Der Sternenhimmel im Dezember 2017

Die Winter-Sternbilder beherrschen den Sternenhimmel nun vollständig, die Herbst-Sternbilder stehen tief im Westen. Das Sommer-Dreieck ist am Himmel nicht mehr zu sehen, denn Atair, Hauptstern des Adler, steht unter dem Horizont.

Der südwestliche Himmel ist im Winter eher unscheinbar. Mit Fischen, Walfisch und Eridanus stehen hier Sternbilder, die man bei der Lichtverschmutzung in Städten oft nicht mehr erkennen kann. Im Südosten allerdings steht der Sternhimmel in voller Winterpracht: Kapella im Sternbild Fuhrmann, Aldebaran im Sternbild Stier, Rigel im Sternbild Orion, Sirius im Sternbild Großer Hund und Prokyon im Kleinen Hund und zuletzt Pollux, der hellste Stern in den Zwillingen. Gemeinsam bilden sie das Winter-Sechseck.

Am höchsten, fast im Zenit, steht der Fuhrmann und mit ihm der Stern Kapella, einer der hellsten Sterne des nördlichen Sternenhimmels. Von Kapella aus finden sich die anderen Sterne des Winter-Sechseck im Uhrzeigersinn ebenfalls am Nachthimmel.

Der Planetenlauf im Dezember 2017

Der Merkur lugt zum Ende des Jahres noch einmal über den Horizont am Morgen. In der letzten Dezemberwoche können Sie ihn mit ein wenig Glück tief im Südosten sehen. Gegen 07:00 Uhr steht er hoch genug, um ihn zu entdecken. Etwa eine Viertelstunde später verblasst er schon wieder in der Morgendämmerung.

Der Mars ist weiterhin am Morgenhimmel zu sehen und zeigt sich dabei recht konstant. Zu Monatsanfang Dezember geht er gegen 04:00 Uhr auf, am Ende des Dezember geht er gegen 03:30 Uhr auf. Am 14. Dezember steht der Mond morgens zwischen Mars und Jupiter. So bietet sich ein reizvoller Himmelsanblick.

Jupiter ist im Dezember ebenfalls am Morgenhimmel zu sehen. Seine Aufgänge verfrühen sich im Laufe des Monats von etwa 05:30 Uhr auf 04:00 Uhr. Er wird vom Mars verfolgt, geht dem kleinen Planeten aber den ganzen Monat über voraus. Am 14. Dezember schiebt sich morgens der Mond zwischen Mars und Jupiter – ein schönes Schauspiel am Sternenhimmel.

Uranus verfrüht seine Untergänge den gesamten Dezember lang. Am Monatsanfang kann man ihn noch bis 04:00 Uhr morgens am Himmel finden, gegen Ende des Dezember sinkt er bereits um 02:00 Uhr unter den Horizont. Uranus finden Sie Mitte Dezember am leichtesten, denn dann stört das Licht des Mondes nicht.

Der Neptun ist im Dezember Planet am Abendhimmel und der ersten Nachthäfte. Anfang Dezember kann man ihn bis Mitternacht am Himmel finden, Ende Dezember verschwindet er bereits gegen 22:00 Uhr vom Himmel.

Die Planeten Venus und Saturn sind im Dezember nicht am Himmel zu finden. Saturn kehrt im Januar an den Morgenhimmel zurück, die Venus gönnt sich eine Sichtbarkeitspause. Sie kehrt im Februar als Abendstern an den Himmel zurück.

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