Teil der Hyaden auch Theta Tauri, der sich im Fernglas als Doppelstern entpuppt.

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Der Planetenlauf im Februar 2018

Venus begrüßt das neue Jahr verspätet und zeigt sich erst im Februar am Himmel. Ab Mitte Februar finden Sie die Venus als Abendstern, etwa eine halbe Stunde lang ist sie jeweils in der Abenddämmerung zu finden, dort allerdings nicht sehr auffällig.

Der Mars steht am Morgenhimmel und verfrüht seinen Aufgang weiterhin. Gegen Monatsende geht er bereits um 03:00 Uhr auf. Auch wird er immer heller, was zu möglichen Verwechslungen führt: Mars steht im Sternbild Skorpion, dessen hellster Stern Antares rot leuchtet, ebenso wie der Mars. Im Februar 2018 leuchtet Mars zudem heller als der „Gegen-Mars“ Antares (von griech. anti=gegen und Ares, der griechischen Entsprechung des römischen Kriegsgottes Mars).

Jupiter wird im Februar immer früher aufgehen. Zu Beginn des Monatsgehter gegen 02:15 Uhr auf, erscheint am Monatsende etwa 1,5 Stunden früher und gewinnt zugleich an Leuchtkraft.

Der Saturn ist wie Jupiter und Mars am Morgenhimmel zu finden und dort etwa zwei Stunden lang zu beobachten. Besonders reizvoll ist die Parade zwischen dem 08. und 11. Februar gegen 06:00 Uhr morgens über dem Südosthorizont. Saturn, Mars und Antares, Jupiter und die abnehmende Mondsichel stehen dicht beisammen.

Uranus ist im Februar der einzige Planet am Abendhimmel, geht aber immer früher unter. Zu Monatsbeginn ist er bis 23:00 Uhr, am Monatsende nur bis gegen 21:00 Uhr zu beobachten.

Die Planeten Merkur und Neptun sind im Februar unsichtbar. Merkur kehrt im März an den Abendhimmel zurück (die einzig günstige Gelegenheit für eine Abendbeobachtung in 2018). Der Neptun wird erst im Juli wieder zu einem Beobachtungsobjekt am Morgenhimmel.

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Mission Himmelsjahr – Redakteur Sven Melchert

Ein Astronom und Lektor, der für sein Thema brennt. Hier mehr erfahren.

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